Studie eines chinesischen Krankenhauses: C. albicans am häufigsten bei Candidämie, hohe Sterblichkeit auf der Intensivstation
Eine zehnjährige chinesische Studie mit 387 Candidämie-Patienten ergab, dass C. albicans der häufigste Erreger war, mit einer Sterblichkeitsrate von 33,85 %. Aufenthalte auf der Intensivstation, höheres Alter und Nierenversagen erhöhten das Risiko, während eine C.-parapsilosis-Infektion und eine antimykotische Therapie schützend wirkten.
Eine zehnjährige retrospektive Analyse an einem Krankenhaus der Tertiärversorgung in Ostchina ergab, dass Candida albicans weiterhin die häufigste Ursache für Candida-Blutstrominfektionen ist, mit einer Gesamtkrankenhaussterblichkeit von 33,85 Prozent und der Intensivstation (ICU) als häufigstem Aufenthaltsort der Patienten.
Die Studie, die 387 stationäre Patienten mit Candidämie von 2015 bis 2024 untersuchte, berichtete eine kumulative Inzidenz von 0,214 pro 1.000 stationären Patienten. Die Intensivstation machte 55,30 Prozent der Fälle aus. C. albicans war der vorherrschende Erreger (31,27 Prozent), gefolgt von Candida glabrata (25,58 Prozent), dem Candida-parapsilosis-Komplex (21,44 Prozent) und Candida tropicalis (18,60 Prozent).
Eine stationsspezifische Analyse zeigte, dass C. albicans am häufigsten auf der Intensivstation (34,11 Prozent) und auf Infektionsstationen (50,00 Prozent) vorkam, während C. glabrata auf urologischen (52,17 Prozent) und pankreaschirurgischen Stationen (41,18 Prozent) vorherrschte. In der Hämatologie war C. tropicalis der Haupterreger (66,67 Prozent).
Die meisten C.-albicans- und C.-parapsilosis-Isolate waren empfindlich (> 90 Prozent) gegenüber allen neun getesteten Antimykotika. C. tropicalis zeigte eine relativ hohe Resistenz oder Nicht-Wildtyp-Muster (18,06 Prozent bis 69,44 Prozent) gegenüber vier Azolen, darunter 27,78 Prozent Kreuzresistenz gegen Fluconazol und Voriconazol.
Unabhängige Risikofaktoren für die Krankenhaussterblichkeit waren ein Alter von 63 Jahren oder älter (HR = 1,530), Aufnahme auf die Intensivstation (HR = 2,005) und akutes oder chronisches Nierenversagen (HR = 1,849). Eine Infektion mit dem C.-parapsilosis-Komplex (HR = 0,456) und der Erhalt einer antimykotischen Therapie (HR = 0,313) waren mit einem geringeren Sterblichkeitsrisiko verbunden.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit maßgeschneiderter Behandlungs- und Präventionsstrategien basierend auf lokalen Erregerprofilen, antimykotischer Empfindlichkeit und spezifischen Mortalitätsrisikofaktoren.