Höhere Sterblichkeit bei Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel nach Krebsdiagnose

Laut einer Studie mit 802 Krebsüberlebenden ist ein höherer Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel nach der Krebsdiagnose mit einer erhöhten Gesamt- und krebsspezifischen Sterblichkeit assoziiert – unabhängig von der allgemeinen Ernährungsqualität. Während einer medianen Nachbeobachtungszeit von 14,6 Jahren traten 281 Todesfälle auf; Entzündungsmarker und Ruheherzfrequenz schwächten den Zusammenhang zur Gesamtmortalität um etwa 40 Prozent ab.

Ein höherer Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel (UPF) nach einer Krebsdiagnose ist mit erhöhten Raten der Gesamtmortalität und der krebsspezifischen Mortalität assoziiert – unabhängig von der Ernährungsqualität –, wie aus einer am 4. Februar online in Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlichten Studie hervorgeht. In der Studie wurden 802 Männer und Frauen aus der Moli-sani Study mit einer früheren Krebsdiagnose longitudinal analysiert, um den Zusammenhang zwischen UPF-Konsum nach der Diagnose und Mortalität zu untersuchen.

Daten zur Nahrungsaufnahme wurden zu Studienbeginn erhoben und im Mittel 8,4 Jahre nach der Diagnose bewertet. Die Gesamtqualität der Ernährung wurde anhand des Mediterranean Diet Score (MDS) beurteilt. Die Forschenden stellten fest, dass während einer medianen Nachbeobachtungszeit von 14,6 Jahren 281 Todesfälle auftraten.

Multivariat (einschließlich MDS) adjustierte Hazard Ratios für einen höheren UPF-Konsum (höchstes vs. niedrigstes Tertil) betrugen 1,48 bzw. 1,57 für die Gesamtmortalität bzw. die krebsspezifische Mortalität. Die Assoziationen zwischen UPF und Gesamtmortalität wurden durch Entzündungsmarker und Werte der Ruheherzfrequenz gemeinsam um etwa 40 Prozent abgeschwächt.

„Dass der Zusammenhang zwischen ultraverarbeiteten Lebensmitteln und dem Tod durch alle Ursachen selbst nach Adjustierung für die Gesamtqualität der Ernährung bestehen blieb, legt nahe, dass die negativen gesundheitlichen Effekte nicht allein durch ungünstige Nährstoffprofile erklärt werden, sondern dass Umfang und Art der industriellen Lebensmittelverarbeitung selbst eine unabhängige Rolle bei der Beeinflussung langfristiger Gesundheitsergebnisse spielen“, sagte eine Forscherin bzw. ein Forscher in einer Stellungnahme.

Die Rekrutierungsphase der Moli-sani Study wurde teilweise durch Forschungsfördermittel der Pfizer Foundation unterstützt.

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References

  1. Mortality Increased With Ultraprocessed Food Consumption After Cancer Diagnosis · pulmonologyadvisor.com
  2. Proximity to nuclear power plants associated with increased cancer mortality - EurekAlert! · eurekalert.org
  3. Mortality Increased With Ultraprocessed Food Consumption After Cancer Diagnosis · renalandurologynews.com