Mehrere Studien verknüpfen beschleunigtes biologisches Altern mit steigenden Frühform-Krebserkrankungen in jüngeren Generationen

Zwei in Nature Medicine und Military Medical Research veröffentlichte Studien verknüpfen das beschleunigte biologische Altern jüngerer Generationen mit steigenden Raten von Krebserkrankungen im jüngeren Alter. Die Forscher fanden heraus, dass in jüngeren Jahrzehnten geborene Personen größere Diskrepanzen zwischen ihrem chronologischen und biologischen Alter aufweisen, was mit höheren Risiken für Lungen-, Magen-Darm- und Gebärmutterkrebs einhergeht. Eine separate globale Analyse identifizierte sechs Krebsarten, die bei jüngeren Erwachsenen nun schneller zunehmen als in älteren Bevölkerungsgruppen.

Zwei in Fachzeitschriften veröffentlichte Majorstudien haben ergeben, dass jüngere Generationen biologisch schneller altern als ihre Vorgänger, und dass dieses beschleunigte Altern mit steigenden Raten von Krebserkrankungen im jüngeren Alter verbunden ist. In einer separaten globalen Analyse wurden sechs Krebsarten identifiziert, die bei jüngeren Erwachsenen nun schneller zunehmen als in älteren Bevölkerungsgruppen.

Eine am 22. Juni in der Zeitschrift Nature Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass jüngere Erwachsene mit einem älter als erwarteten biologischen Alter ein höheres Risiko für Krebserkrankungen der Lunge, des Magen-Darm-Trakts und der Gebärmutter im jüngeren Alter entwickeln. Die von Wissenschaftlern der Washington University School of Medicine geleitete Forschung analysierte Daten von über 154.000 Erwachsenen aus der UK Biobank und über 10.000 Personen des US-amerikanischen Forschungsprogramms All of Us des National Institutes of Health.

Zur Messung des biologischen Alters verwendeten die Forscher etablierte Alternsuhr-Modelle, darunter PhenoAge, der neun Blutbiochemie-Marker wie Albumin und Kreatinin bewertet, sowie die Klemera-Doubal-Methode. Sie untersuchten sowohl das systemische Altern des gesamten Körpers als auch das organspezifische Altern einzelner Organe und nutzten Blutproteom-Daten, um das biologische Altern in bestimmten Organsystemen zu schätzen.

Die Analyse zeigte ein beunruhigendes Muster: UK-Biobank-Teilnehmer, die zwischen 1965 und 1974 geboren wurden, wiesen systemische Alternswerte auf, die bei gleichem chronologischem Alter etwa 0,23 Standardabweichungen höher lagen als bei den zwischen 1950 und 1954 Geborenen. Ein ausgeprägteres Muster zeigte sich in der All-of-Us-Kohorte, wo Personen, die zwischen 1990 und 1999 geboren wurden, Alterslücken aufwiesen, die etwa 0,92 Standardabweichungen höher lagen als bei den zwischen 1965 und 1969 Geborenen.

Die Forscher stellten fest, dass Teilnehmer mit größeren Alterslücken eher solide Krebserkrankungen im jüngeren Alter entwickelten. Der Zusammenhang war am stärksten für Lungen-, Magen-Darm- und Gebärmutterkrebs. Die Studie identifizierte zudem organspezifische Verknüpfungen: Ein Immunsystem, das älter schien als sein tatsächliches Alter, war mit Lungenkrebs im jüngeren Alter assoziiert, während Fettgewebe, das älter schien als sein chronologisches Alter, mit Darmkrebs im jüngeren Alter in Verbindung stand.

„Unser ultimatives Ziel ist es, zu entschlüsseln, wie moderne Umwelten biologisch verankert werden und so das Krebsrisiko treiben, um die Prävention von breiten Empfehlungen zu personalisierten Interventionen zu transformieren", sagte die leitende Forscherin der Studie, eine molekulare Epidemiologin und außerordentliche Professorin an der WashU Medicine.

Eine separate im Journal Military Medical Research veröffentlichte globale Studie analysierte Krebsdaten von 2000 bis 2017 und identifizierte 13 Krebsarten, die bei Erwachsenen unter 50 Jahren in mindestens 10 Ländern zunehmen. Sechs Krebsarten — Darm-, Gebärmutterhals-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata-, Nierenkrebs und multiples Myelom — stiegen bei jüngeren Erwachsenen in mindestens fünf Ländern schneller an als bei älteren Erwachsenen.

Darmkrebs rückte besonders in den Fokus, wobei bereits 10 Prozent der weltweiten Fälle bei unter 50-Jährigen auftreten. Schätzungen zufolge wird die Inzidenz von Darmkrebs bei 20- bis 34-Jährigen bis 2030 um 90 Prozent steigen und bei 35- bis 49-Jährigen um 46 Prozent. Zwei Arten — Darm- und Gebärmutterkrebs — wurden in mehreren Ländern bei jüngeren Erwachsenen sowohl häufiger als auch tödlicher.

Die leitende Autorin der Studie, eine Pathologielehrkraft an der Harvard Medical School und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, merkte an, dass „Einflüsse wie Fettleibigkeit, westliche Ernährung oder ein sitzender Lebensstil sich möglicherweise auf jüngere Bevölkerungsgruppen verlagert haben." Der Anstieg von Krebs bei jüngeren Erwachsenen war eng mit steigenden Raten von Fettleibigkeit verbunden und stieg am schnellsten in wohlhabenden Nationen.

Als Reaktion auf diese Trends wurden Screening-Richtlinien in mehreren Ländern angepasst. In den Senkte der US Preventive Services Task Force 2021 das empfohlene Alter für den Beginn des Darmkrebs-Screenings von 50 auf 45 Jahre und senkte 2024 das empfohlene Alter für das Brustkrebs-Screening von 50 auf 40 Jahre.

Die Forscher stellten fest, dass es für einige Krebsarten, darunter Schilddrüsen-, Prostata- und Nicht-Melanom-Hautkrebs, trotz steigender Inzidenz keinen Anstieg der Mortalität gab, was darauf hindeutet, dass verbessertes Screening mehr Fälle früh genug erkennt, um sie behandeln zu können. Eine im Nature-Medicine-Studie zitierte Arbeit aus dem Jahr 2023 legte jedoch nahe, dass die Diagnosen von Krebs im jüngeren Alter weltweit zwischen 1990 und 2019 um 25 Prozent gestiegen sind.

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References

  1. Rise in cancer in younger adults may be explained by faster 'biological aging,' early study hints · livescience.com
  2. Faster aging in younger generations linked to rise in early-onset cancer - WashU Medicine · medicine.washu.edu
  3. Six cancers rising faster in younger adults than older ones - Harvard Gazette · news.harvard.edu