Supreme Court hebt Trump-IEEPA-Zölle auf; Pharma-Zölle nach Section 232 bleiben bestehen

Ein 6:3-Urteil des Supreme Court begrenzt die präsidiale Zollkompetenz nach IEEPA und kippt darauf gestützte „Mega-Zölle“. Pharma-Zölle und Untersuchungen nach Section 232 bleiben jedoch bestehen, einschließlich einer 2025 gestarteten Untersuchung zu Importen und Inhaltsstoffen sowie möglicher Abgaben auf markengeschützte Arzneimittel.

Ein 6:3-Urteil des Supreme Court hat eine unbegrenzte präsidiale Zollbefugnis nach dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zurückgewiesen und damit „Mega-Zölle“ sowie weitreichende reziproke Maßnahmen eingeschränkt, nationale sicherheitsbezogene Handelsinstrumente jedoch nicht automatisch berührt. Das Urteil hob IEEPA-Zölle auf, doch pharmazeutische Zölle nach Section 232 bestehen fort, da sie außerhalb des Anwendungsbereichs der Entscheidung liegen.

Die meisten der 2025 diskutierten, besonders prominenten Pharma-Zölle sollten nach Section 232 des Trade Expansion Act und nicht nach IEEPA verhängt werden. Im Frühjahr 2025 leitete das Department of Commerce eine Section-232-Untersuchung zu pharmazeutischen Importen und Inhaltsstoffen ein, um potenzielle Risiken für die nationale Sicherheit zu bewerten. Präsident Trump kündigte anschließend Pläne für einen 100%-Zoll auf markengeschützte oder patentierte pharmazeutische Produkte an, der ausdrücklich mit dieser Untersuchung verknüpft war.

Die Entscheidung des Supreme Court gegen IEEPA betrifft vor allem Mega-Zölle und globale reziproke Maßnahmen, während pharmazeutikaspezifische Maßnahmen, die auf nationaler Sicherheitsautorität beruhen, potenziell weiterhin in Kraft bleiben. Section-232-Zölle auf Stahl und Aluminium sind getrennt zu betrachten und bleiben auch nach dieser Entscheidung bestehen. Ausgehandelte Ausnahmen sowie Handelsabkommen mit dem UK und der EU sollten steuern, wie Section-232-Abgaben auf Arzneimittel angewendet würden – getrennt von den weiter gefassten Notstandsbefugnissen, die zuletzt beschnitten wurden. Das bedeutet: Während einige breit angelegte Importsteuern entfallen, wurden die gezielten Untersuchungen der pharmazeutischen Lieferkette nicht unmittelbar für unwirksam erklärt.

Die Zölle haben in der Branche eine Neuausrichtung hin zur inländischen Produktion ausgelöst, was die globalen Handelsspannungen weiter beschleunigt hat. Große Entwickler haben bereits Milliarden für Reshoring zugesagt, um potenzielle Abgaben abzufedern und die Resilienz der Lieferkette sicherzustellen.

Diese massive Umschichtung von Kapital ist eine Reaktion auf ein Invest-oder-Zoll-Ultimatum, bei dem hohe Abgaben durch den Beginn des Baus von US-Produktionsstätten vermieden werden könnten. Das ist ein entscheidender Wandel, da 90% der Biotech-Unternehmen bei mindestens der Hälfte ihrer zugelassenen Produkte auf importierte Komponenten angewiesen sind. Hohe Kosten haben bereits die Gewinnmargen unter Druck gesetzt und einige Unternehmen dazu gezwungen, Forschung und Entwicklung (R&D) zu verschieben. Während die Gerichtsentscheidung breite Notstandsabgaben begrenzt, bietet Onshoring weiterhin Vorteile wie eine bessere Qualitätskontrolle und weniger Fehlkommunikation. Hersteller priorisieren nun Trade Compliance und die Diversifizierung von Lieferanten, um inländische Kapazitäten mit Flexibilität auszubalancieren. Die Branche setzt sich weiterhin für stabile Rahmenbedingungen ein, um kritische Vorprodukte wie APIs und Excipients zu schützen. Durch Investitionen in inländische F&E sowie lokal hergestellte APIs wollen Unternehmen die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln für die Zukunft stärken.

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References

  1. Big Promises, Long Timelines – Trump's US Pharma Investment Push · insights.citeline.com
  2. Significant Challenges for Emerging Drug Discovery Companies - RamaOnHealthcare · ramaonhealthcare.com
  3. Supreme Court Rejection of Trump Tariffs Has Nuanced Implications for Pharma Importers · pharmtech.com