Robotergestützte Mastektomie erhält FDA-Zulassung – Forscher zielen auf arzneimittelresistente Krebserkrankungen

Die FDA hat eine robotergestützte Ein-Port-Plattform für brustwarzen-erhaltende Mastektomie zugelassen. Klinische Studien zeigen hervorragende Ergebnisse mit erhaltener Brustsensibilität. Parallel dazu entwickeln Forscher Immuntherapie-Kombinationen bei Brustkrebs und neuartige Strategien zur Überwindung von Arzneimittelresistenzen bei EGFR-mutiertem Lungenkrebs, darunter Protein-Degrader und dual-bindende Inhibitoren.

Ein robotergestütztes Verfahren zur brustwarzen-erhaltenden Mastektomie hat die FDA-Zulassung erhalten, während Forscher neuartige Ansätze zur Überwindung von Arzneimittelresistenzen bei Brust- und Lungenkrebs vorantreiben. Die Ein-Port-Roboterplattform erhielt im Dezember 2025 die Zulassung durch die FDA – ein bedeutender Meilenstein für Innovationen in der Brustkrebschirurgie.

Die robotergestützte Operation war ursprünglich umstritten, gilt aber mit der FDA-Zulassung nun als weitgehend akzeptiert. Eine Anfang 2024 im JAMA Surgery veröffentlichte Studie berichtete über hervorragende Ergebnisse bei den ersten 20 Patientinnen, die sich dem Verfahren unterzogen. Seit der ersten Operation im Jahr 2020 wurden im Rahmen der klinischen Studie mehr als 100 Eingriffe durchgeführt. Die Hälfte der Patientinnen hatte Brustkrebs im Frühstadium oder ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung und gab an, weiterhin Gefühl in der Brust zu haben – ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung ihrer Lebensqualität nach der Behandlung.

Fast alle Patientinnen der ersten Studie behielten die Sensibilität in ihren Brüsten, was eine wesentliche Einschränkung traditioneller Verfahren adressiert. „Während die moderne Mastektomie und Brustrekonstruktion große Fortschritte gemacht haben, führen die meisten Ansätze aufgrund von Nervenschäden durch große Schnitte und übermäßige Retraktion immer noch zu einem vollständigen Gefühlsverlust in der Brustwarze und der Brust", erklärte der chirurgische Onkologe, der die erste robotergestützte brustwarzen-erhaltende Mastektomie in den USA durchführte.

Parallel dazu nutzen Forscher in der Immuntherapie-Forschung das präoperativ verabreichte Immuntherapeutikum Pembrolizumab, um das Immunsystem in Kombination mit Chemotherapie und HER2-gerichteter Therapie zu stimulieren und Patientinnen mit frühem HER2-positivem Brustkrebs zu behandeln. Die Ergebnisse sind signifikant: Etwa 50 % der Patientinnen sprechen auf die Standard-Vorbehandlung an. Wurde jedoch vor der Operation zusätzlich eine Immuntherapie verabreicht, stieg der Anteil der positiv reagierenden Patientinnen um 20 %.

Forscher untersuchen zudem eine Strategie, bei der Tumore mittels Kryoablation eingefroren und gleichzeitig das Immunsystem aktiviert wird. Indem das Immunsystem auf diese Weise Tumorzellen ausgesetzt wird, erhoffen sie sich, den Körper darauf zu trainieren, triple-negativen Brustkrebs zu erkennen und zu bekämpfen.

Parallel dazu entwickeln Wissenschaftler in der Lungenkrebsforschung neuartige Therapien der nächsten Generation, um Arzneimittelresistenzen bei EGFR-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) zu bekämpfen. EGFR-mutiertes NSCLC macht etwa 10–15 % der NSCLC-Fälle in den USA und bis zu 50 % der Fälle in asiatischen Bevölkerungsgruppen aus. Osimertinib ist weltweit eine der führenden Behandlungen für EGFR-mutiertes NSCLC, doch die Patientinnen und Patienten sprechen zunächst in der Regel sehr gut an, bevor sich nach ein bis drei Jahren Resistenzen entwickeln.

Das Forschungsteam hat eine dreigleisige Strategie entwickelt, um dieses Problem anzugehen. Erstens entwickelten sie einen neuen EGFR-Degrader – eine Wirkstoffklasse, die die Zerstörung von EGFR in der Krebszelle auslöst. Zweitens entwickelten sie allosterische Inhibitoren, die an eine alternative Bindungsstelle binden und das Enzym auf andere Weise hemmen als herkömmliche Medikamente. Drittens entwickelten sie eine „molekular bidentate" Verbindung, die zwei Bindungen mit EGFR eingehen kann und eine irreversible kovalente Bindung eingeht, die es dem Enzym erheblich erschwert, dem Zugriff des Medikaments zu entkommen.

Dieses doppelt greifende Design wird derzeit evaluiert und verfeinert, um eine Version zu entwickeln, die den Patienten zugänglich gemacht werden kann. Bei allen drei Ansätzen bleibt das Ziel dasselbe: der Arzneimittelresistenz einen Schritt voraus zu sein und Patienten mit EGFR-mutiertem Lungenkrebs wirksamere Behandlungsoptionen zu bieten.

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References

  1. President's Lecture Series: Innovating to advance breast cancer care - Center Times Plus ... · utsouthwestern.edu
  2. Next-generation therapies to outsmart drug -resistant lung cancer - Stanford Medicine · med.stanford.edu
  3. Charting a new course for cancer innovation and care, Stanford Medicine seeks input from ... · med.stanford.edu