Bristol Myers Squibb-Aktie 25% im Minus – Sorgen wegen Patentablauf belasten
Bristol Myers Squibb steht vor einem erheblichen Patentablauf, da wichtige Blockbuster wie Eliquis und Opdivo zwischen 2027 und 2029 den US-Patentschutz verlieren. Gleichzeitig könnten neuere Produkte wie Cobenfy für Wachstum sorgen, während die Aktie mit weniger als dem 10-Fachen der Gewinne und einer Dividendenrendite von 4,2% bewertet wird.
Bristol Myers Squibb notiert mehr als 25% unter seinem Hoch, da das Unternehmen vor einem steilen Patentablauf („patent cliff“) steht. Generikakonkurrenz ließ den Umsatz mit Revlimid 2025 um 48,9% auf 2,9 Milliarden US-Dollar sinken, während die Sprycel-Umsätze um 61,7% auf 493 Millionen US-Dollar zurückgingen.
Noch dringlicher ist der bevorstehende Patentablauf der Topseller Eliquis und Opdivo, die 2025 zusammen 24,4 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielten – rund die Hälfte des Gesamtumsatzes. Diese Arzneimittel werden zwischen 2027 und 2029 ihren US-Patentschutz verlieren und damit kurz danach den Weg für Generika ebnen.
Bristol Myers Squibb verfügt über ein Wachstumsportfolio mit aufstrebenden Arzneimitteln, dessen Umsätze – ohne Opdivo – 2025 um rund 23% auf 16,3 Milliarden US-Dollar stiegen. Cobenfy ist ein bahnbrechendes antipsychotisches Arzneimittel zur Behandlung der Schizophrenie, das Ende 2024 auf den Markt kam. Der Wirkstoff befindet sich nun in einer Phase-3-Studie zur Behandlung von Psychosen im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit. Ergebnisse werden 2026 erwartet; bei einer späteren Zulassung wäre das Medikament das erste seiner Art.
Schätzungen zufolge könnte Cobenfy bei einer Zulassung durch die Food and Drug Administration (FDA) bis 2030 einen Jahresumsatz von 3,4 Milliarden US-Dollar erreichen.
Der Patentablauf ist vorerst ein langsames Abrutschen, kein Absturz. Prognosen gehen davon aus, dass die Umsätze von 48,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 bis Ende 2027 auf 45,2 Milliarden US-Dollar zurückgehen. Für 2026 werden stagnierende Gewinne erwartet.
Bristol Myers Squibb wird eine Dividende zahlen, derzeit 4,2%. Die Dividende kostet weniger als die Hälfte des Gewinns, ist also ziemlich sicher und kann selbst eine deutliche Schrumpfung des Geschäfts verkraften. Die Aktie wird mit weniger als dem 10-Fachen der Gewinnschätzungen für dieses Jahr gehandelt. Es gibt weiterhin Risiken – etwa die Möglichkeit, dass Cobenfy seine Phase-3-Studie nicht besteht.