Risikominimierung in der Wirkstoffforschung: Attrition, Target-Auswahl und integrierte Entwicklungsstrategien

Der Erfolg in der Wirkstoffforschung hängt von Target, Modalität und Indikation ab; mehr als zwei Drittel der Programme scheitern in Phase 2. Integrierte Strategien und krankheitsrelevante Modelle helfen, die Attrition zu reduzieren. Ein Lonza-Webinar am 22. April 2026 behandelt CRISPR-Screening.

Die klinische Erfolgsrate und der Zeitrahmen eines Wirkstoffforschungsprogramms hängen stark von Target, Modalität und Indikation ab. Bei Verbindungen, die in Phase 1 eintreten, hat ‚Big Pharma‘ im Vergleich zu Wirkstoffforschungsunternehmen insgesamt eine höhere Wahrscheinlichkeit der Zulassung, und in Phase 2 haben fehlende gewünschte Wirksamkeit oder Sicherheit bereits mehr als zwei Drittel aller Programme beendet.

Die Wahl des Targets ist für jede Wirkstoffforschungs-Kampagne von größter Bedeutung, und kein Target ist ohne Risiko. Targets mit begrenzter Validierung können wertvolle First-in-Class-Chancen für diejenigen bieten, die bereit sind, Risiken einzugehen. Neue Targets können genetisch validiert sein, aber das ist keine Garantie. Best-in-Class-Chancen erfordern einen differenzierten Ansatz; sie können mit einem geringeren biologischen Risiko verbunden sein als First-in-Class-Produkte und mit mehr Wettbewerb, aber sie können auch eine größere Rendite bringen. Selbst großartige Moleküle können mit inhärenten Herausforderungen konfrontiert sein, die auf das Target zurückzuführen sind, wie fehlende Wirksamkeit oder On-Target-Toxizitäten.

Der Erfolg der Target-Validierung und der Lead-Optimierung hängt stark davon ab, wie genau ein biologisches Modell die Komplexität menschlicher Krankheiten nachbildet. Diskrepanzen zwischen experimentellen Umgebungen und klinischer Pathologie führen häufig zu Attrition in späten Phasen der Arzneimittelentwicklung. Ein Webinar, das für Mittwoch, den 22. April 2026, von 11:00 bis 12:00 Uhr Eastern Time geplant ist, wird Strategien zur Integration von Hochdurchsatz-CRISPR-Screens und fortschrittlichen biologischen Modellen erörtern, um Arbeitsabläufe in der Wirkstoffforschung zu beschleunigen. Zu den Themen gehören Kriterien für die Auswahl krankheitsrelevanter Modelle, Hochdurchsatz-CRISPR-Screening-Methoden zur Identifizierung neuer Targets, fortschrittliche In-vitro- und In-vivo-Modelle zur Verbesserung der translationalen Erfolgsaussichten sowie praktische Ansätze zur Abstimmung der Modellauswahl auf Gewebe- und Sicherheitsanforderungen. Das Webinar wird vom Market Development Manager und Associate Director of Market Strategy von Lonza präsentiert.

Einer der kompliziertesten Übergänge in der Arzneimittelentwicklung ist die Überführung eines Moleküls von der Entdeckung zur Kandidatennominierung und GMP-Herstellung. Integrierte Entwicklungsstrategien, die Chemie, Biologie, Pharmakologie, Toxikologie, CMC, regulatorische und fertigungstechnische Expertise kombinieren, sind entscheidend, um Risiken zu minimieren, Termintreue zu wahren und die Erfolgsaussichten einer Therapie zu erhöhen. Fragmentierte Ansätze verursachen häufig unnötige Rückschläge; wenn Teams in Silos arbeiten, gehen entscheidende Erkenntnisse verloren, Überraschungen treten spät auf und Projekte stoppen.

Ein integriertes Modell löst fünf zentrale Entwicklungsfallen: isolierte Daten und nicht aufeinander abgestimmte Teams; Übersehen der translationalen Relevanz; verzögerte Berücksichtigung von Formulierung und Pharmakokinetik; regulatorische Unstimmigkeiten; und Unterschätzung der Herstellungsskalierbarkeit. Zu den Lösungen gehören ein zentrales Datenmanagement, interdisziplinäre Reviews, die Einbeziehung von Überlegungen zur translationalen Medizin in die Kandidatennominierung, prädiktive Modellierung zur Bestimmung der Dosis-Machbarkeit, die Einführung regulatorischer Strategien während der Kandidatenbewertung sowie die Einbindung von Spezialisten für Prozesschemie und Herstellung in die Lead-Auswahl. Durch die Integration von wissenschaftlicher Strenge und operativer Weitsicht können Unternehmen ihre gesamten Entwicklungsinvestitionen schützen, ihre regulatorische Position stärken, die Attrition in späten Phasen minimieren, die GMP-Bereitschaft verbessern und die Zeitpläne bis zum IND verkürzen.

Es gibt zehn FDA-Programme zur Beschleunigung der Wirkstoffforschung. AstraZeneca verbesserte seine Gesamterfolgsquote im Zeitraum 2012–2016 erheblich, indem es sich frühzeitig auf den Nachweis des Wirkmechanismus und der Sicherheit konzentrierte. Biologika wachsen; jedoch stellen Small Molecules weiterhin die größte Wirkstoffmodalität dar.

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References

  1. Bringing the Voice of Clinical Practice and Patients into Drug Development · appliedclinicaltrialsonline.com
  2. Why early integration prevents costly delays in drug development · news-medical.net
  3. Target-Based vs Phenotypic Screening in Drug Discovery | Technology Networks · technologynetworks.com
  4. Selecting disease-relevant models to derisk drug discovery · drugdiscoverynews.com
  5. Target Selection: Lessons From Industry · drughunter.com
  6. Winning in Drug Discovery: Timelines and Attrition Rates by Therapeutic Area, Stage, and Modalities · drughunter.com