Hirntumor-Entfernung und Kalorienrestriktion können die Blutzuckerkontrolle verbessern

Die Entfernung eines Riechgrubenmeningeoms kann die Blutzuckerkontrolle bei Diabetespatienten verbessern, wie eine Studie in JAMA Network Open zeigt. Sowohl intermittierende als auch kontinuierliche Kalorienrestriktion verbessern zudem die metabolische Gesundheit bei Typ-2-Diabetes.

Eine in JAMA Network Open veröffentlichte Studie ergab, dass die Entfernung eines Riechgrubenmeningeoms – einer Art von Hirntumor nahe der Schädelbasis – die Blutzuckerkontrolle bei Diabetespatienten verbessern kann. In einer separaten, bei Clinical Nutrition ESPEN eingereichten Studie wurde festgestellt, dass sowohl kontinuierliche als auch intermittierende Kalorienrestriktion die metabolische Gesundheit bei Typ-2-Diabetes verbessern, wobei sich die Adhärenz als Schlüsselfaktor für den Erfolg in der Praxis erwies.

Die Forscher begleiteten Patienten mit Riechgrubenmeningeom und Diabetes über fünf Jahre nach der Operation und verfolgten langfristige Veränderungen des Hämoglobin-A1c-Werts (HbA1c), eines Standardmaßes für die Blutzuckerkontrolle, sowie des Körpergewichts nach der Operation zur Tumorentfernung. Das Forschungsteam stellte fest, dass sich die Blutzuckerkontrolle bei den meisten Patienten nach der Tumorentfernung verbesserte, die Verbesserungen häufig bald nach der Operation eintraten und Jahre anhielten, viele Patienten nach der Operation zudem an Gewicht verloren und Verbesserungen selbst dann auftraten, wenn die Diabetesmedikation unverändert blieb. Diese Art von Hirntumor betrifft beide Stirnlappen gleichzeitig und wird üblicherweise mit Symptomen wie Sehstörungen, Persönlichkeitsveränderungen oder Geruchsverlust in Verbindung gebracht. Die Studienautoren erklärten: „Was uns überraschte, war, wie stark sich die Blutzuckerkontrolle bei vielen dieser Patienten nach der Operation verbesserte. Die Ergebnisse könnten uns helfen, Patienten vor der Operation besser zu beraten, und werfen neue Fragen darüber auf, wie das Gehirn den Stoffwechsel im gesamten Körper beeinflusst.“ Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass einige Hirntumoren die Fähigkeit des Körpers, Stoffwechsel und Blutzucker zu regulieren, beeinträchtigen können und dass die Entfernung bestimmter Hirntumoren die Blutzuckerkontrolle und das Gewicht bei einigen Diabetespatienten verbessern kann, zusätzlich zur Verbesserung neurologischer Symptome.

Die Studie zur Kalorienrestriktion untersuchte, wie sich eine dreimonatige kontinuierliche kalorienreduzierte Ernährung (CCR) im Vergleich zu einer intermittierenden kalorienreduzierten Ernährung (ICR) auf die Körperzusammensetzung und den Ruheenergieverbrauch bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht oder Adipositas auswirkt. Es handelte sich um eine Post-hoc-Analyse, die Teilnehmer aus zwei separaten randomisierten Studien zusammenführte, und nicht um einen direkten randomisierten Kopf-an-Kopf-Vergleich. Die CCR-Gruppe konsumierte etwa 750 Kilokalorien pro Tag aus Mahlzeitenersatzprodukten, wobei zusätzlich kohlenhydratarmes Gemüse, mageres Protein, kalorienarme Getränke und Magermilch bereitgestellt wurden. Die ICR-Gruppe folgte einem frühen zeitbeschränkten Essensmuster, bei dem alle Kalorien zwischen 8:00 und 18:00 Uhr aufgenommen wurden, mit einer täglichen Aufnahme von 1300 Kilokalorien für Frauen und 1500 Kilokalorien für Männer, bei moderater Kohlenhydratrestriktion.

Die Analyse umfasste 67 Teilnehmer: 41 in der CCR-Gruppe und 26 in der ICR-Gruppe. Das Durchschnittsalter lag bei etwa 60 Jahren, und mehr als die Hälfte waren Frauen. Nach drei Monaten führten beide Ernährungsformen zu einem signifikanten Gewichtsverlust, wobei CCR-Teilnehmer im Durchschnitt 7,4 kg und ICR-Teilnehmer 6,8 kg abnahmen. Beide Gruppen zeigten signifikante Reduktionen von Body-Mass-Index und Taillenumfang. Die Fettmasse nahm in beiden Gruppen signifikant ab. Der Anteil der fettfreien Masse stieg in beiden Interventionen, obwohl die absolute fettfreie Masse in der ICR-Gruppe leicht zurückging, was etwa 20 Prozent des gesamten Gewichtsverlusts ausmachte. Der Ruheenergieverbrauch sank signifikant nur in der CCR-Gruppe, was eher eine adaptive Thermogenese widerspiegeln könnte als ausschließlich den Verlust fettfreier Masse.

Mehr als 500 Millionen Menschen weltweit leben mit Typ-2-Diabetes, und Übergewicht bleibt eine seiner bedeutendsten Ursachen. Die Forscher merkten an, dass die Vergleiche zwischen den Gruppen explorativ waren und nicht für definitive Schlussfolgerungen ausgelegt, und dass die Intervention nur drei Monate dauerte, was Schlussfolgerungen zur langfristigen Nachhaltigkeit einschränkt.

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References

  1. Intermittent fasting maintains long-term weight loss, regardless of meal timing, study shows · medicalxpress.com
  2. Brain tumor removal may improve blood sugar in diabetes patients - News-Medical.Net · news-medical.net
  3. Gestational diabetes increases risk of type 2 diabetes —even at normal weight · medicalxpress.com
  4. What The Evidence Actually Shows About Blood Sugar After Eating · fathomjournal.org
  5. Intermittent calorie restriction proves as effective as daily calorie cuts for type 2 diabetes · news-medical.net