Globale Analyse zeigt zunehmende Ungleichheiten bei Magenkrebs mit frühem Erkrankungsbeginn
Eine globale Analyse zu Magenkrebs mit frühem Erkrankungsbeginn zeigt, dass die Sterblichkeit von 1990 bis 2021 weltweit jährlich um 2,9 % sank, während sich die Unterschiede zwischen Regionen mit hohem und niedrigem Einkommen vergrößerten. Im Jahr 2021 entfielen weltweit rund 125.000 Neuerkrankungen, 78.000 Todesfälle und 3,86 Millionen DALYs auf diese Erkrankung.
Magenkrebs mit frühem Erkrankungsbeginn – definiert als vor dem 50. Lebensjahr diagnostizierte Fälle – weist trotz eines weltweiten Rückgangs der Sterblichkeit weiterhin zunehmende Ungleichheiten zwischen Regionen mit hohem und niedrigem Einkommen auf. Eine umfassende globale Analyse zu Magenkrebs mit frühem Erkrankungsbeginn von 1990 bis 2021 auf Basis von Daten der Global Burden of Disease 2021 ergab einen jährlichen Rückgang der globalen Sterblichkeit um 2,9 %, stellte jedoch fest, dass sich die Ungleichheiten zwischen Regionen mit hohem und niedrigem Einkommen vergrößern.
Im Jahr 2021 wurden weltweit etwa 125.000 neue Fälle von Magenkrebs mit frühem Erkrankungsbeginn, 78.000 Todesfälle und 3,86 Millionen behinderungsbereinigte Lebensjahre registriert. Die Inzidenz erreichte ihren Höchstwert bei Personen im Alter von 45 bis 49 Jahren; bei Männern war die Prävalenz höher, während Frauen unter 30 Jahren ein größeres Sterblichkeitsrisiko aufwiesen.
Die altersstandardisierten Inzidenz- und Sterblichkeitsraten gingen zwischen 1990 und 2021 weltweit zurück, insbesondere in Ostasien und Europa. In mehreren Ländern in Subsahara-Afrika stiegen die Raten jedoch an.
Rauchen und eine salzreiche Ernährung wurden als wichtigste Risikofaktoren identifiziert und waren jeweils für 7,1 % bzw. 7,7 % der behinderungsbereinigten Lebensjahre verantwortlich. In Ostasien und Mitteleuropa machte Rauchen mehr als 10 % der DALYs aus, während sich eine salzreiche Ernährung weltweit durchgängig auswirkte.
Der Studie zufolge standen die Unterschiede in engem Zusammenhang mit der sozioökonomischen Entwicklung: Regionen mit hohem Einkommen erzielten durch Screening und Gesundheitsaufklärung stetige Rückgänge, während Regionen mit niedrigem Einkommen aufgrund eines eingeschränkten Zugangs zur Gesundheitsversorgung und des Bevölkerungswachstums mit einer zunehmenden Belastung konfrontiert waren. Prognosen deuten auf einen anhaltenden weltweiten Rückgang bis 2040 hin, allerdings bei fortbestehenden Ungleichheiten.
Für die Analyse wurden Bayesian age–period–cohort modeling und Joinpoint-Regression verwendet, um die globale Belastung durch Magenkrebs mit frühem Erkrankungsbeginn in 204 Ländern zu bewerten. Die Ergebnisse wurden in Cancer Biology & Medicine veröffentlicht.