Zocilurtatug pelitecan zeigt Ansprechen bei vorbehandelten extrapulmonalen neuroendokrinen Karzinomen
Zocilurtatug pelitecan erzielte bei 34 vorbehandelten Patienten mit extrapulmonalen neuroendokrinen Karzinomen eine objektive Ansprechrate von 38,2 % und eine Krankheitskontrollrate von 55,9 %. Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse vom Grad 3 oder höher traten bei 30,4 % der Patienten auf.
Zocilurtatug pelitecan (ZL-1310) zeigte im offenen Phase-1b/2-Studienprogramm ZL-1310-002 klinisch bedeutsame Ansprechraten bei Patienten mit extrapulmonalen neuroendokrinen Karzinomen. Bei 34 Patienten, die mit einer intravenösen Lösung von zocilurtatug pelitecan behandelt wurden, lag die objektive Ansprechrate bei 38,2 % und die Krankheitskontrollrate bei 55,9 %, wobei in mehreren epNEC-Tumortypen Rückbildungen der Zielläsionen beobachtet wurden.
In die Studie wurden Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem epNEC aufgenommen, deren Erkrankung unter oder nach einer platinbasierten Chemotherapie progredient war. Zocilurtatug pelitecan wurde intravenös in einer Dosis von 1,6 mg/kg alle 3 Wochen verabreicht, sofern keine Krankheitsprogression oder inakzeptable Toxizität auftrat; bei Patienten mit DLL3-exprimierenden soliden Tumoren war ein Rückfall/eine Refraktärität gegenüber der Standardtherapie oder eine dokumentierte Unverträglichkeit gegenüber der Standardtherapie erforderlich.
Kohorte 1, die ausschließlich Patienten mit gastroenteropankreatischen NEC umfasste, erreichte eine objektive Ansprechrate von 33,3 % und eine Krankheitskontrollrate von 44,4 %. Kohorte 2, die andere NEC und DLL3-exprimierende solide Tumoren umfasste, erreichte eine objektive Ansprechrate von 43,8 % und eine Krankheitskontrollrate von 68,8 %. Ein zuvor mit topotecan behandelter Patient zeigte ein partielles Ansprechen.
Über beide Kohorten hinweg lag das mediane Alter bei 56,0 Jahren, 65,2 % waren männlich und 56,5 % waren Asiaten. Der mediane Ki-67-Index lag bei 80,0; bei 60,9 % betrug die Expression über 55 %, und 76,1 % hatten einen ECOG-Performancestatus von 1. Die meisten Patienten hatten beim Screening eine Erkrankung im Stadium IV, 1 vorherige Therapielinie und zuvor eine platinbasierte Chemotherapie erhalten.
Das Tumoransprechen wurde anhand der Prüfärztebeurteilung gemäß den RECIST-v1.1-Leitlinien bewertet; Patienten mit neuroendokrinem Prostatakarzinom wurden gemäß den Kriterien der Prostate Working Group 3 beurteilt. Die DLL3-Expression wurde retrospektiv mittels Immunhistochemie anhand einer H-Score-Analyse bestimmt.
Zur Sicherheit: Über beide Kohorten hinweg traten bei 97,8 % der Patienten behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse jeglichen Grades auf, und 30,4 % erlebten behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse vom Grad 3 oder höher. Zu den häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen zählten Übelkeit, Anämie, Leukopenie und Erbrechen; die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse vom Grad 3 oder höher waren Anämie und Neutropenie.
Eine vorläufige Analyse ergab keinen klaren Zusammenhang zwischen Tumoransprechen und DLL3-Expression. Insgesamt wurde bei 28,6 % der Patienten mit einem H-Score von 0 ein Ansprechen beobachtet, und Patienten mit stabiler Erkrankung als bestem Ansprechen wiesen niedrigere mediane DLL3-H-Scores auf als jene mit Krankheitsprogression.