FDA genehmigt einmal monatliche subkutane Dosierung von amivantamab bei EGFR-mutiertem NSCLC
Die FDA hat die einmal monatliche subkutane Gabe von amivantamab in Kombination mit lazertinib zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen EGFR-mutierten NSCLC zugelassen. Daten aus PALOMA-2 zeigten hohe Ansprechraten und keine neuen Sicherheitssignale; PALOMA-3 stützte zudem Vorteile beim Gesamtüberleben gegenüber der intravenösen Verabreichung.
Die U.S. Food and Drug Administration hat am 17. Februar 2026 einen neuen vereinfachten Dosierungsplan mit einmal monatlicher Gabe von RYBREVANT FASPRO (amivantamab and hyaluronidase-lpuj) in Kombination mit oralem lazertinib zur Erstlinienbehandlung von fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit EGFR-Mutation genehmigt. Patientinnen und Patienten können bereits ab Woche 5 auf die monatliche Dosierung umgestellt werden; die klinischen Ergebnisse entsprechen dabei dem zuvor zugelassenen zweiwöchentlichen subkutanen Regime.
Die Zulassung folgt auf die FDA-Genehmigung vom 17. Dezember 2025 für RYBREVANT FASPRO in allen von der FDA zugelassenen Indikationen von RYBREVANT (amivantamab-vmjw). Damit wurde die erste und einzige subkutane Formulierung von amivantamab für Patientinnen und Patienten mit EGFR-mutiertem NSCLC etabliert und der Wechsel von einer lang andauernden intravenösen Infusion zu einer schnellen subkutanen Verabreichung ermöglicht.
Der aktualisierte Dosierungsplan wurde durch Ergebnisse der Phase-2-Studie PALOMA-2 gestützt. Zum Datenschnitt am 24. Oktober 2024 erhielten 77 Teilnehmende in Kohorte 5 subkutanes amivantamab, das zusammen mit hyaluronidase formuliert und als abdominale Injektion verabreicht wurde. Die Dosierung erfolgte in den ersten 4 Wochen wöchentlich, gefolgt von einer Erhaltungsdosierung einmal alle 4 Wochen, während lazertinib 240 mg oral einmal täglich verabreicht wurde.
Die von den Prüfärztinnen und Prüfärzten bewertete objektive Ansprechrate betrug 82 % (95%-KI, 71 %-90 %), und die unabhängige zentrale Überprüfung ergab eine objektive Ansprechrate von 87 % (95%-KI, 77 %-94 %). Die mediane Zeit bis zum Ansprechen lag bei 8,1 Wochen (Spanne 7,0-16,5). Obwohl die mediane Ansprechdauer, das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben zum Zeitpunkt des Datenschnitts noch nicht bestimmbar waren, blieben nach einer Nachbeobachtungszeit von 6,5 Monaten 87 % der Teilnehmenden unter Behandlung.
Verabreichungsbedingte Reaktionen traten bei 12 % der Teilnehmenden auf; dabei wurde nur 1 Ereignis vom Grad 3 oder höher beobachtet. Das monatliche Regime zeigte eine vergleichbare Sicherheit wie die zweiwöchentliche subkutane Dosierung, eine konsistente pharmakokinetische Exposition, und es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert. Die klinischen Ergebnisse wurden als konsistent mit dem zuvor zugelassenen zweiwöchentlichen subkutanen Regime beschrieben.
Die anfängliche Zulassung der subkutanen Formulierung wurde durch die Phase-3-Studie PALOMA-3 gestützt, in die 418 Patientinnen und Patienten mit EGFR-mutiertem fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC nach Progress unter osimertinib und platinbasierter Chemotherapie aufgenommen wurden. Die Studie erreichte beide koprimären pharmakokinetischen Endpunkte und zeigte auf Basis der Parameter Ctrough und AUC eine vergleichbare amivantamab-Exposition zwischen der subkutanen und der intravenösen Formulierung. Das mediane Gesamtüberleben sprach für den subkutanen Studienarm (HR 0,62; 95%-KI, 0,42-0,92; nominales P = 0,02), mit 12-Monats-Überlebensraten von 65 % versus 51 % für die subkutane beziehungsweise intravenöse Verabreichung.
In der Phase-3-Studie MARIPOSA zeigte amivantamab plus lazertinib gegenüber osimertinib in der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen NSCLC mit EGFR-Exon-19-Deletionen oder L858R-Mutationen bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 37,8 Monaten einen statistisch signifikanten Vorteil im Gesamtüberleben, mit einer HR von 0,75 (95%-KI, 0,61-0,92; P = 0,0048), einem im Kombinationsarm noch nicht erreichten medianen Gesamtüberleben und einem medianen Gesamtüberleben von 36,7 Monaten unter osimertinib.