Arvinas meldet Phase-1-Daten: ARV-102 erreicht bei Parkinson über 50 % LRRK2-Abbau

Arvinas stellte Phase-1-Daten zu ARV-102 vor, einem investigativen PROTAC-Degrader, der nach 28 Tagen bei Parkinson-Patienten einen Abbau von über 50 % von LRRK2 in der Cerebrospinalflüssigkeit erreichte. Über Dosen von 20 mg bis 80 mg wurde eine dosisabhängige Liquorexposition bei guter Verträglichkeit ohne schwerwiegende unerwünschte Ereignisse berichtet.

Arvinas gab Phase-1-Daten zu seinem investigativen PROTAC-Degrader ARV-102 bekannt, die zeigen, dass die Behandlung nach 28 Tagen bei Menschen mit Parkinson-Krankheit einen Abbau von LRRK2 von mehr als 50 % in der Cerebrospinalflüssigkeit erreichte. Die Ergebnisse wurden am 18. März 2026 auf der AD/PD 2026-Konferenz in Kopenhagen vorgestellt.

Die Studie zeigte, dass ARV-102 endolysosomale und neuroinflammatorische Biomarker reduzierte, die mit Parkinson-Krankheit und progressiver supranukleärer Blickparese assoziiert sind, und zugleich über alle Dosierungsstufen hinweg gut vertragen wurde. In der Kohorte mit Mehrfachdosierung wurden tägliche orale Dosen von 20 mg bis 80 mg untersucht.

Nach Angaben von Arvinas nahm die ARV-102-Exposition in der Cerebrospinalflüssigkeit dosisabhängig zu, was die Penetration ins Gehirn bestätigte. Das Präparat erreichte bei allen Dosen bis Tag 14 das angestrebte Ausmaß der LRRK2-Reduktion, wobei die Effekte bis Tag 28 aufrechterhalten wurden. Es wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse berichtet, und alle behandlungsbedingt aufgetretenen Ereignisse waren leicht.

Der Chief Medical Officer von Arvinas erklärte, dass ein derartiges Ausmaß an Biomarker-Modulation bislang nicht durch LRRK2-Inhibitoren gezeigt worden sei, und das Unternehmen sei überzeugt, dass es sich hierbei um Daten einer bislang nicht dagewesenen Art handle.

ARV-102 ist ein investigativer, oral bioverfügbarer PROTAC, der die Blut-Hirn-Schranke passieren und gezielt leucine-rich repeat kinase (LRRK2), eine große, multidomänige Scaffold-Kinase mit GTPase-Aktivität, ansteuern und abbauen soll. Eine erhöhte Aktivität und Überexpression von LRRK2 wurden mit der Pathogenese neurologischer Erkrankungen, darunter Parkinson-Krankheit und progressive supranukleäre Blickparese, in Verbindung gebracht.

Durch den vollständigen Abbau des LRRK2-Proteins (und nicht nur die Hemmung seiner Kinaseaktivität) adressieren diese Moleküle sowohl seine enzymatischen als auch seine Scaffold-Funktionen. LRRK2-Kinaseinhibitoren galten einst als vielversprechend, die Therapie der Parkinson-Krankheit zu revolutionieren—bis präklinische Lungentoxizität, die als On-Target-Effekt vermutet wurde, ihre Entwicklung stoppte. Erste klinische Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich das bei Kinaseinhibitoren häufig beobachtete Risiko einer Lungenfibrose möglicherweise vermeiden lässt.

Arvinas plant, im zweiten Quartal 2026 eine Phase-1b-Studie bei progressiver supranukleärer Blickparese zu beginnen, mit der Option, später im Jahr in eine zulassungsrelevante Studie überzugehen. ARV-102 wird derzeit in einer Phase-1-Studie bei Patienten mit Parkinson-Krankheit untersucht.

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References

  1. Arvinas reports strong phase 1 results for ARV-102 in Parkinson's disease - PharmaTimes · pharmatimes.com
  2. Arvinas to Present Phase 1 Data for ARV-102, a PROTAC LRRK2 Degrader, in Oral Session ... · biospace.com
  3. Do LRRK2 Heterobifunctional Degraders Mitigate “On-Target” Toxicity? · drughunter.com