Einführung von generischem Semaglutid in Indien verlagert den Fokus über den Preis hinaus
Generisches Semaglutid ist in Indien mit dem Auslaufen des Patents auf das Originalpräparat von Novo Nordisk auf den Markt gekommen; die Preise beginnen bei unter Rs 1.300 pro Monat. Ärzte und Unternehmen betonen jedoch, dass neben dem Preis auch belastbare Kühlketten, die Qualität der Applikationssysteme und eine langfristige Patientenunterstützung den Absatz prägen werden.
Generisches Semaglutid kam am Samstag, dem ersten Tag nach Ablauf des Patents auf das Originalmolekül von Novo Nordisk, in Indien auf den Markt, wobei führende Arzneimittelhersteller deutlich erschwinglichere Preise anbieten. Nach Ansicht von Ärzten wird der Preis nicht der einzige Verkaufstreiber für das beliebte Medikament zur Gewichtsreduktion und Diabetesbehandlung sein; belastbare Kühlketten, die Qualität der Applikationssysteme und eine langfristige Patientenunterstützung seien ebenfalls entscheidende Säulen.
Führende Arzneimittelhersteller wie Sun Pharmaceuticals, Dr Reddy's Laboratories, Zydus Lifesciences, Natco Pharma, Eris Lifesciences, USV, Glenmark und Torrent gehörten zu den ersten, die generisches Semaglutid auf den Markt brachten. Diese Unternehmen bieten die generische Version zu deutlich erschwinglicheren Preisen an und wollen damit die Marktchance nach Patentablauf sowohl im indischen Binnenmarkt als auch im Ausland nutzen.
Unternehmensvertreter sagten, dass eine aggressive Preisgestaltung – bis hin zu weniger als Rs 1.300 für eine Monatsbehandlung oder einem Rabatt von mehr als 85 % gegenüber dem Preis des Originalpräparats – zwar entscheidend sei, um die Bezahlbarkeit und den Zugang über die Metropolen hinaus zu verbessern, die Unternehmen sich aber auch durch Innovationen bei den Applikationssystemen und durch Ökosysteme zur Patientenunterstützung differenzieren wollten. Von vorgefüllten Einweg-Pens und wiederverwendbaren Mehrdosis-Systemen bis hin zu Vial-Formaten passen die Hersteller die Verabreichungsformen an, um die Anwendung zu erleichtern, die Flexibilität bei der Dosierung zu erhöhen und den Patientenkomfort zu verbessern.
Die Arzneimittelhersteller investieren zudem in Bildungs- und Unterstützungsstrukturen wie Zentren für metabolische Versorgung, Ernährungsberatung und Einführungsprogramme, um Patienten bei der Bewältigung von Nebenwirkungen zu helfen und Vertrauen aufzubauen. Ein in Mumbai ansässiger Diabetologe sagte, jedes Unternehmen müsse eine eigene App oder einen eigenen Mechanismus zur Patientenunterstützung entwickeln, um Patienten bei Injektionstechniken und dem Umgang mit unerwünschten Nebenwirkungen zu helfen. Er fügte hinzu, dass eine engmaschige Begleitung sehr wichtig sei und man sich noch in einer frühen Phase befinde.
Unternehmen wie Sun Pharma und Dr Reddy's führen Programme zur Patientenunterstützung ein. Der Chief Executive Officer für Markenmärkte bei Dr Reddy's sagte, der Aufbau eines Unterstützungsökosystems aus Stoffwechselzentren sei entscheidend, um Patienten den Einführungsprozess des Produkts näherzubringen, einschließlich der Anwendung des Produkts, möglicher Nebenwirkungen und ernährungsbezogener Unterstützung.
Bei den Preisen beginnen die monatlichen Kosten für Pen-Formate derzeit bei etwas mehr als ₹2.000 pro Monat, während Natco und Eris Vial-Optionen eingeführt haben, die je nach Dosierung voraussichtlich zu ₹1.290-1.750 für einen Monatsvorrat im Einzelhandel angeboten werden. Das Vial-Format dürfte sich vor allem an Patienten mit mittlerem und niedrigem Einkommen richten.