Pipeline-Wachstum und Dividendenhistorie von AbbVie locken langfristige Investoren

AbbVie hat den Übergang von der Humira-Abhängigkeit zu einem Wachstum vollzogen, das vor allem durch Skyrizi und Rinvoq getragen wird, und gleichzeitig seine jahrzehntelange Dividendenserie fortgesetzt. Durch umfangreiche Akquisitionen hat das Unternehmen seine Pipeline auf rund 90 Programme ausgebaut, von denen viele bereits in fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsphasen sind.

AbbVie hat eine der schwierigsten Patentklippen der Pharmaindustrie erfolgreich gemeistert und den Übergang von der starken Abhängigkeit von Humira hin zu einem robusten Wachstum vollzogen, das von zwei Immunologie-Blockbustern, Skyrizi und Rinvoq, getragen wird. Der Umsatz von Humira fiel aufgrund der Konkurrenz durch Generika von 21,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf nur noch 4,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025, doch die Gesamterlöse von AbbVie waren 2025 besser denn je.

Der Umsatz des Unternehmens stieg 2025 um 8,6% auf 61,2 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn je Aktie aufgrund von Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Akquisitionen um 1,3% auf 2,36 US-Dollar sank. 2025 verfügte das Unternehmen über 10 Therapien mit einem Jahresumsatz von mindestens 1 Milliarde US-Dollar. Die Bruttomarge lag im vierten Quartal bei 72,6%.

AbbVie wurde 2013 von Abbott Laboratories abgespalten und zählt heute gemessen an der Marktkapitalisierung zu den drei größten Gesundheitsunternehmen der Welt. Das Unternehmen ist seit 1888 im Geschäft, ursprünglich als Teil von Abbott. Rechnet man die Zeit als Teil von Abbott Laboratories mit, hat AbbVie seine Dividende 54 Jahre in Folge erhöht, darunter eine Steigerung um 5,5% in diesem Jahr, und gilt damit als „Dividend King“. Seit der Abspaltung von Abbott im Jahr 2013 hat AbbVie seine Ausschüttungen um mehr als 330% erhöht. Beim aktuellen Aktienkurs liegt die Dividendenrendite bei rund 2,8% und damit bei mehr als dem Doppelten der durchschnittlichen Rendite des S&P 500. Die erwartete Dividendenrendite (forward dividend yield) beträgt 3,1%.

Das Unternehmen hat aggressiv in Übernahmen investiert, um seine Pipeline auszubauen. Im Januar legte es 650 Millionen US-Dollar für einen vielversprechenden Onkologie-Wirkstoff, RC148, auf den Tisch, der vom chinesischen Pharmaunternehmen RemeGen entwickelt wurde. RC148 ist eine bispezifische Therapie der nächsten Generation, die zur Behandlung verschiedener fortgeschrittener solider Tumoren konzipiert ist. Im Februar 2024 gab AbbVie mehr als 10 Milliarden US-Dollar aus, um ImmunoGen zu übernehmen, und erhielt damit Elahere, eine Therapie gegen platinresistenten Eierstockkrebs. Im August 2024 kaufte das Unternehmen Cerevel Therapeutics für 8,7 Milliarden US-Dollar und erhielt damit zwei Neuro­wissenschafts-Therapien im klinischen Entwicklungsstadium: emraclidine, ein potenziell best-in-class Antipsychotikum gegen Schizophrenie, und tavapadon gegen die Parkinson-Krankheit. Im Dezember 2024 gab AbbVie 1,4 Milliarden US-Dollar aus, um Aliada Therapeutics wegen seiner Therapien gegen die Alzheimer-Krankheit zu übernehmen.

AbbVie verfügt inzwischen über mehr als 90 Wirkstoffe in seiner Pipeline, von denen sich zwei Drittel in Studien der mittleren oder späten Phase befinden. Rund 60 der etwa 90 Programme in der klinischen Entwicklung sind entweder in Studien der mittleren oder späten Phase.

Die Food and Drug Administration hat Venclexta in Kombination mit acalabrutinib als Erstlinientherapie für Erwachsene mit chronischer lymphatischer Leukämie und kleinem lymphozytischem Lymphom zugelassen. Es handelt sich um die erste vollständig orale, zeitlich fest begrenzte Behandlung (fixed-period treatment) für diese Patientengruppe. AbbVie entwickelte Venclexta in Partnerschaft mit Genentech, einer Tochtergesellschaft von Roche.

Die Aktien von AbbVie haben in den vergangenen fünf Jahren um etwas mehr als 114% zugelegt, die Gesamtrendite des Unternehmens in diesem Zeitraum liegt jedoch bei über 160%. Die Aktie hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt.

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References

  1. AbbVie : The Only Big Pharma Stock I'd Consider a Buy‑and‑Never‑Sell | The Motley Fool · fool.com
  2. 1 Reason I'm Never Selling AbbVie Stock | The Motley Fool · fool.com
  3. 1 Reason I'm Never Selling AbbVie Stock - Nasdaq · nasdaq.com