End-zu-Seit-Anastomose könnte Morbus-Crohn-Rezidiv reduzieren; Belastung durch früh auftretendes kolorektales Karzinom steigt

Eine Studie zeigt, dass die End-zu-Seit-Anastomose bei Morbus Crohn das endoskopische Rezidiv reduzieren könnte, während globale Daten belegen, dass das früh auftretende kolorektale Karzinom bei jungen Erwachsenen die höchste GI-Krebslast aufweist, mit steigender Inzidenz. Beide Studien beleuchten sich verändernde Herausforderungen und Behandlungsmöglichkeiten in der Gastroenterologie.

Zwei neue Studien beleuchten gastrointestinale Erkrankungen: Eine evaluiert eine chirurgische Technik bei Morbus Crohn, die andere untersucht die globale Krankheitslast früh auftretender gastrointestinaler Karzinome.

Eine retrospektive Aktenüberprüfung von 239 erwachsenen Patienten, die sich zwischen 2018 und 2022 an einem Universitätsklinikum einer Ileozökalresektion wegen Morbus Crohn unterzogen, ergab, dass eine End-zu-Seit-Anastomose sicher ist und das endoskopische Rezidiv reduzieren kann. Die in Diseases of the Colon & Rectum veröffentlichte Analyse umfasste 100 Seit-zu-Seit-, 70 End-zu-End-, 63 End-zu-Seit-, 3 Seit-zu-End- und 3 Kono-S-Anastomosen. Das mittlere Patientenalter betrug 41 Jahre, 43,1 % waren Männer und 12 % aktive Raucher.

End-zu-Seit-Anastomosen waren im Vergleich zu anderen Konfigurationen mit einer kürzeren Operationsdauer und weniger intraoperativem Blutverlust assoziiert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 4,71 Tage, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen, und die Gesamtrate der Anastomoseninsuffizienz lag bei 1,7 %, ebenfalls ohne signifikanten Unterschied. Es wurden keine Unterschiede in den Raten venöser Thromboembolien, Lungenembolien, Harnwegs- oder Atemwegskomplikationen beobachtet.

Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 32 Monaten für 179 Patienten trat ein endoskopisches Rezidiv in 5,7 % der End-zu-Seit-Gruppe gegenüber 14,9 % in der Seit-zu-Seit-Gruppe auf, was jedoch keine statistische Signifikanz erreichte. Nach Anpassung für Alter, Geschlecht, Rauchen und Medikamentenexposition waren elektive Operationen und die End-zu-Seit-Konfiguration signifikant mit einer reduzierten Rezidivrate verbunden (Odds Ratio 0,20 bzw. 0,30). Die Autoren weisen darauf hin, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um die End-zu-Seit-Option als rezidivarme Option zu bestätigen.

Eine Analyse der Daten der Global Burden of Disease 2021, veröffentlicht im Journal of Digestive Diseases, zeigt, dass das früh auftretende kolorektale Karzinom 2021 weltweit die höchste Krankheitslast unter den gastrointestinalen Karzinomen bei Menschen im Alter von 15–49 Jahren hatte. Die altersstandardisierte Rate der behinderungsbereinigten Lebensjahre (DALY) betrug 101,37 pro 100.000, gefolgt von früh auftretendem Magenkarzinom (97,73) und Leberkarzinom (73,18).

Während die meisten früh auftretenden GI-Karzinome von 1990 bis 2021 rückläufige Trends bei den altersstandardisierten DALY-Raten aufwiesen, zeigte das früh auftretende Pankreaskarzinom einen leichten Anstieg, und die Inzidenz des früh auftretenden kolorektalen Karzinoms stieg signifikant an (durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung 0,99). Im Jahr 2021 lag die höchste altersstandardisierte Inzidenzrate beim kolorektalen Karzinom (5,37 pro 100.000). Männer hatten eine höhere Krankheitslast durch früh auftretende GI-Karzinome als Frauen, mit Ausnahme von Gallenblasen- und Gallengangskarzinomen. Rauchen war die Hauptursache bei Männern, während erhöhter Body-Mass-Index und Ernährungsfaktoren wichtige Risikofaktoren waren. Schätzungen gehen davon aus, dass das früh auftretende kolorektale Karzinom bis 2040 die höchste Krankheitslast haben wird, mit einer altersstandardisierten DALY-Rate von 94,90 und einer Inzidenz von 5,69 pro 100.000.

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References

  1. End-to-Side Anastomosis Is Safe and Effective for Reducing Disease Recurrence in CD · gastroenterologyadvisor.com
  2. Global Morbidity Gap Increased 21.9 Percent From 1990 to 2023 - Cancer Therapy Advisor · cancertherapyadvisor.com
  3. Early-Onset Colorectal Cancer Among Top 3 Contributors to Global Disease Burden · gastroenterologyadvisor.com