Präoperatives Nivolumab plus modifiziertes FOLFIRINOX zeigt Potenzial bei grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom

In einer Phase-1b/2-Studie mit 28 Patienten wurde nivolumab plus modifiziertes FOLFIRINOX vor der Operation bei grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom gut vertragen. 79 % wurden operiert, und bei allen resezierten Patienten gelang eine vollständige Tumorentfernung.

Preoperative Immuntherapie kombiniert mit Chemotherapie wurde bei Patienten mit grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom in einer einarmigen klinischen Phase-1b/2-Studie gut vertragen. In die Studie wurden 28 Patienten aufgenommen; untersucht wurde nivolumab in Kombination mit modifiziertem FOLFIRINOX vor der Operation, um zu prüfen, ob die Kombination die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen chirurgischen Resektion und die Gesamtergebnisse der Patienten verbessern könnte.

Unter den Patienten wurden 79 % operiert, und bei allen Patienten mit Resektion wurde der Tumor vollständig entfernt. Die Resektionsränder waren in 86 % negativ, und die Hälfte dieser Patienten zeigte zum Zeitpunkt der Operation keinen nachweisbaren Krebs in den Lymphknoten. Etwa 9 % zeigten ein vollständiges pathologisches Ansprechen, während weitere 9 % nahezu vollständige Remissionen aufwiesen.

Das eingesetzte immuntherapeutische Mittel war nivolumab, ein Immuncheckpoint-Inhibitor, der auf den PD-1-Rezeptor abzielt. Das Chemotherapieregime war modifiziertes FOLFIRINOX, bestehend aus Fluorouracil, Leucovorin, Irinotecan und Oxaliplatin.

Durch die Verabreichung der Kombinationstherapie im neoadjuvanten Setting erhielten die Forscher Tumorgewebe aus Operationspräparaten für Analysen einschließlich Genexpressionsprofilierung, Immunhistochemie und räumlicher Transkriptomik. Das integrierte Immunprofiling zeigte, dass die Hinzunahme von nivolumab zur Chemotherapie die Immunaktivierung innerhalb der Tumormikroumgebung deutlich steigerte, was sich in einer erhöhten Infiltration von CD8+-zytotoxischen T-Lymphozyten zeigte.

Die Behandlung schien zudem eine Desorganisation innerhalb von Immunzellclustern zu verursachen und förderte eine Anreicherung von Plasmazellen und erschöpften T-Zellen. Obwohl die Gesamtüberlebensraten in dieser Kohorte die historischen Kontrollen unter alleiniger Chemotherapie nicht signifikant übertrafen, ergab die Studie, dass eine klar abgegrenzte Untergruppe von Patienten eine tiefgreifende und anhaltende Tumorregression erlebte.

Related Entities

Related Articles

References

  1. Exploring and Managing Gastrointestinal-Related CAR T - Cell Lymphomas | CancerNetwork · cancernetwork.com
  2. Preoperative Immunotherapy Combined with Chemotherapy Shows Potential in · bioengineer.org
  3. 'Paintable' CAR T-Cells | CGTlive® · cgtlive.com