Corcept scheitert mit Patentberufung gegen Teva wegen Korlym-Generikum
Das United States Court of Appeals for the Federal Circuit entschied, dass Teva Pharmaceuticals mit der Vermarktung eines Korlym-Generikums zwei Patente von Corcept zu Methoden der sicheren gleichzeitigen Anwendung mit CYP3A4-Inhibitoren nicht verletzt. Damit bestätigte das Gericht ein Urteil aus Dezember 2023 zugunsten von Teva.
The United States Court of Appeals for the Federal Circuit hat entschieden, dass die Vermarktung einer generischen Version von Korlym durch Teva Pharmaceuticals nicht zwei Patente von Corcept verletzt, die Methoden zur sicheren gleichzeitigen Anwendung von Korlym und Arzneimitteln betreffen, welche das Enzym CYP3A4 hemmen, darunter Medikamente, die Patienten mit Cushing-Syndrom häufig verschrieben werden. Die Entscheidung bestätigt ein Urteil des Federal District Court for the District of New Jersey vom Dezember 2023.
Die Entscheidung des Gerichts stellte eine „keine Verletzung“ ("no infringement") von Corcepts US-Patenten fest, die Methoden zur sicheren Anwendung von Korlym zusammen mit Arzneimitteln betreffen, die starke CYP3A4-Inhibitoren sind. Korlym ist zur Behandlung von Menschen mit Cushing-Syndrom zugelassen.
2018 verklagte Corcept Teva erstmals wegen dessen Antrag, eine generische Version von Korlym zu vermarkten. Ein Richter entschied 2023 zugunsten von Teva, und Corcept legte gegen das Urteil Berufung ein.
Der Chief Executive Officer erklärte, das Unternehmen sei von der Entscheidung des Gerichts enttäuscht. „Die Patente, die wir in diesem Fall geltend gemacht haben, betreffen Methoden zur sicheren Behandlung von Patienten mit Cushing-Syndrom, auf die sich Ärzte täglich verlassen. Wir werden unsere Rechte energisch verteidigen und prüfen derzeit den besten Weg, eine gerichtliche Überprüfung dieser Entscheidung zu verfolgen.“
Die Corcept-Aktie fiel am Donnerstag um 18% auf $32,60 und erreichte zeitweise ein 52-Wochen-Tief von $28,66. In den vergangenen 12 Monaten haben die Aktien die Hälfte ihres Wertes verloren.
Teva hat seinerseits Klage erhoben und wirft Corcept vor, den Markt für Korlym zu monopolisieren.
2012 führte Corcept Korlym ein, das erste von der U.S. Food and Drug Administration zur Behandlung von Patienten mit endogenem Hyperkortisolismus zugelassene Medikament. Corcept ist ein Unternehmen in der kommerziellen Phase, das sich mit der Entdeckung und Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung schwerer endokrinologischer, onkologischer, metabolischer und neurologischer Erkrankungen befasst, indem es die Wirkungen des Hormons Cortisol moduliert.