Die Zugabe von Azacitidin und Chidamid zu CHOP verbessert das OS, aber nicht die ORR bei PTCL
Eine Phase-3-Studie zu Azacitidin und Chidamid plus CHOP bei unbehandeltem PTCL zeigte eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens, aber keine signifikanten Verbesserungen der Ansprechrate oder des progressionsfreien Überlebens. Die Studie legt nahe, dass molekulares Profiling zukünftige Therapien leiten könnte.
In einer multizentrischen Phase-3-Studie verbesserte die Zugabe der epigenetischen Wirkstoffe Azacitidin und Chidamid zur CHOP-Chemotherapie (AC-CHOP) bei zuvor unbehandeltem peripherem T-Zell-Lymphom (PTCL) die objektive Ansprechrate (ORR) oder das progressionsfreie Überleben (PFS) nicht signifikant, es wurde jedoch ein signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben (OS) beobachtet. Die Studie umfasste 128 Patienten aus 9 Zentren in China, die entweder AC-CHOP (n=84) oder CHOP allein (n=44) erhielten. Azacitidin wurde in einer Dosis von 200 mg an den Tagen 1-2 und 100 mg an Tag 3 verabreicht, Chidamid 20 mg zweimal wöchentlich. Der AC-CHOP-Arm erreichte eine ORR von 60,7 % und eine vollständige Ansprechrate (CR) von 47,6 %, verglichen mit 54,6 % bzw. 36,4 % im CHOP-Arm, obwohl diese Unterschiede nicht statistisch signifikant waren. Das mediane PFS betrug 10,2 Monate gegenüber 8,4 Monaten (P=0,093). Das mediane OS war mit 46,2 Monaten gegenüber 24,1 Monaten signifikant länger (P=0,023). Die Autoren wiesen jedoch darauf hin, dass die Verbesserung des OS aufgrund von Ungleichgewichten bei den Behandlungen nach Protokoll zwischen den Armen vorsichtig interpretiert werden sollte. Die Sicherheitsprofile waren vergleichbar, wobei hämatologische Toxizität und Infektionen die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren. Die Genomanalyse ergab, dass DNMT3A-Mutationen mit geringeren Ansprechraten assoziiert waren, während IDH2- und TP53-Mutationen mit schlechteren Überlebensergebnissen verbunden waren. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Integration des molekularen Profilings die Risikostratifizierung verbessern und zukünftige biomarker-gesteuerte Strategien bei PTCL unterstützen könnte.