Hohe Biomarker-Testraten bei metastasiertem triple-negativem Brustkrebs über alle ethnischen Gruppen hinweg, doch Ungleichheiten bleiben bestehen

Eine Studie mit 450 mTNBC-Patienten in Gemeinschaftspraxen zeigte hohe Biomarker-Testraten und ermutigende Ergebnisse über alle ethnischen Gruppen hinweg, wobei hispanische Patienten das längste Überleben aufwiesen. Schwarze Frauen mit westafrikanischer Abstammung haben jedoch die höchste TNBC-Inzidenz und eine stärkere Neuropathie unter Paclitaxel, was Docetaxel als mögliche Alternative erscheinen lässt. Auch soziale Determinanten wie benachteiligte Nachbarschaften und allostatische Belastung stehen mit dem TNBC-Risiko in Verbindung.

Eine Real-World-Studie mit 450 Patienten mit metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (mTNBC) aus 25 US-amerikanischen Gemeinschafts-Onkologiezentren ergab, dass hohe Raten leitlinienempfohlener Biomarker-Tests über alle ethnischen Gruppen hinweg erreicht wurden; die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine koordinierte Versorgung einige historische Ungleichheiten mildern könnte.

Die auf der Miami Breast Cancer Conference vorgestellte Analyse umfasste 270 weiße, 105 schwarze, 45 hispanische und 30 Patienten anderer Minderheiten, die zwischen 2018 und 2023 diagnostiziert wurden. Die Testraten für die PD-L1-Expression erreichten insgesamt 76,2 % und für BRCA1/2-Mutationen 78,0 %. Eine systemische Therapie erhielten 93,3 % der hispanischen Patienten, verglichen mit 83,7 % der weißen, 81,0 % der schwarzen und 76,7 % der Patienten anderer Minderheiten.

Hispanische Patienten zeigten die höchste Überlebenswahrscheinlichkeit nach 12 Monaten und das längste mediane Gesamtüberleben. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass hohe Raten von Biomarker-Tests und rechtzeitiger Behandlung über alle ethnischen Gruppen hinweg erreicht werden können und dass die Ergebnisse zwischen schwarzen und weißen Patienten darauf hindeuten, dass Gemeinschafts-Onkologie-Netzwerke zur Verringerung von Ungleichheiten beitragen können.

Trotz dieser ermutigenden Ergebnisse betrifft triple-negativer Brustkrebs bestimmte Bevölkerungsgruppen überproportional. Ein Facharzt für chirurgische Onkologie am The James, dem Comprehensive Cancer Center der Ohio State University, stellte fest, dass schwarze Frauen mit westafrikanischer Abstammung die höchste TNBC-Inzidenz aufweisen.

Behandlungsbedingte Toxizität kann zusätzliche Hürden darstellen. Untersuchungen haben gezeigt, dass schwarze Frauen höhere Neuropathieraten aufweisen können, was zu einem Behandlungsabbruch führt und möglicherweise das langfristige Überleben beeinträchtigt. Die ECOG-ACRIN-Studie EAZ171, die auf der ASCO-Jahrestagung 2024 vorgestellt wurde, ergab, dass Paclitaxel bei schwarzen Frauen mit mehr Grad-2- bis Grad-4-Taxan-induzierter peripherer Neuropathie assoziiert war und mehr Dosisreduktionen erforderte als Docetaxel, was darauf hindeutet, dass Docetaxel vorzuziehen sein könnte.

Die Immuntherapie stellt einen großen Fortschritt für TNBC dar und verbessert das Überleben. Auch soziale und umweltbedingte Faktoren spielen eine Rolle: Frauen, die in benachteiligten Nachbarschaften leben, wird häufiger TNBC diagnostiziert, und eine höhere allostatische Belastung – ein Maß für chronischen biologischen Stress – wird mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Der Spezialist betonte die Bedeutung eines personalisierten, multimodalen Ansatzes, der den Werten jedes Patienten entspricht.

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References

  1. Study identifies critical gaps in cancer risk assessment for transgender mastectomy patients · oncology-central.com
  2. 133 Racial Disparities in Biomarker Testing, Treatment Utilization, and Outcomes in Patients ... · cancernetwork.com
  3. Understanding the Biological and Social Complexities of Triple-Negative Breast Cancer · targetedonc.com