FDA gewährt Rolling Review für QTORIN-Rapamycin angesichts der Kritik an beschleunigten Zulassungswegen

Die FDA hat für den NDA von Palvellas QTORIN-Rapamycin ein Rolling Review gewährt. Zudem behandelt: globale beschleunigte Zulassungswege, Kritik am Accelerated Approval und multiregionale CDx-Strategien.

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat für den New Drug Application (NDA) von Palvella Therapeutics für QTORIN™-Rapamycin zur Behandlung mikrozystischer lymphatischer Malformationen (mikrozystische LMs) ein Rolling Review gewährt. Das Rolling Review ist ein regulatorisches Merkmal der FDA, das für Programme mit Fast-Track- oder Breakthrough-Therapy-Status verfügbar ist und darauf abzielt, die beschleunigte FDA-Prüfung von Anträgen für Therapien zu erleichtern, die schwere Erkrankungen mit ungedecktem medizinischem Bedarf adressieren. Palvella bleibt auf Kurs, die Einreichung des NDA für QTORIN™-Rapamycin in der zweiten Jahreshälfte 2026 abzuschließen.

QTORIN™-Rapamycin hat von der FDA den Status als Breakthrough Therapy, Orphan Drug und Fast Track für die Behandlung mikrozystischer LMs erhalten. Es gibt keine von der FDA zugelassenen Behandlungen für die schätzungsweise 30.000 oder mehr Menschen, die in den Vereinigten Staaten mit mikrozystischen LMs diagnostiziert wurden. Mikrozystische LMs sind eine seltene, chronisch schwächende genetische Erkrankung, die durch eine Dysregulation des PI3K/mTOR-Signalwegs verursacht wird.

Der beschleunigte Zulassungsweg der FDA (Accelerated Approval) ist zunehmend in die Kritik von Regulierungsbehörden, politischen Entscheidungsträgern und unabhängigen Prüfern geraten, was breitere Fragen darüber widerspiegelt, wie Geschwindigkeit, Evidenzgenerierung und öffentliches Vertrauen in Einklang gebracht werden sollten. Regulierungsbehörden weltweit bieten zahlreiche beschleunigte Zulassungswege an, darunter die Fast-Track- und Breakthrough-Therapy-Designation der FDA, ein neues National Priority Voucher-Programm, das 2025 eingeführt wurde, die PRIME-Designation der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und das Sakigake-Programm der japanischen Pharmaceuticals and Medical Devices Agency (PMDA).

Beschleunigte Wege wie Fast Track, Breakthrough Therapy und Accelerated Approval ermöglichen einen schnelleren Zugang zu Medikamenten, die schwere Erkrankungen oder ungedeckte medizinische Bedürfnisse adressieren, während gleichzeitig strenge Sicherheitsstandards eingehalten werden. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, was möglich ist, wenn sich regulatorische Systeme weiterentwickeln. NRAs und die biopharmazeutische Industrie setzten flexible und iterative Ansätze ein, um die Entwicklung, Bewertung, Zulassung und Verteilung von Impfstoffen und Diagnostika zu beschleunigen. Zu diesen regulatorischen Agilitäten gehörten der Einsatz digitaler Tools, dezentrale klinische Studien und Rolling Reviews von Daten. Ein wichtiger Wegbereiter dieser Geschwindigkeit war die regulatorische Reliance, bei der eine Regulierungsbehörde die wissenschaftlichen Bewertungen oder Zulassungen einer anderen vertrauenswürdigen Behörde, wie der Weltgesundheitsorganisation, berücksichtigt und ihnen erhebliches Gewicht beimisst.

Die FDA betrachtet die Wirkstoff-Repositionierung (Drug Repurposing) als ungenutzte Ressource, die dazu beitragen könnte, ungedeckte medizinische Bedürfnisse bei einer Reihe von Krankheiten und Erkrankungen zu adressieren.

Da sich die Präzisionsmedizin weltweit ausweitet, ist die Navigation durch die komplexe regulatorische Landschaft für Companion Diagnostics (CDx) für erfolgreiche Pharma-Partnerschaften von entscheidender Bedeutung geworden. Regulierungsexperten von Burning Rock und Riken Genesis haben Strategien für die Erlangung multiregionaler CDx-Zulassungen vorgestellt, einschließlich der Ausrichtung der CDx-Entwicklung an den Anforderungen von FDA, EMA und NMPA. Eine Fallstudie zur japanischen Zulassung von OncoScreen Plus als CDx für Capivasertib von AstraZeneca hob die Erwartungen der PMDA an importierte CDx-Produkte hervor.

Für Therapien, die beschleunigte Zulassungswege nutzen, entsteht der Bedarf an Produktions- und Lieferbereitschaft viel früher als erwartet. Integrierte Entwicklungsstrategien, die Formulierung, Herstellung und flexible klinische Dosierung kombinieren, haben sich nachweislich als hilfreich erwiesen, um Risiken in frühen Studienphasen zu verringern. In-silico-Vorhersagetools wie Modellierung und Simulation können bei der Auswahl geeigneter Darreichungsformen und der Vorhersage kritischer Parameter wie pharmakokinetischer Profile helfen. Verfeinerte Scale-up-Strategien priorisieren Flexibilität und Just-in-time-Produktion.

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  2. Accelerated approval under scrutiny: A pharmacology credibility gap? | The Pharmaletter · thepharmaletter.com
  3. FDA Grants Rolling Review of Palvella's QTORIN™ Rapamycin NDA for Microcystic ... · biospace.com
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