CD47-Expressionsniveau sagt Ansprechen auf Evorpacept plus Zanidatamab bei HER2+ Brustkrebs voraus
Eine explorative Analyse einer Phase-1/2-Studie zeigt, dass das CD47-Expressionsniveau das Ansprechen auf evorpacept plus zanidatamab bei stark vorbehandelten Patientinnen und Patienten mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs vorhersagen kann. Die Ergebnisse stützen eine biomarkerbasierte Patientenselektion für Kombinationen mit HER2-gerichteten Therapien.
CD47-Expressionsniveaus waren prädiktiv für das Ansprechen auf den CD47-Inhibitor evorpacept (ALX148) plus zanidatamab-hrii (Ziihera) bei stark vorbehandelten Patientinnen und Patienten mit bestätigtem HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs, wie Ergebnisse einer explorativen Analyse einer Phase-1/2-Studie (NCT05027139) zeigen. Der vollständige Datensatz der Phase-1/2-Studie wurde zur Präsentation auf einer künftigen wissenschaftlichen Tagung eingereicht.
Daten aus der explorativen Analyse zeigten, dass die Ansprechraten weitgehend auf Patientinnen und Patienten mit höheren CD47-Expressionsniveaus beschränkt waren.
Der Chief Medical Officer von ALX Oncology erklärte, diese neuen Ergebnisse stützten eine CD47-abhängige, HER2-getriebene Biologie von evorpacept. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass ein biomarkerbasierter Ansatz unter Einbeziehung der CD47-Expression die Patientenselektion für evorpacept-Kombinationen mit HER2-gerichteten Wirkstoffen optimieren könnte. Die Daten aus dieser Studie und der klinischen Phase-2/3-Studie ASPEN-06 (NCT05002127) stärken das Vertrauen in die laufende Phase-2-Studie ASPEN-09-Breast (NCT07007559).
Die Studie untersuchte die Kombination bei Patientinnen und Patienten mit zuvor behandelten, nicht resezierbaren, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten HER2-exprimierenden Tumoren, einschließlich Brustkrebs. Voraussetzung war ein ECOG-Performance-Status von 0 oder 1. Personen mit behandelten, stabilen Hirnmetastasen durften eingeschlossen werden.
Kohorte 1 umfasste Patientinnen und Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs, definiert als Immunhistochemie (IHC) 3+ oder IHC 2+ und in-situ-Hybridisierung positiv, die mindestens 3 vorherige Therapielinien erhalten hatten, darunter trastuzumab (Herceptin); pertuzumab (Perjeta); sowie ado-trastuzumab emtansine (Kadcyla) oder tucatinib (Tukysa) oder fam-trastuzumab deruxtecan-nxki (T-DXd; Enhertu). Kohorte 2 umfasste Patientinnen und Patienten mit HER2-low Brustkrebs, und Kohorte 3 schloss Personen mit HER2-positivem gastroösophagealem Adenokarzinom oder anderen HER2-überexprimierenden Nicht-Brustkrebs-Erkrankungen ein.
Im Sicherheitsabschnitt von Teil 1 erhielten Patientinnen und Patienten in Kohorte 1 zanidatamab in einer Dosis von 1200 mg (bei einem Körpergewicht < 70 kg) oder 1600 mg (bei einem Körpergewicht ≥ 70 kg) plus evorpacept mit 20 mg/kg (Teil-1A-Dosis) oder 30 mg/kg (Teil-1B-Dosis) alle 2 Wochen in 28-Tage-Zyklen. Patientinnen und Patienten in Kohorte 1 im Erweiterungsabschnitt von Teil 2 erhielten die Kombination in der empfohlenen Phase-2-Dosis, die die Teil-1B-Dosis von evorpacept einschloss. Der primäre Endpunkt in Teil 1 war die Sicherheit. Der primäre Endpunkt in Teil 2 war die bestätigte objektive Ansprechrate (cORR). Wichtige sekundäre Endpunkte in Teil 2 umfassten das progressionsfreie Überleben (PFS), die Krankheitskontrollrate (DCR), die Ansprechdauer (DOR) sowie die Sicherheit.
Die Biomarker-Ergebnisse bei den Brustkrebspatientinnen und -patienten aus der Phase-1/2-Studie untermauern Daten aus der ASPEN-06-Studie, die evorpacept plus trastuzumab, ramucirumab (Cyramza) und paclitaxel bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem, HER2-überexprimierendem Magen-/gastroösophagealem Übergangs-Adenokarzinom untersucht hat. ASPEN-06 zeigte ebenfalls, dass das CD47-Expressionsniveau das dauerhafte Ansprechen unter evorpacept in dieser Patientengruppe vorhersagte.
Die laufende ASPEN-09-Studie untersucht evorpacept in Kombination mit anderen Krebstherapien bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen oder metastasierten Krebserkrankungen. Die einarmige ASPEN-09-Breast-Substudie bewertet Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von evorpacept plus trastuzumab und Chemotherapie bei Patientinnen und Patienten mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs, die zuvor mit T-DXd behandelt wurden.