Studien heben Immunbiomarker und Infiltrationssubtypen für die Prognose beim Osteosarkom hervor
Zwei Studien zum Osteosarkom identifizierten prognostische Immunbiomarker, darunter Serum-sB7-H3 und einen ICI-Score für die Immunzellinfiltration. Beide verknüpften immunologische Merkmale mit Überleben, Metastasierung und dem Ansprechen auf die Behandlung.
Zwei Studien identifizierten prognostische Immunbiomarker und Muster der Immuninfiltration beim Osteosarkom. Eine Studie maß lösliches B7-H3 im peripheren Blut von 100 neu diagnostizierten Osteosarkom-Patienten vor und nach neoadjuvanter Chemotherapie und beurteilte die B7-H3-Gewebeexpression in chirurgischen Präparaten, während eine weitere Studie die Infiltration von Immunzellen anhand von Genexpressions- und klinischen Daten aus den Datenbanken TARGET und GEO charakterisierte und mittels PCA einen prognostischen ICI-Score entwickelte.
In der Biomarker-Studie zeigte die B7-H3-Gewebeexpression signifikante Zusammenhänge mit dem histopathologischen Ansprechen auf die Chemotherapie, wobei der H-Score-Schwellenwert > 75 Patienten mit besonders ungünstiger Prognose identifizierte (p < 0,05). Obwohl keine signifikante Korrelation zwischen der Gewebe- und der zirkulierenden B7-H3-Expression beobachtet wurde, sagten niedrigere Ausgangswerte von sB7-H3 (pre-sB7H3 < 21.2425 ng/mL) ungünstige klinische Verläufe voraus. Durch die Integration der sB7-H3-Spiegel mit etablierten prognostischen Indikatoren, darunter Metastasenstatus und LDH-Spiegel, entwickelte die Studie ein umfassendes Prognosemodell, das eine hohe Vorhersagegenauigkeit für das Überleben zeigte.
Dieselbe Studie ergab, dass die prätherapeutischen sB7-H3-Spiegel signifikant mit guten histologischen Ansprechraten assoziiert waren (p < 0,05). Die longitudinale Überwachung während der Behandlung zeigte, dass dynamische Veränderungen der sB7-H3-Spiegel positiv mit dem Krankheitsfortschreiten korrelierten (p < 0,05) und invers mit guten histologischen Ansprechraten assoziiert waren (p < 0,05). Die Ergebnisse hoben Serum-sB7-H3 als klinisch wertvollen Biomarker beim Osteosarkom hervor, der sowohl zum Zeitpunkt der Diagnose als auch im gesamten Behandlungsverlauf prognostische Informationen liefert.
In der Analyse der Immuninfiltration wurden drei ICI-Subtypen mit unterschiedlichen prognostischen Werten identifiziert. Patienten mit höheren ICI-Scores zeigten ein verbessertes Überleben und waren angereichert an CD8+ T-Zellen, Monozyten, M1-Makrophagen, M2-Makrophagen, aktivierten dendritischen Zellen, ruhenden Mastzellen und aktivierten Mastzellen. Der ICI-Score zeigte in klinischen Kohorten zudem einen signifikanten prädiktiven Wert für Metastasierung und den HUVOS-Grad.
Drei Schlüsselgene — WAS, ARHGAP30 und PARVG — waren mit Metastasierung, Huvos-Grad und makrophagenspezifischer Expression assoziiert und dienten als potenzielle prognostische Biomarker. Der Studie zufolge liefern der ICI-Score und die Schlüsselgene Einblicke in die Tumorheterogenität und potenzielle therapeutische Zielstrukturen, insbesondere hinsichtlich der Modulation der Makrophagenpolarisation und der Verstärkung der Antitumorimmunität; zugleich wurden retrospektive Daten und das Fehlen einer funktionellen Validierung als Einschränkungen genannt.