Metastasen-gerichtete Therapie verbessert Überleben bei oligometastasiertem Prostatakarzinom

Eine Metaanalyse von sieben Phase-2-Studien zeigt, dass metastasen-gerichtete Therapie plus Standardversorgung das progressionsfreie Überleben und weitere Endpunkte bei Patienten mit oligometastasiertem Prostatakarzinom signifikant verbessert, mit einem nahezu signifikanten Trend zu verbessertem Gesamtüberleben.

Die Hinzunahme einer metastasen-gerichteten Therapie zur Standardversorgung war mit signifikanten Verbesserungen mehrerer Überlebensendpunkte beim oligometastasierten Prostatakarzinom assoziiert, wie aus einer in der Februar-Ausgabe von The Lancet Oncology veröffentlichten Studie hervorgeht. Die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse individueller Patientendaten untersuchte 574 Männer mit oligometastasiertem Prostatakarzinom aus sieben randomisierten Phase-2-Studien.

Sechs Studien randomisierten 472 Patienten zu metastasen-gerichteter Therapie plus Standardversorgung versus Standardversorgung allein (248 bzw. 224), mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 40,7 Monaten. Die Patienten wiesen bei Studieneinschluss bis zu fünf Metastasen auf.

Die metastasen-gerichtete Therapie war mit einem verbesserten progressionsfreien Überleben assoziiert, mit einer Hazard Ratio auf Studienebene von 0,44 und einer Hazard Ratio auf Patientenebene von 0,45. In der gepoolten Analyse entsprach dies einer geschätzten medianen Verbesserung des progressionsfreien Überlebens von etwa 7,6 Monaten.

Die Therapie zeigte auch eine signifikante Verbesserung des radiographischen progressionsfreien Überlebens, mit einer Hazard Ratio auf Studienebene von 0,60 und einer Hazard Ratio auf Patientenebene von 0,59. Die geschätzte mediane Verbesserung betrug etwa 4,9 Monate. Das kastrationsresistenz-freie Überleben verbesserte sich ebenfalls signifikant, mit einer Hazard Ratio auf Studienebene von 0,58 und einer geschätzten medianen Verbesserung von etwa 2,5 Monaten.

Die Ergebnisse zum Gesamtüberleben begünstigten die Gruppe mit metastasen-gerichteter Therapie, der Vorteil war jedoch nicht statistisch signifikant. Die Hazard Ratio auf Studienebene betrug 0,63 (95% KI, 0,39-1,00; P = 0,051) und die Hazard Ratio auf Patientenebene 0,64 (95% KI, 0,40-1,01; P = 0,057).

Die Raten unerwünschter Ereignisse waren zwischen den Gruppen sowohl in den einzelnen Studien als auch in der gepoolten Analyse ähnlich. Das Forschungsteam stellte fest, dass die metastasen-gerichtete Therapie den Patienten signifikant nützt, ohne nennenswerte Sicherheitsrisiken hinzuzufügen.

Die Studie hatte mehrere Limitationen, darunter inkonsistente Definitionen des progressionsfreien Überlebens über die Studien hinweg. Die breite Verfügbarkeit von Salvage-Therapien und die relativ günstige Prognose des metastasierten Prostatakarzinoms erschwerten die Interpretation von Signalen für spätere Endpunkte wie das Gesamtüberleben. Die Standardversorgungsregime waren heterogen und spiegelten unterschiedliche Studienepochen wider, wobei Beobachtung und Androgendeprivationstherapie als Monotherapie nicht der aktuellen Praxis entsprechen. Darüber hinaus ist Vorsicht geboten bei der Extrapolation der Ergebnisse von Patienten, die mit konventioneller Bildgebung diagnostiziert wurden, auf solche mit PSMA-PET, das den derzeit sensitivsten bildgebenden Ansatz darstellt.

Die Studie wurde durch den Cancer Center Support Grant an das MD Anderson Cancer Center vom National Cancer Institute und durch philanthropische Unterstützung gefördert.

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References

  1. Study finds FGFR1 boosts cholesterol uptake in prostate cancer cells - Medical Xpress · medicalxpress.com
  2. Metastasis-Directed Therapy Beneficial for Oligometastatic Prostate Cancer · oncologynurseadvisor.com
  3. 'Compelling' Data for MDT in Oligometastatic Prostate Cancer - Medscape · medscape.com