Gilead übernimmt den Krebstherapie-Entwickler Arcellx für bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar
Gilead Sciences will den Krebstherapie-Partner Arcellx zu einem implizierten Eigenkapitalwert von bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar übernehmen und damit die seit 2022 bestehende CAR-T-Zelltherapie-Kooperation ausbauen. Der Deal sieht 115 US-Dollar je Aktie bei Abschluss sowie eine erfolgsabhängige Zahlung von 5 US-Dollar je Aktie vor, sofern anito-cel bis Ende 2029 bestimmte Umsatzmeilensteine erreicht.
Gilead Sciences teilte am Montag mit, dass das Unternehmen den Partner für Krebstherapien Arcellx zu einem implizierten Eigenkapitalwert von 7,8 Milliarden US-Dollar übernehmen wird. Damit wird die 2022 gestartete Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Zelltherapien ausgebaut. Die Aktien von Arcellx stiegen im vorbörslichen Handel um 77,8% auf 113,99 US-Dollar, während Gilead um etwa 1% nachgab.
Gilead wird bei Abschluss der Transaktion 115 US-Dollar je Aktie in bar zahlen – ein Aufschlag von 79% gegenüber dem letzten Schlusskurs. Darüber hinaus wird Gilead den Arcellx-Aktionären 5 US-Dollar je Aktie zahlen, sofern anito-cel vom Marktstart bis zum Jahresende 2029 kumulierte weltweite Nettoverkäufe von mindestens 6 Milliarden US-Dollar erreicht.
Kite Pharma, eine Einheit von Gilead Sciences, kooperierte mit Arcellx, um anito-cel gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten – eine experimentelle CAR-T-Therapie (CAR-T therapy) gegen multiples Myelom, eine Form von Blutkrebs. Die CAR-T-Zelltherapie ist eine Krebsbehandlung, bei der die körpereigenen, genetisch veränderten Immunzellen eines Patienten eingesetzt werden, um Krebszellen aufzuspüren und abzutöten.
Die U.S. Food and Drug Administration prüft die Therapie derzeit; eine Entscheidung wird bis zum 23. Dezember dieses Jahres erwartet. Nach einer FDA-Zulassung von anito-cel dürfte die geplante Transaktion den Gewinn je Aktie ab 2028 und in den Folgejahren erhöhen.