FDA nimmt Antrag von Bristol Myers Squibb auf Iberdomide bei Multiplem Myelom an

Die FDA hat den New Drug Application von Bristol Myers Squibb für iberdomide in Kombination mit daratumumab und dexamethasone zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms angenommen. Der PDUFA-Zieltermin für eine Entscheidung ist der 17. August 2026.

Die U.S. Food and Drug Administration hat den New Drug Application von Bristol Myers Squibb für iberdomide in Kombination mit daratumumab und dexamethasone bei Patientinnen und Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom angenommen. Die FDA hat für diese Indikation ein Datum nach dem Prescription Drug User Fee Act (PDUFA) auf den 17. August 2026 festgelegt.

Iberdomide gehört zu einer neuen Klasse von Arzneimitteln, den sogenannten cereblon E3 ligase modulator (CELMoD)-Wirkstoffen, und hat das Potenzial, das erste in dieser Kategorie zugelassene Medikament zu werden. CELMoD-Wirkstoffe sind darauf ausgelegt, gezielten Proteinabbau (targeted protein degradation, TPD) zu nutzen, um therapeutisch relevante Proteine anzugehen.

Die FDA hat für diesen Antrag sowohl den Breakthrough Therapy Designation als auch eine Priority Review erteilt. Die Einreichung basierte auf Ergebnissen einer geplanten Analyse der Raten an minimal residual disease (MRD)-Negativität in der Phase-3-Studie EXCALIBER-RRMM, in der iberdomide als Behandlung für Patientinnen und Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom untersucht wird.

Der Executive Vice President und Chief Medical Officer von Bristol Myers Squibb erklärte, dass die Annahme dieses Antrags durch die FDA ein Beleg für das Potenzial von iberdomide in Kombination mit Anti-CD38-monoklonalen Antikörpern als neuartige, potente, orale Behandlungsoption mit beherrschbarem Sicherheitsprofil für Patientinnen und Patienten mit multiplem Myelom sei. Die Einreichung für iberdomide auf Basis des MRD-Endpunkts unterstreiche das Engagement des Unternehmens, neue Wege zu beschreiten, um lebensrettende Therapien für Menschen mit Krebs voranzubringen.

Die Prüfung erfolgt im Rahmen der Project-Orbis-Initiative der FDA, die eine parallele Begutachtung durch Gesundheitsbehörden in mehreren anderen Ländern ermöglicht.

EXCALIBER-RRMM (NCT04975997) ist eine Phase-3-, multizentrische, zweistufige, randomisierte, offene Studie zur Bewertung von Wirksamkeit und Sicherheit von iberdomide in Kombination mit daratumumab und dexamethasone (IberDd) im Vergleich zu daratumumab, bortezomib und dexamethasone (DVd) bei Patientinnen und Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom. Die Studie ist darauf ausgelegt, die dualen primären Endpunkte minimal residual disease (MRD)-Negativität und progressionsfreies Überleben (PFS) zu untersuchen; zusätzliche sekundäre Endpunkte umfassen Gesamtüberleben (OS), Gesamtansprechrate (ORR), Ansprechdauer (DoR), Zeit bis zur Progression (TTP), Zeit bis zur nächsten Behandlung (TTNT) sowie gesundheitsbezogene Lebensqualität (HR-QoL).

In Stufe 1 der Studie wurde auf Grundlage von Sicherheits-, Pharmakokinetik- und Wirksamkeitsdaten 1.0 mg iberdomide als optimale Dosis identifiziert. In Stufe 2 wurden etwa 664 Patientinnen und Patienten randomisiert und erhielten entweder IberDd oder DVd. Die EXCALIBER-RRMM-Studie läuft weiter, und die Patientinnen und Patienten werden weiterhin hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens untersucht.

Minimal residual disease (MRD) bezeichnet die geringe Anzahl von Krebszellen, die nach einer Behandlung im Körper einer Patientin oder eines Patienten verbleiben können und mit konventionellen diagnostischen Methoden nicht nachweisbar sind. Beim multiplen Myelom hat sich die MRD-Bestimmung als hochsensitives und klinisch bedeutsames Instrument zur Beurteilung des Therapieansprechens etabliert. MRD-Negativität bedeutet nicht zwingend, dass alle Krebszellen verschwunden sind, kann jedoch bessere klinische Ergebnisse vorhersagen, einschließlich längerer Remission und längeren Überlebens.

Moderne MRD-Nachweismethoden wie next-generation sequencing (NGS) und next-generation flow cytometry (NGF) können eine maligne Zelle unter 100.000 (Schwellenwert für MRD) bis 1.000.000 normalen Zellen identifizieren und bieten damit eine bislang unerreichte Präzision bei der Messung der Krankheitslast. MRD wird in klinischen Studien zunehmend als Surrogatendpunkt für das progressionsfreie Überleben (PFS) verwendet und erhält von Zulassungsbehörden wachsende Anerkennung für seine Rolle bei der Beschleunigung der therapeutischen Entwicklung.

Gezielter Proteinabbau (targeted protein degradation, TPD) ist eine differenzierte Forschungsplattform von Bristol Myers Squibb, die auf mehr als zwei Jahrzehnten wissenschaftlicher Expertise aufbaut und neue Möglichkeiten eröffnet, therapeutisch relevante Proteine abzubauen, die zuvor als „undruggable“ galten. Bristol Myers Squibb ist das einzige Unternehmen, dem es gelungen ist, Protein-Degrader-Wirkstoffe für die Behandlung des multiplen Myeloms erfolgreich zu entwickeln und zu vermarkten. Diese Wirkstoffe, bekannt als immunomodulatory drugs (IMiDs), trugen dazu bei, den heutigen Behandlungsstandard bei dieser weiterhin nicht heilbaren Erkrankung zu etablieren. Bristol Myers Squibb baut auf dieser Grundlage mit mehreren in klinischen Studien untersuchten Protein-Degradern auf und nutzt dabei drei unterschiedliche Modalitäten, darunter CELMoD-Wirkstoffe, ligand-directed degraders (LDDs) und degrader antibody conjugates.

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  1. U.S. Food and Drug Administration accepts Bristol Myers Squibb's new drug application for ... · www.marketscreener.com
  2. FDA Accepts Bristol Myers Squibb's Iberdomide for Relapsed/Refractory Multiple Myeloma · www.pharmtech.com
  3. FDA accepts Bristol Myers Squibb's new drug application for iberdomide - Investing.com · www.investing.com
  4. U.S. Food and Drug Administration Accepts Bristol Myers Squibb's New Drug Application for ... · markets.ft.com
  5. U.S. Food and Drug Administration Accepts Bristol Myers Squibb's New Drug Application for ... · finance.yahoo.com