Neuer Bluttest zeigt hohe Genauigkeit bei der Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ein neuer Vier-Marker-Bluttest erkennt Bauchspeicheldrüsenkrebs mit 91,9% Genauigkeit über alle Stadien und 87,5% Genauigkeit für Frühstadien. Der Test kombiniert zwei neu identifizierte Proteine mit bestehenden Biomarkern und kann Krebs von nicht-krebsartigen Erkrankungen unterscheiden. Während er für Bauchspeicheldrüsenkrebs vielversprechend ist, können die meisten Krebsarten noch nicht zuverlässig allein durch Bluttests diagnostiziert werden.

Ein neuer Bluttest könnte die Aussichten für einen der tödlichsten Krebsarten – Bauchspeicheldrüsenkrebs – verändern, indem er ihn viel früher als je zuvor erkennt. Forscher identifizierten zwei bisher unbekannte Proteine im Blut, die in Kombination mit bestehenden Markern die Erkennungsgenauigkeit dramatisch verbesserten. Der Vier-Marker-Test konnte Bauchspeicheldrüsenkrebs in über 90% der Fälle erkennen und schnitt besonders gut sogar in frühen Stadien ab, wenn die Behandlung die besten Erfolgschancen hat.

Von den National Institutes of Health unterstützte Forscher haben einen neuen Bluttest entwickelt, der darauf ausgelegt ist, das duktale Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse zu identifizieren, einen der tödlichsten Krebsarten. Da Bauchspeicheldrüsenkrebs oft erst entdeckt wird, nachdem er fortgeschritten ist, sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt und die Überlebensraten bleiben niedrig. Dieser neue Ansatz, der in Clinical Cancer Research detailliert beschrieben wird, könnte helfen, die Krankheit früher zu erkennen und die Patientenergebnisse zu verbessern.

Bauchspeicheldrüsenkrebs hat eine schlechte Prognose, wobei nur etwa 10% der Patienten länger als fünf Jahre nach der Diagnose leben. Ärzte glauben jedoch, dass die Überlebensrate sich deutlich verbessern könnte, wenn die Krankheit früher erkannt wird, wenn die Behandlung wirksamer ist. Trotzdem gibt es derzeit keine zuverlässigen Screening-Werkzeuge, um Bauchspeicheldrüsenkrebs in seinen frühen Stadien zu erkennen.

Wissenschaftler der University of Pennsylvania Perelman School of Medicine und der Mayo Clinic analysierten Blutproben von Personen mit und ohne Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie bewerteten mehrere Biomarker, darunter Kohlenhydrat-Antigen 19-9 (CA19-9), das üblicherweise zur Überwachung des Behandlungserfolgs verwendet wird, und Thrombospondin 2 (THBS2), einen weiteren zuvor untersuchten Marker. Diese Marker haben einzeln betrachtet Einschränkungen – CA19-9-Werte können bei nicht-krebsartigen Erkrankungen wie Pankreatitis oder Gallengangsobstruktion ansteigen, und einige Menschen produzieren den Marker aufgrund genetischer Unterschiede überhaupt nicht.

Durch die Untersuchung gelagerter Blutproben identifizierten die Forscher zwei zusätzliche Proteine, die bei Menschen mit Frühstadium-Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöht zu sein scheinen: Aminopeptidase N (ANPEP) und polymeric immunoglobin receptor (PIGR). Diese neu identifizierten Biomarker zeigten deutliche Unterschiede zwischen Krebspatienten und gesunden Personen.

In Kombination mit CA19-9 und THBS2 zeigte der Vier-Marker-Panel eine starke Leistung. Er unterschied korrekt Bauchspeicheldrüsenkrebsfälle von Nicht-Fällen in 91,9% der Fälle über alle Stadien, mit einer falsch-positiven Rate von 5% bei Nicht-Fällen. Für Frühstadium-Krebs (Stadium I/II) erkannte der Test 87,5% der Fälle. Ein wichtiger Vorteil des Tests ist seine Fähigkeit, Bauchspeicheldrüsenkrebs von anderen nicht-krebsartigen Bauchspeicheldrüsenerkrankungen zu unterscheiden, einschließlich Pankreatitis, was das Risiko von Fehldiagnosen und unnötiger Besorgnis für Patienten reduziert.

Die Studienergebnisse rechtfertigen weitere Tests in größeren Populationen, insbesondere bei Menschen, bevor sie Symptome zeigen. Solche "prädiagnostischen" Studien würden helfen zu bestimmen, ob der Test als Screening-Werkzeug für Menschen mit hohem Risiko für die Entwicklung der Krankheit basierend auf Familienanamnese, genetischen Screening-Ergebnissen oder persönlicher Vorgeschichte von Bauchspeicheldrüsenzysten oder Pankreatitis verwendet werden könnte.

Während dieser spezifische Test für Bauchspeicheldrüsenkrebs vielversprechend ist, stellen Forscher fest, dass wir derzeit die meisten Krebsarten nicht zuverlässig mit einem Bluttest diagnostizieren können. Ein Hauptgrund ist, dass es oft schwierig ist, zwischen Krebszellen und normalen, gesunden Zellen zu unterscheiden, insbesondere bei Tumoren im Frühstadium. Bluttests können Hinweise darauf geben, ob bestimmte Krebsarten vorhanden sind, indem sie Anomalien in der Blutbildzählung aufdecken, Tumormarker wie prostataspezifisches Antigen identifizieren oder zirkulierende Tumorzellen lokalisieren, die sich von ursprünglichen Tumoren lösen.

Liquid Biopsies stellen einen hochmodernen Ansatz zur Krebserkennung dar, der Blutproben verwendet, um die kleinsten Anzeichen von Krebs im Blut zu erkennen. Diese Tests analysieren zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) – Fragmente von Tumor-DNA, die aus Krebszellen in unser Blut gelangen. Liquid Biopsies können verwendet werden, um Krebs zu diagnostizieren, personalisierte Behandlung zu leiten, zu überprüfen, ob nach der Therapie noch Spuren von Krebs vorhanden sind, und Veränderungen zu verfolgen, während sich Tumore entwickeln. Sie sind viel weniger invasiv als chirurgische Biopsien und können detaillierter als Scans zeigen, was im Körper geschieht.

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References

  1. New blood test could catch pancreatic cancer before it's too late | ScienceDaily · sciencedaily.com
  2. Can blood tests really detect cancer? · theconversation.com
  3. Can a blood test identify cancer ? That Cancer Conversation: Season 4, Episode 4 · news.cancerresearchuk.org