CREST-2-Substudie: Revaskularisation verbessert Kognition bei asymptomatischer Karotisstenose nicht
Eine auf der ISC 2026 vorgestellte CREST-2-Substudie ergab, dass eine Revaskularisation die kognitiven Ergebnisse bei Patienten mit asymptomatischer Karotisstenose nicht verbesserte. Ein kognitiver Abbau trat nur bei Patienten auf, die einen Schlaganfall erlitten hatten, wobei keine Unterschiede zwischen Revaskularisation und alleiniger medikamentöser Therapie festgestellt wurden.
Die Ergebnisse einer auf der ISC 2026 vorgestellten CREST-2-Substudie zeigen, dass eine Revaskularisation die kognitiven Ergebnisse bei Patienten mit asymptomatischer Karotisstenose nicht verbesserte. Die Studie untersuchte die Schlaganfallraten bei Patienten, die randomisiert entweder einer intensiven medikamentösen Therapie allein, einer intensiven medikamentösen Therapie mit Karotisendarteriektomie oder einer intensiven medikamentösen Therapie mit Stentimplantation zugeteilt wurden. Eine Substudie der CREST-2-Studie verwendete einen "kognitiven Kern", um die kognitive Leistung von der Baseline über bis zu 4 Jahre zu messen.
Insgesamt zeigten die Ergebnisse keine Unterschiede in den kognitiven Ergebnissen zwischen Teilnehmern, die sich einer Revaskularisation unterzogen, und solchen, die nur eine medikamentöse Therapie erhielten. Bemerkenswerterweise trat ein kognitiver Abbau nur bei Patienten auf, die einen Schlaganfall erlitten hatten, was die Sensitivität der kognitiven Bewertungen für neurologische Veränderungen unterstützt. Die Daten zeigen, dass es vor der Revaskularisation bereits zu einem kognitiven Abbau kommt, vermutlich als Folge eines Durchflussversagens über die Stenose. Die Annahme ist, dass – basierend auf den Arbeiten zum Schlaganfall, bei denen eine Reperfusionstherapie zu einer signifikanten Verbesserung der neurologischen Funktion führt – eine Revaskularisation nicht nur das Schlaganfallrisiko bei diesen Personen senken, sondern auch die Kognition verbessern könnte.
Die Karotisstenose, eine Verengung der Halsschlagadern, die typischerweise durch Plaquebildung verursacht wird, wird in der Regel mit einer intensiven medikamentösen Therapie behandelt, einschließlich Thrombozytenaggregationshemmern, Medikamenten zur Blutdruck- oder Cholesterinkontrolle sowie Lebensstiländerungen. Der leitende Autor, Professor für Neurologie und Neurobiologie an der University of Alabama at Birmingham, merkte an, dass die Studie einen strukturierten, longitudinalen Ansatz verwendete, um die kognitive Funktion im Zeitverlauf zu bewerten. Er erklärte, dass die Ergebnisse wichtige Überlegungen zur kognitiven Leistung und den Auswirkungen verschiedener Behandlungsstrategien sowie den Zusammenhang zwischen vaskulären Ereignissen und Veränderungen der Gehirnfunktion hervorhoben.