Revolution Medicines: daraxonrasib verlängert Überleben in Phase-3-Studie zu Bauchspeicheldrüsenkrebs
Revolution Medicines zufolge verlängerte daraxonrasib in einer Phase-3-Studie zu Bauchspeicheldrüsenkrebs das mediane Überleben auf 13,2 Monate gegenüber 6,7 Monaten unter Chemotherapie. Das Unternehmen will auf Basis der Daten eine FDA-Zulassung beantragen; ein Commissioner’s National Priority Voucher könnte die Prüfung beschleunigen.
Revolution Medicines teilte mit, dass Patienten mit fortgeschrittenem Pankreasadenokarzinom, die mit der täglichen Tablette daraxonrasib behandelt wurden, in einer Phase-3-Studie ein medianes Überleben von 13,2 Monaten erreichten, verglichen mit 6,7 Monaten bei Patienten, die eine Standardchemotherapie erhielten. Das Unternehmen erklärte, es wolle die Daten nutzen, um eine Zulassung bei der Food and Drug Administration zu beantragen; zudem habe das Medikament einen Commissioner’s National Priority Voucher erhalten, der das Prüfverfahren beschleunigen soll.
Patienten mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs, die die zielgerichtete Tablette erhielten, lebten fast doppelt so lange wie Patienten unter Chemotherapie – ein bemerkenswertes Ergebnis bei einer besonders tödlichen und schwer behandelbaren malignen Erkrankung. Die Fünfjahresüberlebensrate bei Bauchspeicheldrüsenkrebs liegt im metastasierten Stadium bei rund 5%, und die Diagnose erfolgt häufig erst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien, in denen eine Operation klinisch nicht mehr infrage kommt.
Bei über 90% der Patienten mit der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs liegt eine Mutation in KRAS vor. Daraxonrasib wird als RAS(ON)-Inhibitor beschrieben, der an die aktivierende Bindungstasche von KRAS bindet und es ausschaltet – ein zielgerichteter Therapieansatz nach jahrzehntelanger Arbeit, um herauszufinden, wie RAS therapeutisch adressiert werden kann.
Das FDA-Prüfverfahren dauert in der Regel bis zu 10-12 Monate, nachdem ein Unternehmen einen Zulassungsantrag für ein Medikament eingereicht hat. Der beschleunigte Weg könnte Patienten einen schnelleren Zugang zu einem Medikament ermöglichen, wenn die Daten positiv sind; allerdings gehören potenzielle gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu den bekannten Effekten dieser Arzneimittelklasse, und die Toxizität bleibt ein wichtiger Aspekt.