Phase-III-Daten zu Clascoterone zeigen anhaltenden Haarwuchs; Metabolomik bei Kopfhaut-SD enthüllt Schlüssel-Entzündungsmarker

Cosmo Pharmaceuticals meldet positive 12-Monats-Phase-III-Daten für Clascoterone 5% topische Lösung bei männlicher androgenetischer Alopezie, die anhaltenden Haarwuchs und ein Sicherheitsprofil vergleichbar mit einem Vehikel zeigen. Eine separate Metabolomik-Studie charakterisierte Schlüssel-Entzündungsmarker bei Kopfhaut-seborrhoischer Dermatitis und identifizierte Malassezia-Pilze und bestimmte freie Fettsäuren als zentrale Auslöser der Erkrankung.

Zwei Entwicklungen in der dermatologischen Forschung heben Fortschritte in der Behandlung und dem Verständnis von Kopfhauterkrankungen hervor. Cosmo Pharmaceuticals gab positive 12-Monats-Phase-III-Daten für seine Clascoterone 5% topische Lösung bei männlicher androgenetischer Alopezie (AGA) bekannt, während eine separate Metabolomik-Studie die zugrundeliegenden Schlüsselmolekülveränderungen bei Kopfhaut-seborrhoischer Dermatitis (SD) identifizierte.

Das Phase-III-Programm für Clascoterone, bestehend aus den beiden wegweisenden Studien SCALP 1 und SCALP 2, umfasste 1.465 Probanden an 51 Studienzentren in den USA und Europa und ist damit das größte jemals für eine topische Behandlung bei männlicher androgenetischer Alopezie durchgeführte Phase-III-Klinikprogramm. Die 12-monatige Verlängerungsphase bewertete die langfristige Sicherheit und Dauerhaftigkeit der Wirkung bei Patienten, die in der ersten 6-monatigen Studienphase Ansprecher waren.

Patienten, die die volle 12 Monate mit Clascoterone behandelt wurden, erreichten eine statistisch signifikante 2,39-fache Verbesserung der Haaranzahl im Zielbereich (TAHC) im Vergleich zu Patienten, die sechs Monate mit Clascoterone behandelt und dann ab dem 7. bis zum 12. Monat auf Vehikel umgestellt wurden. Patienten, die bei Clascoterone verblieben, verbesserten sich weiter, während Patienten, die ab dem 7. Monat auf Placebo umgestellt wurden, einen messbaren Rückgang der Haaranzahl erfuhren. Clascoterone-Patienten gewannen mit fortgesetzter Behandlung von Monat 3 bis Monat 12 weiterhin Haare. Probanden, die 12 Monate lang mit Clascoterone behandelt wurden, berichteten über eine statistisch signifikante relative Verbesserung der Behandlungszufriedenheit von +24,5% gegenüber den Vehikel-Gruppen.

Über die gesamte 12-monatige Behandlungsdauer hielt Clascoterone ein Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil, das mit dem des Vehikels vergleichbar war, und es wurden keine signifikanten systemischen hormonellen Nebenwirkungen beobachtet. Diese Ergebnisse stimmen mit der zuvor in früheren klinischen Studien festgestellten vernachlässigbaren systemischen Absorption überein und stützen Clascoterone als langfristige Behandlungsoption, die für eine sichere chronische Anwendung geeignet ist. Das Unternehmen gab an, dass die Vorbereitungen für NDA und MAA laufen und die Einreichung in den USA für Anfang 2027 geplant ist. Clascoterone topische Lösung soll die Androgenrezeptor-Signaling in der Kopfhaut lokal hemmen und gezielt einen der wichtigsten biologischen Auslöser der Follikel-Miniaturisierung angreifen — beschrieben als erster neuartiger Mechanismus seit über 30 Jahren, der die Ursache von Haarausfall direkt bekämpft.

Parallel dazu hat eine Metabolomik-Studie eine neue molekulare Charakterisierung der Kopfhaut-seborrhoischen Dermatitis (SD) geliefert, eines der häufigsten Entzündungszustände der Kopfhaut. Die Kopfhaut-SD betrifft hauptsächlich Erwachsene im Alter zwischen 18 und 40 Jahren und ist durch einen hohen Talgproduktionsgrad, Schuppung und Schälung gekennzeichnet, die mit Juckreiz und Irritation einhergehen. Der Zustand ist oft chronisch mit wechselnden akuten und Remissionsphasen.

Die Studie identifizierte Malassezia-Pilze als Schlüsselrolle bei Ausbruch und Verschlechterung der SD, hauptsächlich durch ihre hohe Lipaseaktivität, die zur Freisetzung reizender freier Fettsäuren durch Hydrolyse von Talg-Triglyceriden führt, die eine entzündliche Hautreaktion auslösen. Olsäure und Arachidonsäure wurden als die Hauptlipide identifiziert, die für die Entzündung bei SD verantwortlich sind. Ein hoher Malassezia-Befall zusammen mit hoher talgiger Sekretion und spezifischen individuellen Faktoren kann das Kopfhaut-Ökosystem stören, die Hautbarrierefunktion beeinträchtigen und Hautentzündungen auslösen.

Die Forschung wurde im Rahmen einer klinischen Bewertung eines Anti-SD-Shampoos durchgeführt, das eine Kombination zweier Antimykotika — Pirocton Olamin und Ciclopirox Olamin — enthält, die synergistisch wirken, zusammen mit einem keratolytischen Wirkstoff (Keluamid) und einem beruhigenden Antioxidationsmittel (β-Glycyrrhetinsäure). Eine randomisierte kontrollierte Studie mit Probanden mit leichter bis mittelschwerer Kopfhaut-SD zeigte eine gute klinische Wirksamkeit und Sicherheit des Shampoos bei Anwendung über ein zweistufiges Kopfhautpflegeprogramm über 10 Wochen, bestehend aus einer Intensivphase von dreimal pro Woche gefolgt von einer Erhaltungsphase von einmal pro Woche.

Die Analyse der Veränderungen des Kopfhautmikrobioms während der Produktanwendung zeigte, dass die Formulierung gezielt zur Wiederherstellung des Gleichgewichts des Kopfhaut-Ökosystems beitrug, belegt durch eine signifikante Abnahme der am häufigsten vorkommenden Malassezia-Pilze sowie eine Wiederbesiedlung der Kopfhaut mit seltenen Pilzgattungen. Die prospektive, multizentrische Metabolomik-Studie (NCT06578962) wurde von November 2020 bis Mai 2021 an zwei Zentren in Frankreich durchgeführt und stellt die erste Untersuchung des Kopfhaut-SD-Metaboloms auf molekularer Ebene dar.

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References

  1. A molecular seesaw drives healthy skin development, Stanford Medicine researchers find · med.stanford.edu
  2. Phase III 12-Month Data for Clascoterone 5% Topical Solution Confirm Positive Safety for ... · finance.yahoo.com
  3. Metabolomics in Scalp Seborrheic Dermatitis Evidenced Key Changes in Inflammatory ... · springermedizin.de