Durch Screening entdecktes Vorhofflimmern bei Senioren mit dreifach erhöhtem Herzinsuffizienzrisiko verbunden

Eine Studie zeigte, dass bei Senioren durch Screening entdecktes Vorhofflimmern mit einem etwa dreifach erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz verbunden ist. Herzinsuffizienz wurde bei diesen Patienten häufig innerhalb von sechs Monaten nach dem Nachweis diagnostiziert.

Menschen mit einer häufigen Herzrhythmusstörung haben ein verdreifachtes Risiko für Herzinsuffizienz, selbst wenn sie keine Symptome zeigen, so eine neue Studie. Patienten, bei denen stilles Vorhofflimmern im Rahmen eines Gesundheitsscreenings entdeckt wurde, hatten nahezu 3,2-fach höhere Chancen, an Herzinsuffizienz zu erkranken, berichteten Forscher auf einer Tagung der European Heart Rhythm Association.

Für die neue Studie teilten die Forscher eine Gruppe von 75- und 76-jährigen Patienten nach dem Zufallsprinzip einer Untersuchung mittels EKG zu, mit der das Vorliegen von Vorhofflimmern erkannt werden kann. Andere erhielten diese Untersuchung nicht und dienten als Kontrollgruppe.

Die Studie verlief in zwei Wellen. In der ersten Welle wurden mehr als 6.800 Menschen untersucht, und bei 252 wurde Vorhofflimmern diagnostiziert. In der zweiten Welle wurden mehr als 6.600 Menschen untersucht, und bei 152 wurde Vorhofflimmern diagnostiziert.

Während einer Nachbeobachtungszeit von fünf bis sieben Jahren wurde bei 23 % der Vorhofflimmern-Patienten in der ersten Gruppe und bei 20 % in der zweiten Gruppe später Herzinsuffizienz diagnostiziert. Insgesamt war die Wahrscheinlichkeit, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, bei Menschen mit diagnostiziertem Vorhofflimmern 2,9- bis 3,2-fach höher als bei Personen ohne diese Herzrhythmusstörung.

Bemerkenswert ist, dass die Herzinsuffizienz bei diesen Patienten früh diagnostiziert wurde, nämlich innerhalb von sechs Monaten nach dem Nachweis ihres Vorhofflimmerns, so die Forscher. Bei Personen mit durch Screening erkanntem AF war das Risiko, eine HF zu entwickeln, dreimal so hoch wie bei Teilnehmern ohne AF und vergleichbar mit dem von Patienten mit klinisch bekanntem AF.

Die Forscher erklärten, dass HF und AF in einer bidirektionalen Beziehung stehen und das Fortschreiten der jeweils anderen Erkrankung beschleunigen, und dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass asymptomatisches AF kein gutartiger Zustand ist und die Notwendigkeit einer frühen Erkennung sowohl von AF als auch von HF unterstreichen.

Die Ergebnisse wurden am Montag auf der Tagung der European Heart Rhythm Association in Paris vorgestellt. Auf medizinischen Kongressen präsentierte Ergebnisse sollten als vorläufig betrachtet werden, bis sie in einer peer-reviewten Fachzeitschrift veröffentlicht sind.

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References

  1. Silent Heart Rhythm Problem Might Triple Risk Of Heart Failure In Seniors · drugs.com
  2. Cold Weather More Deadly For The Heart Than Heat, Study Finds · drugs.com
  3. Outdated Medicare Rule Keeps Seniors In Hospital Longer Than Necessary · drugs.com