ctDNA und Studien zur Strahlentherapie leiten Deeskalation in der Brustkrebsbehandlung
Aktuelle Studien und Expertendiskussionen heben hervor, wie ctDNA-Tests genutzt werden können, um Entscheidungen über Operationen bei älteren Patientinnen mit ER-positivem Brustkrebs zu leiten, und wie Daten aus den FAST-Forward- und PRIME-II-Studien integriert werden, um Strahlentherapie zu personalisieren und mit ADCs wie T-DXd zu sequenzieren.
Eine aktuelle Studie legt nahe, dass ctDNA (zirkulierende Tumor-DNA)-Tests dazu beitragen könnten, ältere Patientinnen mit ER-positivem Brustkrebs zu identifizieren, die sicher auf eine Operation zugunsten einer primären endokrinen Therapie verzichten können. Gleichzeitig integrieren Strahlentherapeuten Daten aus den PRIME-II- und FAST-Forward-Studien, um die Behandlung zu personalisieren und Strahlung mit Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten wie T-DXd zu sequenzieren.
Für ältere Frauen mit ER-positivem Brustkrebs ist die Entscheidung für eine Operation nicht immer einfach. Die Studie untersuchte, ob ctDNA-Tests die Deeskalation der Behandlung leiten und helfen könnten, festzustellen, welche älteren Patientinnen während der primären endokrinen Therapie sicher auf eine Operation verzichten können. Der Hauptautor stellte heraus, dass die Identifizierung solcher Patientinnen weiterhin eine Herausforderung darstellt, da Echtzeitinformationen fehlen.
In der Strahlentherapie werden Daten der Phase-3-Studie PRIME II herangezogen, um den Verzicht auf Strahlung bei Patientinnen zu diskutieren, bei denen die Behandlung das Risiko eines lokalen Rezidivs verbessert, aber keinen Unterschied im Gesamtüberleben zeigt. Die FAST-Forward-Studie bietet ultra-hypofraktionierte Regime, wie z. B. 5-tägige Schemata für Ganzbrust oder Teilbrust, für Patientinnen, die sich für eine Behandlung entscheiden.
Experten betonen auch die Integration von Wirkstoffen wie fam-trastuzumab deruxtecan-nxki (T-DXd; Enhertu) mit einer starken Bevorzugung für Sequenzierung anstatt gleichzeitiger Verabreichung, um potenzielle Toxizität oder Strahlungsrecall zu vermeiden. Daten zeigen Zögern bei der Kombination dieser neueren Wirkstoffe mit Strahlung, mit einer Bevorzugung für die Sequenzierung aufgrund der Strahlensensibilität von Brustkrebs und der Bequemlichkeit moderner Regime.
Gemeinsame Entscheidungsfindung ist entscheidend, wobei Strahlentherapeuten die Behandlung basierend auf Patientenpräferenzen personalisieren. Die PRIME-II-Daten senkten die Altersgrenze, ab der auf Strahlung verzichtet werden kann, und wenn Patientinnen für Strahlung optieren, können ihnen 5- oder 15-tägige Regime wie die FAST-Forward-Schemata für Ganzbrust oder Teilbrust angeboten werden.