Studie identifiziert CXCL11 als Treiber endokriner Resistenz bei einigen Brustkrebsarten

Eine in The Journal of Clinical Investigation veröffentlichte Studie zeigt, dass CXCL11 zur endokrinen Resistenz bei einigen hormonrezeptorpositiven Brustkrebserkrankungen beitragen könnte. Den Forschenden zufolge weisen ED-resistente Tumoren eine verstärkte Immun-Signalgebung auf und könnten besser auf Immuntherapien ansprechen.

Bis zu 20 % der hormonrezeptorpositiven Brustkrebserkrankungen sprechen nicht auf antiöstrogene Therapien an, und eine in The Journal of Clinical Investigation veröffentlichte Studie legt nahe, dass CXCL11, ein von Immunzellen innerhalb dieser Tumoren ausgeschüttetes Protein, dazu führt, dass sie auch ohne Östrogen weiter wachsen. Der Studie zufolge weisen diese Ergebnisse auf neue therapeutische Strategien hin, um Resistenzen zu überwinden und die Behandlungsergebnisse für Patientinnen zu verbessern. Die Forschenden erklärten zudem, dass ED-resistente Tumoren offenbar deutlich mehr T-Zellen aufweisen und möglicherweise besser auf Immuntherapien ansprechen.

Nahezu 80 % der Brustkrebserkrankungen sind hormonrezeptorpositiv und damit für ihre Vermehrung und ihr Überleben auf Östrogen angewiesen. Die Behandlung dieser Krebsarten beruht in der Regel darauf, ihnen Östrogen auf unterschiedliche Weise zu entziehen, etwa durch Medikamente, die die Östrogenproduktion hemmen. Obwohl diese Therapien das Überleben bei Brustkrebs deutlich verbessert haben, spricht eine Untergruppe hormonrezeptorpositiver Tumoren nicht darauf an, was häufig dazu führt, dass sie nach anderen Behandlungen, darunter Operation und Strahlentherapie, erneut auftreten.

Um zu untersuchen, warum diese Krebsarten antiöstrogenen Therapien widerstehen, analysierten die Forschenden 173 Tumorproben vom Vanderbilt University Medical Center, von UT Southwestern und von Parkland Health. Sie verglichen jene, die auf eine östrogenentziehende Behandlung ansprachen, mit jenen, die resistent geworden waren. Die Forschenden fanden in den resistenten Tumoren einen signifikanten Anstieg der Genexpression in verschiedenen Immun-Signalwegen, was auf das Vorhandensein von Immunzellen innerhalb des Tumors, etwa B-Zellen und T-Zellen, sowie auf eine Zunahme immunbezogener Aktivität in den Krebszellen selbst hindeutet.

Weitere Experimente identifizierten dieses Signal als CXCL11, ein von Immunzellen ausgeschüttetes Protein, das T-Zellen rekrutiert, um Tumoren und Infektionen zu bekämpfen. Als die Forschenden hormonrezeptorpositive Brustkrebszellen ohne Östrogen kultivierten – ein Zustand, in dem sie normalerweise schlecht wachsen –, gediehen die Zellen nach Zugabe von CXCL11. Ähnliche Ergebnisse fanden sie, als sie Brustkrebszellen gemeinsam mit T-Zellen kultivierten.

Die Ergebnisse legen nahe, dass T-Zellen innerhalb hormonrezeptorpositiver, ED-resistenter Tumoren ein zweischneidiges Schwert sind. Obwohl das von ihnen produzierte CXCL11 das Krebswachstum antreibt, ruft es zugleich T-Zellen an den Tumorort, die potenziell gegen den Krebs wirken könnten. Hormonrezeptorpositive Brustkrebserkrankungen gelten seit Langem als immunologisch „kalt“, doch während ED-sensitive Tumoren diesem Muster entsprechen, scheinen ED-resistente Tumoren deutlich mehr T-Zellen aufzuweisen.

Die Forschenden erklärten, sie wollten in einer künftigen klinischen Studie prüfen, ob diese Tumoren möglicherweise besser auf Immuntherapien ansprechen. Zudem sagten sie, dass Ärztinnen und Ärzte CXCL11 künftig möglicherweise als Biomarker nutzen könnten, um anzuzeigen, welche hormonrezeptorpositiven Brustkrebserkrankungen auf Immuntherapien ansprechen könnten.

Die Studie wurde vom National Cancer Institute, dem Department of Defense, dem Cancer Prevention and Research Institute of Texas, der Susan G. Komen Breast Cancer Foundation und der Breast Cancer Research Foundation finanziert.

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References

  1. Free UH Cancer Center workshop to explore how clinical trials save lives · hawaii.edu
  2. Study Identifies Why Some Breast Cancers Evade Treatment · cancerhealth.com
  3. UH researcher joins $3.2 million effort to develop promising new breast cancer treatment · eurekalert.org