Tuberkulöse Meningitis bleibt häufigste ZNS-Infektion bei Erwachsenen auf den Philippinen

Eine retrospektive Studie an 184 Erwachsenen mit Infektionen des zentralen Nervensystems auf den Philippinen ergab, dass die tuberkulöse Meningitis die häufigste Ursache ist. Häufige Symptome waren Fieber, Kopfschmerzen und neurologische Defizite; die CSF-Kultur-Ausbeute betrug nur 25 %. Die Ergebnisse fordern aktualisierte lokale Leitlinien angesichts zunehmender antimikrobieller Resistenzen.

Eine retrospektive Studie an 184 erwachsenen Patienten mit Infektionen des zentralen Nervensystems (ZNSI) an einer einzelnen philippinischen Einrichtung ergab, dass die tuberkulöse (TB) Meningitis die häufigste Form ist, wobei Fieber, Kopfschmerzen und neurologische Defizite die vorherrschenden klinischen Manifestationen darstellen.

Die Studie, die von Januar 2017 bis Dezember 2024 durchgeführt wurde, sichtete 357 Krankenakten und schloss 184 Patienten ein, die die Kriterien erfüllten. Die häufigsten Symptome waren Fieber (64,7 %), Kopfschmerzen (43,5 %) und neurologische Defizite (36,4 %). Die Analyse des Liquor cerebrospinalis (CSF) zeigte bei der Mehrheit der Patienten erhöhte Eröffnungsdrücke (≥20 cm H₂O), lymphozytäre Pleozytose, erhöhtes Protein (≥50 mg/dl) und Hypoglykorrhachie (Liquor/Serum-Glukose-Quotient ≤0,5). Die mikrobiologische Liquoranalyse wies jedoch nur eine niedrige Positivitätsrate von 25 % auf, wobei eine Mischung aus bakteriellen, fungalen, viralen und parasitären Erregern identifiziert wurde.

Faktoren wie der frühzeitige Beginn einer Antibiotikatherapie und anspruchsvolle Erreger wurden als Gründe für die niedrige Kulturernte angeführt. Nicht alle Patienten zeigten klassische Liquor-Pleozytose oder Hypoglykorrhachie; mögliche Erklärungen sind eine unzureichende Immunantwort bei immungeschwächten Patienten oder eine frühe Liquorentnahme vor dem Einsetzen einer Entzündungsreaktion.

Die Ergebnisse, die als Poster-Abstract auf dem 47. Jahreskongress der Philippine Society for Microbiology and Infectious Diseases (PSMID) im Jahr 2025 präsentiert wurden, unterstreichen die Notwendigkeit aktueller lokaler Daten. Die aktuellen Leitlinien der Infectious Diseases Society of America (IDSA) zur bakteriellen Meningitis wurden 2004 veröffentlicht und könnten aufgrund zunehmender antimikrobieller Resistenzen und fehlender lokaler epidemiologischer Daten nicht mehr zutreffend sein. Auf den Philippinen bleiben die TB-Meningitis und die bakterielle Meningitis die beiden häufigsten Ursachen für ZNSI, wobei in Südostasien jährlich etwa 10,5 Millionen Menschen betroffen sind. Die Studie betont die Bedeutung einer raschen Antibiotikatherapie, da eine verzögerte Lumbalpunktion oder Drainage in einigen Fällen unvermeidbar ist, um Morbidität und Mortalität zu senken.

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References

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