AstraZeneca übertrifft Gewinnerwartungen im zweiten Quartal und hält an Umsatzziel für 2030 fest

Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Core EPS) von AstraZeneca lag im zweiten Quartal bei 2,63 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung. Grund dafür waren ein Umsatzplus von 15 % im Bereich Onkologie und von 8 % im Bereich seltene Krankheiten. Das Unternehmen hält an seinem Umsatzziel von 80 Milliarden Dollar für 2030 fest und erwartet in den nächsten 18 Monaten mehr als 20 Phase-III-Datenauslesungen.

AstraZeneca meldete für das zweite Quartal einen bereinigten Gewinn (Core EPS) von 2,63 Dollar je Aktie und übertraf damit den vom Unternehmen zusammengestellten Konsens von 2,48 Dollar. Der Gesamtumsatz stieg um 5 % auf 15,38 Milliarden Dollar und lag damit in etwa im Rahmen der Erwartungen von 15,39 Milliarden Dollar. Das Unternehmen bekräftigte seine Jahres- und Langfristprognosen und zeigte sich zuversichtlich, dass aktuelle Rückschläge in der klinischen Entwicklung sein Ziel, bis 2030 einen Jahresumsatz von 80 Milliarden Dollar zu erreichen, nicht gefährden würden.

Die Umsätze in der Onkologie stiegen um 15 % und die bei seltenen Krankheiten um 8 %, was die Gesamtentwicklung beflügelte. Die Erlöse aus China, dem zweitgrößten Markt des Unternehmens, fielen aufgrund von Generikakonkurrenz und politischen Veränderungen um 13 %.

Im Laufe des Quartals leitete AstraZeneca sechs Phase-III-Studien für seinen oralen GLP-1-Kandidaten Elecoglipron gegen Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes ein, was es zu einem der größten Spätphasenprogramme des Unternehmens macht. In den nächsten 18 Monaten werden mehr als 20 Phase-III-Datenauslesungen erwartet, darunter zwei vielbeachtete Krebsstudien. Das Unternehmen hob zudem das Umsatzpotenzial für das experimentelle Atemwegsmedikament Tozorakimab auf mehr als 5 Milliarden Dollar an, nachdem es zuvor bei 3 Milliarden Dollar gelegen hatte.

Zu den aktuellen Rückschlägen in der Pipeline gehören das Nervenmedikament Wainua und eine experimentelle Brustkrebsbehandlung, Camizestrant. Der CEO bemerkte, dass die Biologie nicht so vorhersagbar sei wie die Mathematik, und unterstrich damit die inhärenten Risiken der klinischen Entwicklung.

AstraZeneca behielt seinen Ausblick für 2026 bei und prognostiziert ein niedriges zweistelliges Wachstum des bereinigten Gewinns pro Aktie sowie ein mittleres bis hohes einstelliges Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen. Die Finanzierungskosten seien aufgrund des Iran-Kriegs gestiegen, so der Finanzchef, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.

Am 21. Juni 2026 notierten die in den USA notierten Aktien von AstraZeneca bei rund 174,93 Dollar. Die Analystenschätzungen bleiben überwiegend positiv, wobei die durchschnittlichen Zwölfmonats-Kursziele auf weiteres Aufwärtspotenzial hindeuten. Zu den wichtigsten Umsatztreibern des Unternehmens gehören Onkologieprodukte wie Tagrisso, Imfinzi und Enhertu sowie das Herz-Kreislauf-Medikament Farxiga. Der US-Markt macht fast die Hälfte des Gesamtumsatzes aus, und das Unternehmen hat kürzlich seine US-Notierung von NASDAQ ADRs auf die NYSE hochgestuft. Es behält auch die Hauptnotierung an der London Stock Exchange und eine Notierung an der Nasdaq Stockholm bei. AstraZeneca hat Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Dollar in den USA bis 2030 zugesagt, was die strategische Bedeutung des amerikanischen Marktes unterstreicht.

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References

  1. AstraZeneca profit beat, bullish tone ease investor angst over drug pipeline · wmbdradio.com
  2. AstraZeneca Stock - Analyst focus and drug pipeline backdrop · ad-hoc-news.de
  3. AstraZeneca PLC Stock (AZN): Market Performance and Listings - Bitget · bitget.com