Gedatolisib-Kombinationen übertreffen alpelisibhaltiges Regime bei PIK3CA-mutiertem HR-positivem Brustkrebs
Topline-Ergebnisse der Phase-3-Studie VIKTORIA-1 zeigen, dass Gedatolisib-Kombinationen das progressionsfreie Überleben gegenüber alpelisib plus fulvestrant bei PIK3CA-mutiertem HR-positivem/HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs verbesserten. Auf Basis dieser Daten plant Celcuity die Einreichung eines ergänzenden Zulassungsantrags bei der FDA.
Gedatolisib erzielte in Kombination mit fulvestrant und palbociclib sowie in Kombination mit fulvestrant allein im Vergleich zu alpelisib plus fulvestrant bei Patientinnen und Patienten mit PIK3CA-mutiertem, hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen des progressionsfreien Überlebens. Dies geht aus den Topline-Ergebnissen der Phase-3-Studie VIKTORIA-1 hervor. Auf Grundlage dieser Daten ist die Einreichung eines ergänzenden Zulassungsantrags bei der FDA geplant; weitere regulatorische Einreichungen international sind ebenfalls beabsichtigt.
Die primäre Wirksamkeitsanalyse von VIKTORIA-1 zeigte, dass die Gedatolisib-Triplettherapie im Vergleich zu alpelisib plus fulvestrant bei Patientinnen und Patienten mit PIK3CA-mutierter Erkrankung eine statistisch signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens erreichte. Auch der sekundäre Endpunkt des progressionsfreien Überlebens für die Gedatolisib-Dubletttherapie gegenüber alpelisib plus fulvestrant zeigte im Gedatolisib-Arm eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens, auch wenn dieser Vergleich nicht Teil der primären hierarchischen Testsequenz war.
VIKTORIA-1 ist eine randomisierte, offene klinische Phase-3-Studie zur Bewertung von Wirksamkeit und Sicherheit von gedatolisib in Kombination mit fulvestrant, mit oder ohne palbociclib, bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit HR-positivem/HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs, deren Erkrankung während oder nach einer vorherigen Therapie mit einem CDK4/6-Inhibitor in Kombination mit einem Aromatasehemmer fortgeschritten war. In die Studie wurden Patientinnen und Patienten unabhängig vom PIK3CA-Mutationsstatus aufgenommen; prospektiv definierte separate Kohorten ermöglichten eine unabhängige Analyse nach PIK3CA-Mutationsstatus.
Geeignete Patientinnen und Patienten mit bestätigten PIK3CA-Mutationen wurden im Verhältnis 3:3:1 randomisiert und erhielten entweder die Gedatolisib-Triplettherapie, alpelisib plus fulvestrant oder die Gedatolisib-Dubletttherapie. Die Studie ist vollständig rekrutiert. Weitere Einzelheiten zu Dosierung, Zykluslänge, Stratifizierungsfaktoren, Cross-over-Regelung und weiteren sekundären Endpunkten, darunter Gesamtüberleben und objektive Ansprechrate, sollen bei der vollständigen Datenpräsentation auf der ASCO-Jahrestagung 2026 bekannt gegeben werden.
Laut der Topline-Mitteilung wurden sowohl die Gedatolisib-Triplettherapie als auch die Dubletttherapie als insgesamt gut verträglich beschrieben; die Sicherheitsprofile seien beherrschbar gewesen, und in den Kohorten mit PIK3CA-mutierter Erkrankung seien keine neuen Sicherheitssignale festgestellt worden.
Gedatolisib ist ein in der klinischen Prüfung befindlicher pan-PI3K- und mTORC1/2-Inhibitor. Es handelt sich um einen intravenös verabreichten, ATP-kompetitiven Multi-Target-Inhibitor des PI3K/AKT/mTOR-Signalwegs, der alle vier PI3K-Isoformen der Klasse I sowie mTOR blockiert.
Ein separater Zulassungsantrag für gedatolisib zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit PIK3CA-Wildtyp, HR-positivem/HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs befindet sich auf Grundlage von Daten aus der Wildtyp-Kohorte von VIKTORIA-1 bereits in der vorrangigen Prüfung durch die FDA; das PDUFA-Zieldatum ist der 17. Juli 2026. Während Celcuity auf eine Zulassungsentscheidung der FDA zu gedatolisib bei HER-positivem, HER2-negativem, PIK3CA-Wildtyp- fortgeschrittenem Brustkrebs wartet, richtet das Unternehmen seinen Fokus auf die Einreichung eines ergänzenden NDA auf Basis der Topline-Daten aus einer Kohorte mit PIK3CA-mutiertem Brustkrebs.