Studien zeigen: Depression erhöht Krebssterblichkeit um 23 bis 83 Prozent

Forschungsergebnisse zeigen, dass Depressionen die Krebssterblichkeit um 23–83 % erhöhen können und dass die emotionale Belastung einer Diagnose durch saisonale Stimmungsschwankungen noch verstärkt werden kann. Experten fordern, psychische Gesundheitsunterstützung in die Krebsbehandlung zu integrieren, um die Ergebnisse zu verbessern.

Emotionaler Stress und Depressionen bei Krebspatienten können die Wirksamkeit der Behandlung verringern und das Sterberisiko deutlich erhöhen, wie mehrere Studien zeigen. Eine umfassende Übersichtsarbeit ergab, dass Depressionen die Krebssterblichkeit über verschiedene Krebsarten und -stadien hinweg um 23 bis 83 % erhöhen.

Eine wegweisende Studie von Pinquart & Duberstein aus dem Jahr 2010 wertete 76 frühere Studien aus und fand heraus, dass Depressionen ein signifikant höheres Sterberisiko vorhersagten, selbst nach Kontrolle der Krebsart und des Schweregrads. In einer neueren Übersichtsarbeit, die in GeroScience veröffentlicht wurde, analysierten Ungvari et al. 65 Studien und bestätigten, dass Depressionen die Sterblichkeitsrate von Krebspatienten um 23 bis 83 % erhöhten.

Die Beziehung zwischen Krebs und Depression kann einen negativen wechselseitigen Interaktionskreislauf erzeugen: Die Krankheit löst Depressionen aus, die wiederum die Fähigkeit des Körpers schwächen, den Krebs zu bekämpfen, was die Ergebnisse möglicherweise verschlechtert. Trotz der Beweislage werden die emotionalen Bedürfnisse von Krebspatienten von medizinischem Fachpersonal oft übersehen, das möglicherweise annimmt, dass die Behandlung des Krebses die Depression beheben wird.

Saisonale Faktoren können die Belastung noch erhöhen. Für Menschen mit Krebs können kürzere, dunklere Wintertage zu einer saisonalen affektiven Störung (SAD) beitragen. Zusätzlich zu den häufigen Depressionssymptomen – wie Gefühlen von Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühlen und Konzentrationsschwierigkeiten – kann SAD übermäßiges Schlafen, übermäßiges Essen und sozialen Rückzug mit sich bringen. Depressionen können den Umgang mit der Krebsbehandlung und die Genesung erschweren, weshalb offene Gespräche über psychische Gesundheit umso wichtiger sind.

Patienten werden ermutigt, mit einem vertrauten Mitglied ihres Gesundheitsteams zu sprechen, um einen Plan für emotionale Unterstützung zu erstellen. Zu den Strategien zur Bewältigung saisonaler Stimmungsschwankungen gehören eine erhöhte Exposition gegenüber natürlichem Licht, die Verwendung einer Lichttherapie-Lampe, sanfte Bewegung und die Inanspruchnahme professioneller Therapie, auch von Anbietern, die auf Krebspatienten spezialisiert sind. Online-Communities und Patientenorganisationen können ebenfalls dabei helfen, Patienten mit Ressourcen und Unterstützung durch Gleichgesinnte zu verbinden.

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References

  1. Cancer Can Be Emotionally as Well as Physically Devastating - Psychology Today · psychologytoday.com
  2. Proactive telehealth program helps cancer patients quit smoking - News-Medical.net · news-medical.net
  3. Taboo Topics: When Cold, Dark Days Get You Down - Pancreatic Cancer Action Network · pancan.org