VMD startet im Mai 2026 neuen Meldedienst für unerwünschte Ereignisse bei Tierarzneimitteln

Die Veterinary Medicines Directorate wird am 20. Mai 2026 einen neuen digitalen Dienst zur Meldung unerwünschter Ereignisse bei Tierarzneimitteln einführen. Der Beta-Dienst ersetzt das zuvor ausgesetzte Tool und wird in bestehende Pharmakovigilanzprozesse integriert.

Die Veterinary Medicines Directorate wird am 20. Mai 2026 einen neuen digitalen Dienst zur Meldung unerwünschter Ereignisse im Zusammenhang mit Tierarzneimitteln einführen. Der Dienst ersetzt das zuvor ausgesetzte Melde-Tool und ermöglicht es tierärztlichen Fachkräften, Suitably Qualified Persons und Tierhaltern, unerwünschte Ereignisse direkt an die VMD zu melden.

Unerwünschte Ereignisse umfassen alle unerwarteten oder schädlichen Reaktionen bei Tieren nach der Anwendung eines Tierarzneimittels sowie Fälle, in denen ein Arzneimittel offenbar nicht wie erwartet wirkt. Der neue Dienst für unerwünschte Ereignisse wird zusätzliche Hinweise dazu enthalten, wie ein qualitativ hochwertiger Bericht am besten ausgefüllt wird. Dadurch soll von Beginn an ein vollständigeres Bild des gemeldeten unerwünschten Ereignisses entstehen. Zudem wird der Dienst in bestehende Pharmakovigilanzprozesse integriert, um eine effizientere und umfassendere Sicherheitsüberwachung zu ermöglichen. Der Dienst wird als Beta-Version veröffentlicht, wobei Nutzer Feedback geben können; weitere Systemverbesserungen sollen, wo möglich, vorgenommen werden.

Die VMD bewertet die Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit von Tierarzneimitteln vor und nach der Zulassung, um sicherzustellen, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis positiv bleibt. Das Pharmakovigilanz-Team der VMD überwacht alle Meldungen über unerwünschte Ereignisse – sowohl Nebenwirkungsmeldungen als auch Meldungen über mangelnde Wirksamkeit – zu zugelassenen Tierarzneimitteln, die von tierärztlichen Fachkräften und Tierhaltern eingereicht werden. Marketing Authorisation Holders sind verpflichtet, das Nutzen-Risiko-Profil ihrer Tierarzneimittel fortlaufend zu überwachen und darüber zu berichten, einschließlich der Meldung unerwünschter Ereignisse innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntwerden.

Alle bei der VMD eingehenden Meldungen werden bewertet, und falls angemessen, können auf Grundlage der verfügbaren Daten Maßnahmen ergriffen werden, beispielsweise zusätzliche Warnhinweise auf der Verpackung oder eine Änderung der Art und Weise, wie ein Produkt angewendet wird. Nach Angaben der VMD hilft die Meldung unerwünschter Ereignisse ihr und den Arzneimittelherstellern dabei, potenzielle Sicherheitsbedenken zu erkennen und darauf zu reagieren, um die Tiergesundheit und das Tierwohl im gesamten Vereinigten Königreich zu schützen. Zudem trage jede Meldung zu einem vollständigeren Bild darüber bei, wie Arzneimittel in der Praxis wirken.

Die VMD erklärte, dass sie keine spezifischen Daten zu unerwünschten Ereignissen veröffentlicht. Informationen über unerwünschte Ereignisse, die nach der Verabreichung eines bestimmten Produkts bekannt geworden sind, werden jedoch in den Abschnitten 3.6/4.6 der Summary of Product Characteristics zusammengefasst. Die SPC und die zugehörigen Produktinformationen werden aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind; die jeweils aktuelle Version ist in der öffentlich zugänglichen Product Information Database zu finden.

Bis das neue Portal live geht, können Meldungen über unerwünschte Ereignisse weiterhin direkt an das für das Arzneimittel verantwortliche Unternehmen übermittelt werden, das gesetzlich verpflichtet ist, diese Meldungen an die VMD weiterzugeben. Tierärztlichen Fachkräften wird geraten, den Marketing Authorisation Holder des Produkts zu kontaktieren, Tierhaltern ihre Tierarztpraxis und/oder den MAH. Wurde einem Tier ein Humanarzneimittel oder ein nicht für die Anwendung bei Tieren zugelassenes Arzneimittel verabreicht, können Meldungen an die VMD erfolgen, indem per E-Mail ein Formular angefordert wird.

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References

  1. New animal medicine adverse event reporting service launching May 2026 - GOV.UK · gov.uk
  2. Pharmacovigilance System Master File Central to Regulatory Inspections for Drug Safety Compliance · geneonline.com
  3. Further information on Post authorisation monitoring - Pharmacovigilance - GOV.UK · gov.uk