Corcept sieht sich Wertpapier-Sammelklage wegen Aussagen zum relacorilant-NDA gegenüber

Eine Wertpapier-Sammelklage wirft Corcept vor, Anleger über die regulatorischen Aussichten von relacorilant irregeführt zu haben. Die Klage verweist auf ein Complete Response Letter der FDA, einen Kursrückgang von 50,4 % und die Frist zum 21. April 2026 für Anträge auf Bestellung zum federführenden Kläger.

Gegen Corcept Therapeutics Incorporated und bestimmte Führungskräfte des Unternehmens wurde im Namen von Anlegern, die zwischen 31. Oktober 2024 und 30. Dezember 2025 Corcept-Wertpapiere gekauft oder anderweitig erworben haben, eine Wertpapier-Sammelklage eingereicht. In der Klage wird geltend gemacht, dass die Beklagten wesentlich falsche und irreführende Aussagen gemacht und nicht offengelegt hätten, dass die FDA wiederholt Bedenken hinsichtlich der Angemessenheit der klinischen Evidenz zur Unterstützung des New Drug Application (NDA) für relacorilant bei Hyperkortisolismus geäußert habe.

In der Klage wird vorgetragen, die Beklagten hätten dargestellt, dass die zentralen klinischen Studien zu relacorilant eine „starke Stütze“ für Corcepts New Drug Application bei der FDA seien, und erklärt, sie hätten mit der FDA kommuniziert, seien zuversichtlich hinsichtlich der Einreichung des NDA und sähen keine Hindernisse für eine Zulassung voraus. Gegen Ende des Sammelklagezeitraums hätten die Beklagten Anlegern wiederholt mitgeteilt, dass „relacorilant kurz vor der Zulassung steht“, obwohl laut Klageschrift ein bekanntes wesentliches Risiko bestanden habe, dass Corcepts relacorilant-NDA nicht genehmigt werde.

Laut Klageschrift wurde die Wahrheit am 31. Dezember 2025 bekannt, als Corcept mitteilte, dass die FDA in Bezug auf das NDA für relacorilant als Behandlung für Patienten mit Hyperkortisolismus ein Complete Response Letter übermittelt habe. Das Unternehmen erklärte, die FDA sei „zu dem Schluss gekommen, dass sie ohne zusätzliche Wirksamkeitsnachweise von Corcept keine günstige Nutzen-Risiko-Bewertung für relacorilant vornehmen könne“. Nach dieser Mitteilung fiel der Kurs der Corcept-Stammaktie um $35,40 je Aktie bzw. 50,4 %.

Am 30. Januar 2026 veröffentlichte die FDA eine geschwärzte Kopie des Complete Response Letter. Darin wurden Bedenken dargelegt, wonach die im Rahmen des NDA eingereichten klinischen Studien keine ausreichenden Nachweise für die Wirksamkeit von relacorilant bei der vorgeschlagenen Indikation darstellten. Zudem hieß es, die FDA habe Corcept in Vorgesprächen vor der Einreichung „mehrfach“ auf ihre Bedenken hinsichtlich der Angemessenheit des klinischen Entwicklungsprogramms hingewiesen und das Unternehmen gewarnt, bei Einreichung des Antrags mit „erheblichen Prüfproblemen“ zu rechnen.

Das Verfahren wurde beim U.S. District Court for the Northern District of California im Namen aller Anleger eingereicht, die während des Sammelklagezeitraums Corcept-Stammaktien gekauft oder anderweitig erworben haben. Anleger, die ihre Bestellung zum federführenden Kläger anstreben, müssen bis 21. April 2026 einen entsprechenden Antrag bei Gericht einreichen.

Corcept ist ein Pharmaunternehmen, das sich auf die Entwicklung von Arzneimitteln zur Behandlung schwerer endokrinologischer, onkologischer, metabolischer und neurologischer Erkrankungen konzentriert, indem es die Wirkungen des Hormons Cortisol moduliert. Relacorilant ist einer der führenden neuen Produktkandidaten des Unternehmens und wird für mehrere Indikationen entwickelt, darunter zur Behandlung von Patienten mit Hyperkortisolismus, auch bekannt als Cushing-Syndrom.

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  1. Bronstein, Gewirtz & Grossman LLC Urges Corcept Therapeutics Incorporated Investors to Act · newsfilecorp.com
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