Johnson & Johnson investiert über 1 Milliarde US-Dollar in Zelltherapie-Produktionsanlage in Pennsylvania

Johnson & Johnson will mehr als 1 Milliarde US-Dollar in eine Zelltherapie-Produktionsanlage der nächsten Generation im Montgomery County, Pennsylvania, investieren. Das Projekt soll über 500 qualifizierte Arbeitsplätze in der Bioproduktion schaffen, während der Bauphase mehr als 4.000 Stellen unterstützen und ist Teil des 55-Milliarden-US-Dollar-Investitionsprogramms des Unternehmens in den USA bis Anfang 2029.

Johnson & Johnson kündigte am 18. Februar 2025 Pläne an, mehr als 1 Milliarde US-Dollar in eine Zelltherapie-Produktionsanlage der nächsten Generation im Montgomery County, Pennsylvania, zu investieren. Die Anlage soll die Pipeline des Unternehmens mit fortschrittlichen Arzneimitteln unterstützen, die auf Krebs sowie immunvermittelte und neurologische Erkrankungen abzielen, und soll voraussichtlich jährlich Tausende Patientinnen und Patienten versorgen. Zugleich soll sie helfen, Kosten zu senken und Lieferzeiten für personalisierte Therapien zu verkürzen.

Der Standort in Lower Gwynedd ist darauf ausgelegt, fortschrittliche Zelltherapie-Technologien zu integrieren, die die Bereitstellung personalisierter Behandlungen für Patientinnen und Patienten in den gesamten USA verbessern sollen. Die Anlage wird sich in der 1201 Sumneytown Pike in Lansdale, Pennsylvania, befinden – Teil der Lower Gwynedd Township –, weniger als 8 Meilen von der Interstate 276 und etwa 23 Meilen vom Center City in Philadelphia entfernt.

Das Unternehmen teilt mit, dass das Projekt sowohl während der Bauphase als auch im Betrieb erhebliche Beschäftigungseffekte haben wird. Während der Entwicklung sollen über 4.000 Stellen im Baugewerbe unterstützt werden; nach vollständiger Inbetriebnahme sind mehr als 500 qualifizierte Arbeitsplätze in der Bioproduktion (biomanufacturing) geplant. Der Abschluss der Bauarbeiten wird für 2031 erwartet.

Der CEO erklärte in einer Unternehmensmitteilung: „Seit 140 Jahren ist Johnson & Johnson ein führender Innovator im amerikanischen Gesundheitswesen, und wir fühlen uns geehrt, dieses Erbe in Pennsylvania weiter voranzutreiben.“

Diese Investition ist Teil von J&Js zuvor offengelegter Verpflichtung, bis Anfang 2029 in den USA insgesamt 55 Milliarden US-Dollar für Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie Technologie auszugeben. Die Anlage in Pennsylvania ist eine von vier US-Expansionsinitiativen, die J&J in den vergangenen Monaten angekündigt hat. Im Rahmen dieses Programms hat das Unternehmen mit dem Bau einer 2 Milliarden US-Dollar teuren Biologika-Produktionsanlage in Wilson, North Carolina, begonnen. Etwa zu der Zeit, als J&J einem Most Favored Nation (MFN)-Abkommen mit dem Weißen Haus zustimmte, um 100%ige Zölle auf seine Markenimporte zu vermeiden, wies das Unternehmen zudem darauf hin, dass es in North Carolina einen Standort für die Herstellung von Fertigarzneimitteln errichten werde.

Derzeit hat das Unternehmen eine Zelltherapie, Carvykti (ciltacabtagene autoleucel), auf dem Markt, die im Geschäftsjahr 2025 für J&J zum Blockbuster wurde, nachdem sie weltweit 1,9 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt hatte. Prognosen gehen davon aus, dass Carvykti 2031 einen Umsatz von 7,8 Milliarden US-Dollar generieren wird.

Die Anlage in Pennsylvania wird der elfte Standort von J&J in diesem Bundesstaat sein, in dem bereits Produktions-, Distributions-, Forschungs- und Bürostandorte angesiedelt sind. J&J zufolge baut das Projekt auf einer langen Betriebsgeschichte in Pennsylvania auf, wo das Unternehmen seine jährliche wirtschaftliche Wirkung auf etwa 10 Milliarden US-Dollar schätzt. Derzeit betreibt das Unternehmen 10 Standorte im gesamten Bundesstaat mit insgesamt mehr als 2 Millionen Quadratfuß Fläche für Produktion, Forschung, Distribution und Büroflächen.

