Delaware erwägt Kürzung der GLP-1-Erstattung oder höhere Zuzahlungen aufgrund explodierender Kosten

Der Krankenversicherungsplan für Staatsbedienstete in Delaware erwägt, die Zuzahlungen für GLP-1-Präparate von 32 auf 120 Dollar pro Monat zu erhöhen oder die Erstattung von Abnehmmedikamenten ganz zu streichen, da die Kosten bis 2029 voraussichtlich 211 Millionen Dollar erreichen werden. Eine Entscheidung wird für den 23. Februar 2027 erwartet.

Der State Employee Benefits Committee (SEBC) von Delaware erwägt weitreichende Änderungen bei der Erstattung von GLP-1-Abnehmmedikamenten für Staatsbedienstete, Rentner und deren anspruchsberechtigte Familienangehörige – darunter deutlich höhere Zuzahlungen oder die vollständige Streichung der Erstattung. Der Staat hatte 2023 begonnen, kommerzielle Abnehmpräparate wie Ozempic und Wegovy zu erstatten, doch die Ausgaben sind in die Höhe geschossen, und die Medikamente gehören inzwischen zu den größten pharmazeutischen Kostenposten des Group Health Insurance Plan des Staates.

Laut einer Präsentation auf der SEBC-Sitzung zahlen Mitglieder derzeit 32 Dollar für eine 30-Tage-Lieferung bzw. 64 Dollar für eine 90-Tage-Lieferung. Bei den vorgeschlagenen neuen Zuzahlungen würden diese Beträge auf 120 bzw. 200 Dollar steigen – etwa das Vier- bis Fünffache des aktuellen Satzes. Eine weitere Option wäre die vollständige Streichung der Erstattung dieser Medikamente zur Gewichtsabnahme, was dem Staat Schätzungen zufolge in den nächsten drei Jahren 179 Millionen Dollar einsparen würde. Bei Fortführung der aktuellen Erstattung würde der SEBC zufolge bis 2029 ein Kostenvolumen von knapp 211 Millionen Dollar erreicht.

Eine 30-Tage-Lieferung Ozempic kostet ohne Herstellerrabatte rund 1.000 Dollar. Die Ausschussmitglieder zeigten sich frustriert über die verfügbaren Optionen. Ein Mitglied bezeichnete die vorgeschlagenen höheren Zuzahlungen als „gewissenlos" und wies darauf hin, dass dies für Angestellte mit einem Jahreseinkommen von 25.000 Dollar jährliche Mehrkosten von 1.000 bis 2.000 Dollar bedeuten würde.

Eine weitere vorgestellte Option würde die Abschaffung der vorherigen Genehmigungspflicht (Prior Authorization) im Gegenzug für höhere Herstellerrabatte vorsehen, was die Nettokosten für den Staat senken könnte. Allerdings warnte der Vorsitzende des Ausschusses, dass dies dazu führen könnte, dass die Medikamente ohne ausreichende klinische Überwachung verschrieben werden. Die Gesundheitsministerin von Delaware, Christen Linke Young, schlug vor, der Staat solle versuchen, zusätzliche Rabatte auszuhandeln, und wies darauf hin, dass ein Patent für einen Schlüsselwirkstoff von Ozempic und Wegovy in diesem Jahr in Kanada ausläuft, was Konkurrenten den Marktzutritt ermöglichen könnte.

Der SEBC wird voraussichtlich auf einer Sitzung am 23. Februar 2027 eine Entscheidung über die neuen Erstattungsniveaus treffen.

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References

  1. New bills may cap insulin costs at $35 per month for Americans with commercial insurance · healio.com
  2. Direct-to-Consumer Models for Prescription Drug Coverage: A New Trend in Coverage for GLP-1s · jdsupra.com
  3. Delaware weighs cutting GLP-1 coverage on state plan · spotlightdelaware.org