Recordati meldet starke Ergebnisse für 2025 und prognostiziert 2026-Wachstum durch seltene Erkrankungen
Das italienische Pharmaunternehmen Recordati erzielte 2025 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro und einen bereinigten Nettogewinn von 651,1 Millionen Euro, wobei Therapien für seltene Erkrankungen ein Wachstum von 29,7 % antrieben. Das Unternehmen prognostiziert für 2026 ein Kernbetriebsergebnis zwischen 995 Millionen und 1,03 Milliarden Euro und erwartet weiterhin Schwung in seinen spezialisierten Behandlungen für seltene Erkrankungen.
Das italienische Spezialpharmaunternehmen Recordati hat starke Finanzergebnisse für 2025 und ehrgeizige Prognosen für 2026 bekannt gegeben, die hauptsächlich von seinen Therapien für seltene Erkrankungen getrieben werden. Das in Mailand ansässige Unternehmen meldete konsolidierte Nettoumsätze von 2,6 Milliarden Euro, ein Plus von 11,8 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei der bereinigte Nettogewinn 651,1 Millionen Euro erreichte, ein Anstieg von 14,5 %.
Das Kernbetriebsergebnis stieg um 14,5 % auf 991,1 Millionen Euro und erreichte eine Marge von 37,8 % auf den Nettoumsatz. Die Sparte für seltene Erkrankungen zeigte eine besonders starke Performance mit einem Zuwachs von 29,7 % im Vergleich zu 2024, oder 16,6 % unter Berücksichtigung vergleichbarer Geschäftsbedingungen. Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens hin zu spezialisierten Behandlungen für ungewöhnliche medizinische Erkrankungen hat sich als erfolgreich erwiesen, wobei Therapien für endokrine Störungen die Führung übernahmen.
Für das Jahr 2026 prognostiziert Recordati ein Kernbetriebsergebnis zwischen 995 Millionen und 1,03 Milliarden Euro (1,18-1,22 Milliarden US-Dollar). Das Unternehmen erwartet Nettoumsätze zwischen 2,73 und 2,80 Milliarden Euro, obwohl Währungskopfwinde voraussichtlich einen negativen Effekt von etwa 3,5 % verursachen werden. Das Management erwartet zudem einen bereinigten Nettoertrag zwischen 655 und 685 Millionen Euro.
"Es gibt einen ausgezeichneten Schwung bei seltenen Erkrankungen, der weiterhin ein Schlüsseltreiber für Wachstum und Wertschöpfung für die Gruppe ist", erklärte der Chief Executive Officer. Der Fokus des Unternehmens auf Behandlungen für seltene Erkrankungen hat dazu beigetragen, es vor Preisdruck und Währungsschwankungen zu schützen, die den breiteren europäischen Arzneimittelmarkt beeinflusst haben.
Recordati spezialisiert sich auf Behandlungen für seltene Erkrankungen, Urologie und Stoffwechselstörungen. Zu den Schlüsselmarken gehört das Hypophysengeschäft mit Medikamenten wie Signifor für Akromegalie und Isturisa für das Cushing-Syndrom. Die Pipeline des Unternehmens konzentriert sich auf Kardiologie und Endokrinologie, wobei Istaroxim, ein neuartiges Mittel für akute Herzinsuffizienz, in klinischen Studien voranschreitet. Die Strategie des Unternehmens betont ergänzende Akquisitionen zur Stärkung seiner Pipeline und vermeidet die hohen Verlustraten von reinen F&E-Biotechunternehmen.