Japanisches Medikament gegen USAG-1 schließt Phase-I-Studie zur Zahnregeneration ab
Japanische Wissenschaftler haben die Phase-I-Studie von TRG035 abgeschlossen, einem Medikament, das das USAG-1-Protein blockiert, um Zähne nachwachsen zu lassen. Die Therapie zielt auf die Behandlung von angeborener Zahnagenese ab; Phase-II-Studien in Japan sind geplant, mit dem Ziel der praktischen Anwendung bis 2030.
Japanische Wissenschaftler haben die erste klinische Studie am Menschen mit einem Medikament abgeschlossen, das durch die Blockade des USAG-1-Proteins das Nachwachsen von Zähnen ermöglichen soll. Dies bringt das Konzept der Zahnregenerationsmedizin der Realität einen Schritt näher. Die Therapie, als TRG035 bekannt, richtet sich gegen ein Protein, das in Mäusen die Zahnbildung begrenzt, und das Team plant nun, in Japan Phase-II-Studien durchzuführen, mit dem Ziel, die Behandlung bis 2030 verfügbar zu machen.
Die wissenschaftliche Grundlage lieferte eine 2021 in Scientific Reports veröffentlichte Studie, die zeigte, dass eine lokal auf USAG-1 ausgerichtete Behandlung die Anzahl der Zähne bei Mäusen verändern konnte. Die Forscher stellten fest, dass das USAG-1-Protein das Wachstum von Zähnen bei Mäusen begrenzen kann, sodass die Verhinderung der Bildung dieses Proteins potenziell das Nachwachsen von Zähnen ermöglichen könnte. Das Team entwickelte ein Medikament, um das Protein zu blockieren, und ermöglichte Mäusen erfolgreich, neue Zähne zu bilden. Eine Arbeit aus dem Jahr 2023 in Regenerative Therapy hob die Anti-USAG-1-Antikörper-Arbeit bei Mäusen als möglichen Durchbruch für die Behandlung von Zahnanomalien beim Menschen hervor, während eine neuere Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2026 in Stem Cell Reviews and Reports die Möglichkeit offen ließ, aber vorsichtigere Formulierungen wählte.
Die erste Studie am Menschen mit TRG035 war eine Phase-I-Dosis-Eskalationsstudie mit einer einmaligen Gabe an 30 gesunden erwachsenen Männern im Alter von 30 bis unter 65 Jahren, denen jeweils mindestens ein Backenzahn fehlte. Es wurden fünf Dosierungsstufen von 0,4 mg/kg bis 24,0 mg/kg getestet, wobei die Sicherheit der primäre Endpunkt war. Japans nationales klinisches Studienportal führt die Studie nun als abgeschlossen. Das hinter dem Medikament stehende Unternehmen, Toregem BioPharma, gab ebenfalls an, die inländische Phase-I-Studie abgeschlossen zu haben.
Die anfängliche Zielgruppe sind nicht Erwachsene, die Zähne durch Karies oder Trauma verloren haben, sondern Personen mit angeborener Zahnagenese – insbesondere schwere angeborene Hypodontie oder Oligodontie, Zustände, bei denen Menschen mehrere bleibende Zähne von Geburt an fehlen. Ein im Mai 2026 veröffentlichter, mit Investoren verbundener Bericht beschrieb die anfängliche seltene Erkrankung als angeborenes Fehlen von sechs oder mehr bleibenden Zähnen mit einer Prävalenz von etwa 0,1 Prozent der Bevölkerung. Eine andere Statistik merkt an, dass etwa 1 Prozent der Menschen unter Anodontie leiden, einem genetischen Zustand, der das volle Durchbrechen eines Gebisses verhindert.
Die Technologie-Unternehmensseite legt nahe, dass es bei Verabreichung von Anti-USAG-1 an die „dritte Zahnanlage“ („third dental crest“) möglich sein könnte, bei Erwachsenen einen dritten Zahn wachsen zu lassen. Diese Idee wird durch Forschungsarbeiten gestützt, die darauf hindeuten, dass Menschen bereits den Anfang eines dritten Zahnsatzes im Mund haben, ein Phänomen, das am deutlichsten bei dem 1 Prozent der Menschen mit Hyperdontie sichtbar wird, bei denen zusätzliche Zähne wachsen.
Im Mai 2026 gab Toregem rund 5,3 Millionen US-Dollar (850 Millionen Yen) an Pre-Series-C-Finanzierung bekannt und erklärte, dass seine Gesamtfinanzierung einschließlich Zuschüssen und Subventionen 29 Millionen US-Dollar (4,6 Milliarden Yen) überschritten habe. Das Unternehmen erklärte, dass die neuen Mittel Phase-II-Klinische Studien von TRG035 in Japan und Vorbereitungen für eine zukünftige Entwicklung in den USA unterstützen werden. Während Toregem 2030 als Ziel für die praktische Anwendung nennt, ist dies ein Ziel und keine Zusage. Die Forscher müssen noch zeigen, dass das Medikament einen ordnungsgemäß platzierten, klinisch nützlichen menschlichen Zahn erzeugen kann, der durchbricht, einwächst und funktional ist, ohne neue Probleme zu verursachen.