Weltweit erstes RSV-B-Human-Challenge-Modell zeigt hohe Infektionsraten
hVIVO hat das erste RSV-B-Human-Challenge-Modell entwickelt, um Impfstoffe der nächsten Generation zu unterstützen. Das Modell erzielte eine Infektionsrate von etwa 90 % und eine ausgeprägte symptomatische Erkrankung und übertraf damit das etablierte RSV-A-Modell. Challenge-Studien werden von den Zulassungsbehörden zunehmend akzeptiert, um die Impfstoffentwicklung zu beschleunigen.
Das weltweit erste RSV-B-Human-Challenge-Modell wurde entwickelt und zeigt in einer ersten klinischen Studie hohe Infektionsraten und eine ausgeprägte symptomatische Erkrankung. Das von hVIVO entwickelte Modell soll die Entwicklung von Impfstoffen der nächsten Generation unterstützen, die sowohl gegen die RSV-A- als auch die RSV-B-Stämme sowie gegen hMPV gerichtet sind.
Die meisten Impfstoffe der ersten Generation gegen RSV wurden nur gegen RSV-A-Challenge-Viren getestet, doch das Feld entwickelt sich nun hin zu bivalenten und trivalenten Kandidaten, die RSV-B-Antigene enthalten. Das neue RSV-B-Modell von hVIVO wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen und ein Instrument zur gründlichen Bewertung dieser Kombinationsimpfstoffe bereitzustellen.
Zur Entwicklung des Challenge-Virus sammelte das Unternehmen klinische Isolate von Haushaltskontakten und hospitalisierten Patienten und screente die Kandidaten gegen ein breites Pathogenpanel. Ein geeignetes Isolat wurde anschließend auf GMP-konformen Zelllinien mit minimaler Passage gezüchtet, um eine Adaptation zu vermeiden, gefolgt von umfangreichen Sicherheitstests einschließlich Next-Generation-Sequenzierung. Das resultierende, gemäß GMP hergestellte Virus spiegelt die zirkulierenden Stämme genau wider.
In der ersten klinischen Bewertung erreichte das RSV-B-Modell eine Infektionsrate von etwa 90 % gemäß PCR-Kriterien und erzeugte eine robuste symptomatische Erkrankung mit hohen Raten mittelschwerer bis schwerer Symptome. Im Vergleich zum etablierten RSV-A-Memphis-Modell von hVIVO erzeugte der B-Stamm über alle wichtigen Endpunkte hinweg höhere Krankheitslevel, was auf einen starken translationalen Wert für die Impfstoff- und Antiviralien-Testung hindeutet.
Die Zulassungsbehörden zeigen sich zunehmend aufgeschlossen gegenüber Daten aus Human-Challenge-Studien. Mehrere RSV-Impfstoffe haben beschleunigte Bezeichnungen wie Fast-Track- und Breakthrough-Status erhalten, teilweise auf der Grundlage von Ergebnissen aus Challenge-Studien. Diese Studien können helfen, die Dosisauswahl zu verfeinern, geeignete Endpunkte zu identifizieren und frühe Wirksamkeitssignale zu liefern, um die Entwicklung zu beschleunigen, obwohl sie weiterhin eine Ergänzung zu groß angelegten Feldstudien darstellen und diese nicht ersetzen.