Melanom-Immuntherapie: Neoadjuvantes Pembrolizumab 71 % pCR, Ipilimumab nach Anti-PD-1 begrenzt

Eine Phase-2-Studie zeigte, dass neoadjuvantes Pembrolizumab bei resektablem desmoplastischem Melanom eine pathologische Komplettremissionsrate von 71 % erreichte. Eine Real-World-Studie ergab, dass Ipilimumab-Monotherapie nach Progression unter Anti-PD-1 beim fortgeschrittenen Melanom eine ORR von 10,8 % und ein medianes OS von 7,6 Monaten erzielte.

Zwei Studien berichteten über Ergebnisse der Immuntherapie beim Melanom. Die Phase-2-Studie SWOG S1512 zeigte, dass neoadjuvantes Pembrolizumab bei Patienten mit chirurgisch resektablem desmoplastischem Melanom eine pathologische Komplettremissionsrate von 71 % erreichte (95 %-KI: 51–87; P<0,001) und damit den vordefinierten primären Endpunkt erfüllte. Eine retrospektive Real-World-Studie zu Ipilimumab-Monotherapie nach Progression unter Anti-PD-1-Therapie beim fortgeschrittenen Melanom ergab eine objektive Ansprechrate von 10,8 % und ein medianes Gesamtüberleben von 7,6 Monaten.

In der SWOG-S1512-Studie erhielten 28 geeignete Patienten mit resektablem desmoplastischem Melanom intravenös Pembrolizumab in einer Dosis von 200 mg alle 3 Wochen über drei Zyklen vor der chirurgischen Resektion. Der primäre Endpunkt war die pathologische Komplettremissionsrate gemäß lokaler pathologischer Begutachtung. Zu den sekundären Endpunkten gehörten klinische Ansprechrate, Gesamtüberleben und behandlungsbedingte Toxizitäten. Nach drei Jahren Nachbeobachtung waren vier Teilnehmer verstorben, keiner davon aufgrund des Melanoms oder behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse. Zwei Patienten (7 %) erlitten behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse vom Grad 3; weitere hochgradige Toxizitäten wurden nicht berichtet.

Die Real-World-Studie umfasste 120 Patienten mit fortgeschrittenem Melanom, die zuvor eine Anti-PD-1-Monotherapie erhalten hatten und anschließend eine Krankheitsprogression entwickelten, woraufhin Ipilimumab als Zweitlinien-Immuntherapie verabreicht wurde. Die objektive Ansprechrate betrug 10,8 % mit 1 (0,8 %) vollständigen und 12 (10 %) partiellen Remissionen; 21 (17,5 %) erreichten eine stabile Erkrankung, und 85 (70,8 %) hatten eine progrediente Erkrankung. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 3 Monate (95 %-KI 2,6–3,7), mit 6- und 12-Monats-PFS-Raten von 29,9 % und 10,9 %. Das mediane Gesamtüberleben betrug 7,6 Monate (95 %-KI 6,2–10,1), mit 1- und 2-Jahres-OS-Raten von 32,39 % und 14,01 %. Männliches Geschlecht und erhöhte Laktatdehydrogenase-Aktivität waren signifikant mit schlechterem PFS und OS assoziiert. Die Studie kam zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit der Ipilimumab-Monotherapie unter Real-World-Bedingungen der in klinischen Studien berichteten ähnlich ist, mit relativ niedrigen ORR-, PFS- und OS-Werten, wobei eine kleine Patientengruppe von der sequenziellen Anti-PD-1/anti-CTLA-4-Therapie profitierte. Die Studie merkte außerdem an, dass die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab bei geeigneten Patienten als Erstlinien-Behandlungsoption angeboten werden sollte.

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References

  1. Arndt Vogel and Jose Tapia: Phase II GLEAM Study Results in Metastatic PDAC - Oncodaily · oncodaily.com
  2. Outcomes of systemic treatment in advanced melanoma after progression on anti–PD-1 therapy · journals.viamedica.pl
  3. High Complete Response Rate with Neoadjuvant Pembrolizumab - EMJ · emjreviews.com