Kardiale MRT-Biomarker zeigen prognostischen Nutzen in Studien zu Herzinsuffizienz

Zwei Studien zeigen, dass aus der kardialen MRT gewonnene Biomarker die Risikobewertung bei Herzinsuffizienz verbessern könnten. Der Index des epikardialen Fettgewebes war mit dem Risiko und der Prognose bei HFpEF assoziiert, während bildgebungsbasiertes iSvO2 Hospitalisierung und Tod vorhersagte.

Die kardiale Magnetresonanztomografie abgeleitete Biomarker könnten ein nützliches Instrument sein, um Patienten mit einem höheren Risiko für Herzinsuffizienz und deren Komplikationen zu identifizieren. Neue Ergebnisse zeigten, dass das in der kardialen Magnetresonanztomografie quantifizierte Volumen des epikardialen Fettgewebes mit dem Risiko und der Prognose bei HFpEF verbunden war, während kardiale MRT-Scans auch eine nichtinvasive Möglichkeit boten, Messungen der gemischtvenösen Sauerstoffsättigung abzuleiten, die eine Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierung und den Tod vorhersagten.

In einer retrospektiven Analyse nutzten die Prüfärzte die kardiale Magnetresonanztomografie zur Beurteilung von 117 Patienten mit HFpEF, 62 Hochrisikopersonen und 65 gesunden Kontrollen. Das EAT-Volumen und die Dehnungsparameter des linken Ventrikels wurden mithilfe der CVI42-Software quantifiziert, was routinemäßige Post-Processing-Workflows in der kardialen Bildgebung widerspiegelt. Der EAT-Index zeigte über die Gruppen hinweg einen stufenweisen Anstieg, von 20,32 ml/m2 bei den Kontrollen auf 31,98 ml/m2 bei Hochrisikopersonen und 48,21 ml/m2 bei Patienten mit HFpEF.

Eine multivariable Modellierung unter Einbeziehung von Dehnungsparametern identifizierte EATi und die globale longitudinale Dehnung des linken Ventrikels als unabhängige, mit HFpEF verbundene Indikatoren. Nachbeobachtungsdaten von 228 Teilnehmern über einen Median von 31 Monaten zeigten, dass ein höherer EAT-Index mit einem erhöhten Risiko für eine erneute Aufnahme wegen Herzinsuffizienz oder die Gesamtmortalität verbunden war. Auch inkrementelle Anstiege des EAT-Index waren mit einem höheren Risiko für eine erneute Aufnahme wegen Herzinsuffizienz oder den Tod jeglicher Ursache assoziiert.

Forscher zeigten außerdem, dass kardiale MRT-Scans eine nichtinvasive Möglichkeit bieten, SvO2-Messungen zu erfassen, die ansonsten mittels invasiver Rechtsherzkatheteruntersuchung gewonnen werden. Eine Kohorte von 30 Patienten unterzog sich einem CMR-T2-Mapping und einer invasiven Rechtsherzkatheteruntersuchung, um die iSvO2-Modellierung zu testen; anschließend wurde das Modell in einer Validierungskohorte von 628 Patienten mit kürzlich diagnostizierter Herzinsuffizienz geprüft. Insgesamt war iSvO2 ein unabhängiger Prädiktor für Mortalität und Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz.

Es ist bekannt, dass eine invasiv gemessene gemischtvenöse Sättigung von unter 60 % bei Patienten mit Herzinsuffizienz ein Marker für ungünstige Verläufe ist. Die Ergebnisse replizierten dies auf nichtinvasive Weise: iSvO2 sagte einen kombinierten Endpunkt aus Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz und Tod voraus, selbst nach Adjustierung für Alter, Geschlecht, linksventrikuläre Ejektionsfraktion, N-terminales pro-B-Typ natriuretisches Peptid und NYHA-Funktionsklasse. Die Autoren schrieben zudem, dass iSvO2 ein besserer Prädiktor für den Ausgang ist als entweder LVEF oder NT-proBNP.

Diese Ergebnisse positionieren das mittels kardialer Magnetresonanztomografie abgeleitete EAT-Volumen als potenziellen bildgebenden Biomarker, der sowohl den Schweregrad der Erkrankung als auch die Prognose widerspiegelt, und erweitern damit die Rolle der kardialen MRT über die konventionelle Funktionsbeurteilung hinaus. Die Fähigkeit, aus Standard-Bildgebungsdatensätzen zusätzliche diagnostische und prognostische Informationen zu gewinnen, könnte die multidisziplinäre Entscheidungsfindung verbessern, wenngleich das retrospektive Design und der Bedarf an prospektiver Validierung wichtige Limitationen für die HFpEF-Analyse bleiben.

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References

  1. Epicardial fat index predicts HFpEF risk on MRI - EMJ · emjreviews.com
  2. CNIC scientists identify a biomarker that improves risk prediction in a severe form of heart failure · eurekalert.org
  3. MRI scans evaluate heart failure risk—no invasive catheterization required · cardiovascularbusiness.com