CONDOR-Studie zeigt: brolucizumab erhält das Sehvermögen bei proliferativer diabetischer Retinopathie besser als Laser

Die randomisierte klinische CONDOR-Studie zeigte, dass brolucizumab bei proliferativer diabetischer Retinopathie die Sehschärfe nach 54 Wochen besser erhielt als die panretinale Photokoagulation. Zudem reduzierte brolucizumab sehbedrohende Komplikationen und Ereignisse eines zentrumsbeteiligten diabetischen Makulaödems, ging jedoch mit mehr intraokularen Entzündungen einher.

Brolucizumab konnte die Sehschärfe bei Patienten mit proliferativer diabetischer Retinopathie besser erhalten als die panretinale Laserphotokoagulation, wie aus der in JAMA Ophthalmology veröffentlichten randomisierten klinischen CONDOR-Studie hervorgeht. In der in 16 Ländern durchgeführten Studie mit PRP-naiven Patienten mit proliferativer diabetischer Retinopathie und Diabetes ohne diabetisches Makulaödem erhielten die Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder 6 mg brolucizumab oder eine panretinale Photokoagulation.

Die Forscher analysierten Daten aus dem Zeitraum von Dezember 2020 bis Oktober 2023 aus der Studie, an der 689 Patienten teilnahmen; 572 schlossen sie ab. Die Empfänger von brolucizumab erhielten 3 Initialdosen im Abstand von jeweils 6 Wochen, anschließend alle 3 Monate, während sich die Gruppe mit panretinaler Photokoagulation bis Monat 3 1 bis 4 Sitzungen unterzog und danach weitere Behandlungen erhalten konnte.

In Woche 54 war die Veränderung des mittels der Methode der kleinsten Quadrate berechneten mittleren Buchstabenscores unter brolucizumab besser als unter panretinaler Photokoagulation: 0,2[0,72] versus -4,2[0,73]. Die geschätzte mittels der Methode der kleinsten Quadrate berechnete mittlere Veränderung der Fläche unter der Kurve der bestkorrigierten Sehschärfe war in der brolucizumab-Gruppe größer und lag bei 0,5 Buchstaben gegenüber -3,2 Buchstaben. Die mittlere bestkorrigierte Sehschärfe zu Studienbeginn betrug 77,1 Buchstaben.

Empfänger von brolucizumab hatten in Woche 54 außerdem mit geringerer Wahrscheinlichkeit eine proliferative diabetische Retinopathie, 63,6 versus 22,4 %, oder bis Woche 54 ein ereignisbezogenes zentrumsbeteiligtes diabetisches Makulaödem, 31,1 versus 72,7 %. Patienten unter brolucizumab erreichten mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Verbesserung des Diabetic Retinopathy Severity Score der Early Treatment Diabetic Retinopathy Study um mindestens 2 Stufen, 45,4 % versus 20,4 %, sowie um mindestens 3 Stufen, 20,6 % versus 10,8 %.

Während des Studienzeitraums erhielten 13 Empfänger von brolucizumab und 51 Empfänger panretinaler Photokoagulation eine alternative Behandlung der diabetischen Retinopathie oder eines damit verbundenen diabetischen Makulaödems. Sechzehn Empfänger von brolucizumab und 36 Empfänger panretinaler Photokoagulation verloren mindestens 15 Buchstaben.

Empfänger von brolucizumab wiesen seltener mit diabetischer Retinopathie verbundene das Sehvermögen bedrohende Komplikationen auf, 33,7 % versus 75,4 %, okuläre unerwünschte Ereignisse, 34,3 % versus 49,1 %, oder schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, 2,9 % versus 6,4 %, zeigten jedoch häufiger unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse, 19 versus 3, sowie intraokulare Entzündungen wie retinale Vaskulitis, 5,2 % versus 0,6 %.

Das zentrale Auswertungszentrum stellte fest, dass 101 Patienten eine nichtproliferative diabetische Retinopathie aufwiesen und 284 Patienten eine zentrale Subfelddicke von mehr als 280 μm hatten. Nach Angaben des zentralen Auswertungszentrums wiesen nahezu 4 von 5 Patienten eine proliferative diabetische Retinopathie auf. Zu den Limitationen der Studie gehört das Fehlen von Daten zu Therapieentscheidungen bei diabetischem Makulaödem.

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References

  1. Visual Recovery in Diabetic Retinopathy Better With Brolucizumab Than Laser Therapy · ophthalmologyadvisor.com
  2. CONDOR clinical trial: Brolucizumab superior to panretinal photocoagulation for proliferative ... · ophthalmologytimes.com
  3. Intravitreal Brolucizumab Use for Retinal Vascular Diseases in Resource-Constrained Settings · cureus.com