Pennsylvanias Gouverneur Josh Shapiro begrüßte die Ankündigung und bezeichnete den Bundesstaat als zunehmend wettbewerbsfähigen Standort für Investitionen in die Biowissenschaften. Er sagte, der Bundesstaat habe seine Position gestärkt: „Deshalb entscheiden sich Unternehmen wie Johnson & Johnson dafür, ihre Investitionen hier in unserem Bundesstaat zu verdoppeln – weil sie wissen, dass wir die Strategie, die Arbeitskräfte und die Geschwindigkeit haben, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein.“

J&J ist das jüngste Pharmaunternehmen, das seine US-Produktionskapazitäten ausbaut – nach Unsicherheit infolge von Handels- und Zollpolitik – und gehört zu mehreren Projekten, die in Pennsylvania angekündigt wurden. Im Januar erklärte Eli Lilly, mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar in eine Produktionsanlage in Fogelsville, Pennsylvania, zu investieren, die injizierbare Arzneimittel und Geräte herstellen wird. Der Baubeginn für diese Anlage wird noch in diesem Jahr erwartet; die Fertigstellung ist ebenfalls für 2031 vorgesehen. Im September 2025 teilte Eli Lilly mit, in Richmond, Virginia, eine 5 Milliarden US-Dollar teure Produktionsstätte zu entwickeln. Im selben Monat kündigte GSK an, 1,2 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung seiner fortschrittlichen US-Produktionsanlagen und digitalen Technologien bereitzustellen, einschließlich des Baus eines neuen Werks in Upper Merion, Pennsylvania, das Arzneimittel gegen Atemwegserkrankungen und Krebs herstellen wird.

J&Js Schritte, die Produktion in die USA zurückzuholen (onshore), folgen einem breiteren Trend in der Pharmabranche, da Unternehmen ihre Aktivitäten stärker an den Zielen der Trump-Regierung ausrichten wollen. Im Jahr 2024 wurden nur 15% der in den USA verkauften Markenmedikamente verwendeten Wirkstoffe im Inland hergestellt, während 43% aus der EU bezogen wurden.

Während einige Unternehmen wie J&J ihre Zelltherapie-Aktivitäten ausbauen, ist dieser Ansatz in Pharma und Biotech nicht einheitlich. Takeda entschied sich bereits im Oktober 2025, sich aus der Zelltherapie zurückzuziehen, um sich auf Small Molecules, Biologika und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) zu konzentrieren. Im selben Monat schlossen auch Novo Nordisk und Galapagos ihre auf diese Modalität ausgerichteten Einheiten. Gleichzeitig setzen Unternehmen wie Eli Lilly stärker auf diese Modalität, nachdem der Pharmakonzern 2026 bereits zwei Blockbuster-Deals im Zusammenhang mit dieser Wirkstoffklasse unterzeichnet hat – darunter ein 1,1 Milliarden US-Dollar schwerer, auf Gentherapie ausgerichteter Deal mit Seamless Therapeutics sowie ein in vivo CAR-T-Deal im Wert von bis zu 2,4 Milliarden US-Dollar mit Orna Therapeutics.

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References

  1. Real estate records reveal price tag for Johnson & Johnson's new cell therapy plant site in Montco · www.bizjournals.com
  2. J&J Considers $20B Sale of Medical Device Division to Private Equity - Fine Day Radio · www.finedayradio.com
  3. Inside Johnson & Johnson's $1bn Pennsylvania Plant Plan | Manufacturing Digital · manufacturingdigital.com
  4. We're reading about FDA pushing OTC meds, new trial standards - STAT News · www.statnews.com
  5. Johnson & Johnson Plans $1B Manufacturing Facility - Commercial Property Executive · www.commercialsearch.com
  6. J&J to build $1bn US CGT manufacturing site in Pennsylvania - Yahoo Finance · finance.yahoo.com
  7. J&J to build $1bn US CGT manufacturing site in Pennsylvania - Pharmaceutical Technology · www.pharmaceutical-technology.com
  8. Johnson & Johnson Stock ( JNJ ) Rises on $1B Pennsylvania Plant to Expand U.S. Manufacturing · www.tipranks.com
  9. Johnson & Johnson puts $1B into Pa. cell therapy plant | JNJ Stock News · www.stocktitan.net