CT-gestützter Biomarker verbessert die Prognose von Magenkrebs; PET-Bildgebungsmarkt wächst; Forschung zu neuroendokrinen Tumoren macht Fortschritte

Brasilianische Forscher haben einen CT-gestützten Biomarker namens VMD entwickelt, der viszerales Fett und Muskel-Röntgendichte kombiniert, um die Prognose von Magenkrebs vorherzusagen, wobei die Überlebenszeit der Patienten zwischen 13,8 und 58,5 Monaten liegt. Der globale PET-Bildgebungsmarkt wird voraussichtlich bis 2032 auf 1,4 Milliarden Dollar wachsen, da die Krebsfälle weltweit steigen. Die Forschung zu neuroendokrinen Tumoren schreitet mit neuen Finanzierungen und Studien zu Hedgehog-Signalwegen voran.

Forscher der State University of Campinas (UNICAMP) in Brasilien haben einen neuen Biomarker namens VMD identifiziert, der helfen könnte, die Prognose von Magenkrebspatienten zu bestimmen. Der Marker kombiniert Daten zur Röntgendichte von viszeralem Fett und Muskel aus routinemäßigen CT-Untersuchungen und unterscheidet Patienten mit höherem Risiko für einen ungünstigen Krankheitsverlauf. Die Studie analysierte Daten von 461 Magenkrebspatienten, die über fast zehn Jahre an der UNICAMP behandelt wurden, wobei die Ergebnisse in der Zeitschrift Clinical Nutrition Espen veröffentlicht wurden.

In der Studie waren höhere Röntgendichtewerte für Fettgewebe mit einer schlechteren Prognose verbunden, während höhere Werte für den Muskel mit einem günstigeren Outcome einhergingen. Patienten mit den schlechtesten VMD-Indikatoren hatten eine mediane Überlebenszeit von 13,8 Monaten im Vergleich zu 58,5 Monaten für die mit niedrigeren VMD-Werten. Die Forscher sagten, dass der VMD-Marker die traditionelle Tumorstaging in Zukunft ergänzen könnte und so den Weg für einen individuelleren Behandlungsansatz ebnet.

Dieser Fokus auf die individuelle Patientenbewertung steht im Einklang mit breiteren Trends in der Onkologie. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass die globalen Krebsfälle bis 2050 35 Millionen überschreiten werden, ein Anstieg von 77% gegenüber dem Niveau von 2022. Allein in den Vereinigten Staaten prognostizierten Forscher 2.041.910 neue Krebsfälle und 618.120 Krebstodesfälle für 2025. Diese Zahlen treiben die Modernisierung der diagnostischen Infrastruktur voran, wobei die PET-Bildgebung zu einer entscheidenden Komponente wird.

Die PET-Bildgebung bewertet, wie Gewebe und Organe auf zellulärer und metabolischer Ebene funktionieren, indem sie radioaktive Tracer, am häufigsten Fluordeoxyglucose (FDG), verwendet. Dies ermöglicht es Ärzten, biologische Aktivität zu identifizieren, bevor strukturelle Veränderungen in der konventionellen Bildgebung sichtbar werden. Der weltweite Umsatz des Positronen-Emissions-Tomographie-Marktes soll von 1.130,0 Millionen USD im Jahr 2025 auf 1.447,4 Millionen USD bis 2032 wachsen, eine jährliche Wachstumsrate von 3,61%.

Über die Krebsdiagnose und -staging hinaus erweitert sich die PET-Bildgebung in die Neurologie zur Bewertung der Alzheimer-Krankheit, in die Kardiologie zur Beurteilung des Herzmuskelgewebes, in die Forschung zur Präzisionsmedizin und in die Theranostik zur gezielten Behandlungsplanung. Dies spiegelt einen Wandel in der Onkologie zu wertbasierten Versorgungsmodellen und einer Infrastruktur wider, die personalisierte Behandlungsentscheidungen im gesamten Patientenverlauf unterstützt.

In anderen Bereichen der onkologischen Forschung gewinnen neuroendokrine Tumoren (NETs) mehr Aufmerksamkeit, obwohl sie historisch unterforscht sind. Die Neuroendocrine Tumor Research Foundation (NETRF) vergibt Investigator-Award-Stipendien zur Unterstützung der Forschung auf diesem Gebiet. Jüngste Arbeiten haben die Rolle der Hedgehog-Signalwege in NET-Tumoren und der Immunoseneszenz hervorgehoben, wobei die Ergebnisse für die Veröffentlichung in der Zeitschrift Signal Transduction and Targeted Therapy vorgesehen sind.

Die Fortschritte sowohl bei prognostischen Biomarkern als auch bei Bildgebungsverfahren repräsentieren die fortschreitende Evolution der Präzisionsmedizin in der Onkologie, bei der Behandlungsentscheidungen zunehmend durch molekulare Diagnostik, funktionelle Bildgebung und individuelle Patientencharakteristika und nicht nur durch das Tumorstaging beeinflusst werden.

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References

  1. PET Imaging in Oncology: Clinical Uses, Cancer Detection, and the Future of Precision Medicine · kingsresearch.com
  2. Unprecedented marker uses tomography to refine gastric cancer prognosis · agencia.fapesp.br
  3. Spotlighting the NETRF: Supporting Research in an Understudied Field | CancerNetwork · cancernetwork.com