US-Zollplan löst milliardenschwere Investitionswelle in der Pharmaindustrie aus – Indische Generika-Hersteller unter Druck

Trumps gestaffelte Arzneimittelzölle lösen Investitionen von über 400 Milliarden US-Dollar in die US-Pharmaindustrie aus. Indische Generika-Hersteller müssen sich bis 2028 anpassen.

Der US-Präsident Donald Trump hat einen gestaffelten Zollrahmen für importierte Arzneimittel angekündigt, der eine Welle von Investitionszusagen der Pharmaindustrie ausgelöst hat. Der Plan sieht vor, dass importierte Generika bis zum 1. August 2028 zollfrei bleiben, danach für ein Jahr mit 100 % und ab dem 1. August 2029 mit 200 % besteuert werden. Markenmedikamente unterliegen bereits einem Zollsatz von 100 %, es sei denn, die Unternehmen senken die Preise oder produzieren im Inland, wobei die Durchsetzung für Unternehmen, die in die US-Produktion investieren, verzögert wird.

Die Zollandrohung hat globale Arzneimittelhersteller veranlasst, ihre Produktionskapazitäten in den USA auszubauen und in einigen Fällen Preisabkommen auszuhandeln. Mehrere große Unternehmen haben durch Abkommen mit der Trump-Administration mehrjährige Ausnahmen erhalten. Die folgenden Investitionen und Maßnahmen wurden bekannt gegeben:

  • Pfizer hat am 30. September eine Vereinbarung getroffen, 70 Milliarden US-Dollar in US-Forschung und -Produktion zu investieren, und erhielt eine dreijährige Ausnahme von den arzneimittelspezifischen Zöllen.
  • GSK plant, innerhalb von fünf Jahren 30 Milliarden US-Dollar in US-Forschung und Lieferketteninfrastruktur zu investieren.
  • Eli Lilly beabsichtigt, mindestens sechs neue US-Werke zu bauen, darunter eine kürzlich angekündigte 3,5-Milliarden-Dollar-Anlage in Pennsylvania, als Teil einer zuvor genannten 27-Milliarden-Dollar-Expansion.
  • Johnson & Johnson wird die US-Investitionen um 25 % auf 55 Milliarden US-Dollar über vier Jahre erhöhen und vier neue Werke bauen, darunter Standorte in Wilson, North Carolina, und Holly Springs, North Carolina.
  • Roche verpflichtete sich zu 50 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre und zusätzlichen 550 Millionen US-Dollar für die Diagnostikproduktion und verdoppelte kürzlich seine Investition in die Arzneimittelanlage in Holly Springs auf etwa 2 Milliarden US-Dollar.
  • AstraZeneca wird bis 2030 50 Milliarden US-Dollar in die US-Produktion investieren, mit einer großen neuen Wirkstoffanlage in Virginia und Erweiterungen in fünf weiteren Bundesstaaten. Das Unternehmen hat mit Technologietransfers und Lageraufbau begonnen, um die Zollauswirkungen zu minimieren.
  • Novartis gibt 23 Milliarden US-Dollar für den Bau und die Erweiterung von zehn US-Einrichtungen aus, darunter eine neue Produktion für Radioligandentherapie in Florida. Das Unternehmen hat außerdem eine Preisvereinbarung mit dem Weißen Haus getroffen, um neue Medikamente zu international vergleichbaren Preisen einzuführen, ausgewählte Behandlungen über die staatlich unterstützte Plattform TrumpRx.gov zu verkaufen und breitere Medicaid-Rabatte zu suchen.
  • Sanofi plant bis 2030 mindestens 20 Milliarden US-Dollar an US-Investitionen. Der Finanzvorstand erklärte, dass vorhandene Lagerbestände die kurzfristigen Zollauswirkungen begrenzen würden.
  • Biogen investiert zusätzliche 2 Milliarden US-Dollar in sein Produktionsnetzwerk in North Carolina, wobei ein achter Standort Ende 2025 eröffnet wird.
  • Merck hat mit dem Bau eines 3-Milliarden-Dollar-Werks in Virginia und einer 1-Milliarden-Dollar-Biologika-Anlage in Delaware begonnen, als Teil eines Gesamtinvestitionsplans von 70 Milliarden US-Dollar in den USA.

Der gestaffelte Ansatz für Generika hat besondere Aufmerksamkeit von indischen Herstellern auf sich gezogen, die einen großen Anteil der US-Generika liefern. Branchenführer haben den Vorschlag als Weckruf bezeichnet und fordern eine Diversifizierung in andere Märkte und mehr Innovation. Ein Chirurg am Sarojini Naidu Medical College warnte, dass zollbedingte Preiserhöhungen die Therapietreue der Patienten beeinträchtigen könnten, insbesondere bei chronischen Krankheiten. Experten warnten zudem, dass eine Verlagerung der Produktion in die USA langwierige Zulassungsverfahren, Personalentwicklung und hohe Investitionen erfordern würde, sodass globale Lieferketten auf absehbare Zeit unverzichtbar blieben.

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References

  1. US tariff proposal wake-up call for Indian pharma to diversify, innovate : Experts, ETPharma · pharma.economictimes.indiatimes.com
  2. Global drugmakers rush to boost US presence as tariff threat looms - ET Manufacturing · manufacturing.economictimes.indiatimes.com
  3. Trump says tariffs pushed Novartis to expand operations in US - The Edge Malaysia · theedgemalaysia.com