Experimentelles Medikament elenagen verdoppelt Überleben in Phase-II-Studie zu Ovarialkarzinom
Das experimentelle Medikament elenagen hat in einer belarussischen Phase-II-Studie mit 30 Patientinnen das mediane Überleben bei Ovarialkarzinom im Vergleich zu gemcitabine allein mehr als verdoppelt. In Kombination mit gemcitabine senkte es zudem das Mortalitätsrisiko um fast 60 %.
Patientinnen mit einer der tödlichsten gynäkologischen Krebsarten hatten in einer Phase-II-Studie in Belarus ein deutlich verbessertes Überleben, wenn ein experimentelles Medikament zu einer Standardbehandlung mit Chemotherapie hinzugefügt wurde, berichten Forschende. Die 30 Frauen in der Studie hatten ein Ovarialkarzinom, das gegen eine platinbasierte Erstlinien-Chemotherapie resistent war, sowie erhöhte Blutspiegel eines Krebsproteins namens CA-125. Alle erhielten die Standardchemotherapie mit gemcitabine, und die Hälfte erhielt zusätzlich elenagen, das von CureLab Oncology entwickelt wird, als einmal wöchentliche intramuskuläre Injektion.
Patientinnen in der elenagen-Gruppe lebten signifikant länger, mit einem medianen Überleben von mehr als 25 Monaten, verglichen mit etwa 13 Monaten unter gemcitabine allein. Die Behandlung mit elenagen verringerte zudem das Mortalitätsrisiko um nahezu 60 %, so die Forschenden. „Mehrere Patientinnen überlebten Jahre über die für dieses Krankheitsstadium erwartete Überlebenszeit hinaus“, erklärten die Forschenden in einer Mitteilung.
Die Behandlung mit elenagen wurde ohne zusätzliche Toxizität und ohne einen spezifischen Biomarker erreicht, erklärte der Studienleiter in einer Mitteilung. Elenagen enthält ein Protein namens p62/SQSTM1, das chronische Entzündungen verringert und eine Immunantwort gegen Tumoren auslöst.
Die Behandlungsintervalle reichten von weniger als einem Monat bis zu mehr als 30 Monaten; zudem zeigte sich eine starke Korrelation zwischen längerer Behandlungsdauer und längerem Überleben nach Absetzen der Therapie. Das Unternehmen teilte mit, größere Studien in den USA zu planen.
Einzelheiten der Studie wurden im International Journal of Gynecologic Cancer veröffentlicht und werden am 27. Februar auf der Tagung der European Society of Gynaecological Oncology in Kopenhagen vorgestellt.