Meta-Analyse zeigt: Semaglutid senkt schwere kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes

Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse randomisierter Studien zeigt, dass semaglutid bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) signifikant senkt. Besonders ausgeprägt waren die Effekte auf nichttödlichen Myokardinfarkt und Schlaganfall; zudem wurde die Gesamtmortalität reduziert.

Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse randomisierter, kontrollierter Studien ergab, dass semaglutid schwere kardiovaskuläre unerwünschte Ereignisse (major adverse cardiovascular events, MACE) bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes signifikant reduziert. Eingeschlossen wurden Studien mit mindestens 500 Teilnehmenden und einer Mindestnachbeobachtung von 12 Monaten, die MACE als primären oder wichtigen sekundären Endpunkt berichteten; MACE war definiert als zusammengesetzter Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, nichttödlichem Myokardinfarkt und nichttödlichem Schlaganfall.

Für subkutane semaglutid-Formulierungen betrug die gepoolte Hazard Ratio für MACE 0.84 (95% KI: 0.76–0.93; I2 = 0%) über 2 Studien mit 12,833 Teilnehmenden. Orales semaglutid zeigte in 1 Studie mit 3,297 Teilnehmenden eine Hazard Ratio von 0.74 (95% KI: 0.58–0.95).

Die Analyse zeigte spezifische Vorteile für einzelne kardiovaskuläre Endpunkte. Das Risiko für einen nichttödlichen Myokardinfarkt war mit einer Hazard Ratio von 0.74 reduziert (95% KI: 0.63–0.87; I2 = 0%). Für den nichttödlichen Schlaganfall ergab sich eine noch stärkere Risikoreduktion mit einer Hazard Ratio von 0.61 (95% KI: 0.47–0.80; I2 = 23%). Für kardiovaskulären Tod ergab sich eine Hazard Ratio von 0.88 (95% KI: 0.76–1.02; I2 = 0%).

Die Gesamtmortalität wurde studienübergreifend mit einer Hazard Ratio von 0.85 reduziert (95% KI: 0.75–0.96; I2 = 0%).

Sensitivitätsanalysen bestätigten die Robustheit der Ergebnisse. Der Ausschluss von SUSTAIN-6 ergab HR = 0.85 (95% KI: 0.77–0.93). Der Ausschluss von PIONEER-6 ergab HR = 0.83 (95% KI: 0.76–0.92). Der Ausschluss von SOUL ergab HR = 0.76 (95% KI: 0.61–0.95).

Semaglutid 1.0mg wöchentlich (Ozempic) erreicht eine HbA1c-Senkung von 1.4–1.8% gegenüber dem Ausgangswert. Semaglutid 2.4mg wöchentlich führt nach 68 Wochen zu einem Verlust von 14.9% des Gesamtkörpergewichts; 64.9% erreichen dabei einen Gewichtsverlust von ≥10%.

Bei Patienten mit etablierter kardiovaskulärer Erkrankung ermöglicht semaglutid eine Reduktion von kardiovaskulärem Tod, nichttödlichem MI oder nichttödlichem Schlaganfall um 20–26% (HR 0.74–0.80). Semaglutid verfügt über spezifische Daten zu renalen Endpunkten, die günstige Effekte auf die Progression der CKD zeigen. Beide Medikamente erfordern in allen CKD-Stadien keine Dosisanpassung, einschließlich eGFR <30 mL/min/1.73 m². Beide Medikamente zeigen einen neutralen Effekt auf das Risiko einer Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz.

In den Studien wurden erwachsene Patienten (≥18 Jahre) mit Typ-2-Diabetes in randomisierten, placebokontrollierten Designs eingeschlossen, in denen semaglutid (orale oder subkutane Formulierung) mit Placebo verglichen wurde.

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References

  1. Cardiovascular Outcomes Associated with Semaglutide in Type 2 Diabetes - MDPI · mdpi.com
  2. Tirzepatide vs Semaglutide for Type 2 Diabetes Management - Praxis Medical Insights · droracle.ai
  3. A Study of Semaglutide for Diabetic Patients with Heart Attack or Unstable Angina ... - Clinicaltrials.eu · clinicaltrials.eu